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Erster Band. A - G.
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Coatings — 887 — Coburg

schwachem Metallglanz, porös, fast frei von Schwefel, daher^ beim Eisenschmelzen anwendbar, überhaupt allemal da vor-zuziehen , wo der Schwefel Metallen, namentlich Eisen,schaden könnte. Coaks erfordern beim Brennen einen grö-ßer» Luftzug als Steinkohlen, daher müssen die Oefen höhersein, die Gebläse mehr Wind in den Ofen treiben. DasVerwandeln der Steinkohlen in Coaks nennt man Ver-koaken oder gewöhnlicher, wiewohl nicht mit Recht, Ali-sch wefeln. Es geschieht sowohl in Meilern als auch inOefen. Als Nebenprodukt beim Berkoaken wird noch derSteinkohlentheer gewonnen.

Coatings, Ueberrockszeug, ist ein geköpertes, lang-haariges Wollenzeug, was besonders in England fabrizirtwird. Man hat folgende Sorten: kiain coatings, einfar-bige; dliUuros, melirte; llresseä, gepreßte; DviUocl, gekö-perte ; lialk coatings, diejenigen, welche in der Gegend vonBath gemacht werden. Eine feinere Art wird veavorLoating und die feinste tsäie's Loating genannt. In Deutsch-land liefern Neustadt a. d. Orla, Oederan, Roßwein,Oschatz, Crimmitschau rc. Coatings, die von derselbenGüte wie die englischen sind, deren Appretur jedoch nicht soschön ist.

Cob, Plate, heißt in Gibraltar der spanischePiaster oder Peso duro.

Code, Cobre, Covid, ein chinesisches Ellenmaaß.

Cobido, ein Ellenmaaß in Arabien, in Pondi-chery (Hauptstadt einer französischen Besitzung auf derKüste Koromandel in Ostindien), im Königreich Siamin Hinterindien.

Coblenz, befest. Hauptstadt im gleichn. Regierungs-bezirk der Rheinprovinz in Preußen, am Einfluß der Mosel' in den Rhein, mit 19,000 Ew., Sitz des Ober-Präsidenten,der Regierung, eines Tribunals und Handelsgerichts, Ge-werbeschule, Gymnasium, Fabriken für Leinwand, Tabak,chirurgische Instrumente rc., Handel mit Getreide, Wein,Wolle, lackirten Blechwaaren und Mühlsteinen.

' Früher rechnete man hier nach Reichsthalern zu

! 84 Pctermännchen oder zu 90 Kreuzern, list/z

Reichsthaler auf die kölnische Mark fein Silber, oder auchnach Gulden zu 60 Kreuzern, wie in Trier; jetzt, wie inganz Preußen, nach Thalern zu 30 Silbergroschen d12 P fe n n k g e.

In den Wechselangelegenheiten richtet man sichnach Cöln und Frankfurt a. M.

Maaße u. Gewichte sind jetzt gesetzlich die preußischen.Die älter n, häufig noch in Anwendung kommenden Maaßeund Gewichte sind folgende:

tiingenmaaß. Die Ruthe — 16 Fuß a 12 Zoll. Der^ Fuß ----- 128,83 stanz. Linien,---0,2906 Metres,----0,92397

rheinländische Fuß. — Die Elle —284,1 stanz. Linien,— 0,3723 Metres, 0,8493 berliner, — 1,014 leipziger^ Ellen.

Gelreidemaaß. Das Malter — 8 Sömmer a 4 Sestera 4 Minkel. Das gestrichene Malter für Roggen, Wei-zen und Gerste ----- 9869,8 stanz. Kubikzoll,-----3,4338 preu-ßische Scheffel, --- 1,7898 dresdner Scheffel. Das ge-häufte Malter für Hafer und Spelz — 11208 französische

Kubikzoll, — 4,0441 preuß. Scheffel, — 2,0987 dresdnerScheffel.

Iveinmaaß. Die Ohm — 27 Viertel oder 108 Maaßs 4 Schoppen. Das Maaß — 71,0301 stanz. Kubikzoll,— 1,2303 berliner Quart, — 1,3049 dresdner Kannen.

hai>delsge»ncht. Der Centner — 110 Pfd. ä 32 Lothä 4 Quentchen. Das Pfund ist 9704 Holland. As schwer;100 Pfund sind also --- 99,733 preuß., — 99,823 leipzigerPfd., — 46,634 stanz. Kilogramm.

Coblenz steht durch regelmäßige Dampffahrten auf demRhein mit Köln und Düsseldorf, so wie mit Mainz undMannheim, und auf der Mosel mit Trier in Verbindung.

Cobre oder C obra, s-. Code.

Coburg, Koburg, Haupt- und Residenzstadt desHerzogthums Sachsen-.Coburg-Gotha, an der Jtz, mit10,000 Einw., Leinen-, Baumwoll- und Wollwebereien, ei-ner Porzellan-, Gold- und Silberfabrik, Lürkischrothfärbe-rei, Steinschleiferei.

Das Fürstenthum Coburg ist ein sächsisches.Durch den Erbtheilungsvertrag am 12. November 1826wurde es mit dem sächsischen Herzogthum Gotha vereinigt.Es trat damals das Amt Themar, das Fürstenthum Saalfeldmit Ausnahme von eilf Dörfern, nebst den sieben Ortschaf-ten auf dem linken Ufer der Steinach an Meiningen ab, underhielt dafür außer dem Fürstenthum Gotha, die hildburg-hausenschen Aemter Königsberg und Sonnefeld, aber ohnedie dazu gehörigen Lehnschaften im meininger Oberland,nebst den vormals meiningischen in Coburg liegenden Kam-mergütern Kahlenberg und Gauerstadt. Im Jahr 1834trat es das Fürstenthum Lichtenberg an Preußen ab. Diebeiden Fürstenthümer Gotha und Coburg liegen von ein-ander getrennt, dieses südlicher als jenes, von Meiningenund Baiern eingeschlossen; O'/z Q.-M., mit (1843:)42,983 Einw. Das Land ist gebirgig, waldreich, mitschönen Thälern und gut angebaut, von der Jtz, Steinach,Rodach und der Naßlach durchflossen.

Anders als im Fürstenthum Gotha wird in Coburg,wie früher so noch jetzt, nach Gulden zu 60 Kreuzernb 4 Pfennige gerechnet, seit der süddeutschen Münz-Con-vention am 28. Aug. 1837 im 24>,2 Guldenfuß, wonach derSilberwerth des Guldens 17>/7 Silbergroschen im 14 Tha-lcrfuß ist. Seitdem werden Silbermünzen in ganzenund halben Gulden zu 60 und 30 Kreuzern, so wie alsSilber-Scheidemünze 6- und 3-Krcuzerstücke im27 Guldensuß, und nach der deutschen Münz-Conventionam 30. Juli 1838 Vercinsmünzen in Silber zu 3>/,Gulden — 2 Thalern.

Früher rechnete man nach Thalern (rheinisch, im16 Thaler- oder 24 Guldenfuß) zu 90 Kreuzern » 4 Pfen-nige; außerdem auch nach Gulden zu 20 Groschen8 12 Pfennige fränkisch, wonach dieser fränkische Gulden----- 73 Kreuzern, ----- 1'/, Fl. rhcin.

Wirklich ausgeprägte Münzen bis 1837:

In Gold: Ducaten, welche den holländischengleich sind:

In Silber: Ganze Sperrest Haler, halbe Spe-ciesthaler oder Conventionsgulden, Stücke zu 20 und 10Kreuzern nach dem Conventionsfuß. Ein Speciesthaler

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