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Erster Band. A - G.
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Cockelskörner

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Cöln

münzen. 1 Qu an ist — K chinesischen Mas. — Bei Zah-lungen an den Kaiser müssen die Sapeks neu und gut sein,im Handel aber sind sie gewöhnlich alt und verwischt; imletzteren Fall verlieren sie 6 bis 7 Proc. Die Regierunghat den Preis des span. Dollars auf 1'/» Kwan festgesetzt,so daß der Kwan, als Rechnungsmünze, gegen Dollaroder SS Cents, nämlich 1 Dollar zu 100 Cents gerechnetwird; danach ist 1 Kwan — 28 Sgr. 11^/s Pf. preuß.

Auch Gold- und Silber-Barren, mit demStempel der Regierung versehen, cursiren im Lande, ob-gleich sie nicht als Geld betrachtet werden. — Eine Sorteder Silberbarren gleicht einem Stück chinesischer Tusche; esist dieselbe mir chinesischen Buchstaben bedeckt und gilt 2Kwans 8 Mas. Man hat auch halbe und Viertel davon.In der Münze zu Calcutta ist ihr Gehalt genau untersucht undzu 17^ Pennyweights befunden worden; sie enthalten 378,67englische Grains fein Silber und also — 1,36 mejicanischePiaster oder circa 6 Schilling 9 Pence Sterling. — Esgiebt auch größere Silberbarren von demselben Feingehalt,welche 6172,9 englische Grains fein Silber enthalten undalso 16,64 mejicanische Piaster oder circa 3 Livres 12 Schil-lings Sterling werth sind. — Die Goldbarren von sehrseinem Gehalt haben dasselbe Gewicht, wie die kleinen Sil-berbarren, und gewöhnlich den 17fachen Werth der Letztem--- 26,32 mejicanische Piaster.

Auch der m ejicanische Piaster circulirt in Cochin-china, und die Regierung hat dessen Werth auf 11/2 Kwanfestgesetzt. Der Kwan, als Rechnungsmünze, gilt, obigerAngabe zufolge, ohngefähr 332 /, mejicanische Cents —4 Realen 18,4 Maravedis; jedoch schwankt sein Preis jenach dem Vorrath oder Mangel an Silber.

Die Zinkmünzen, so wie die Gold- und Silberbarren,werden in Kuchao, der Hauptstadt von Tunkin, geschlagenund gestempelt.

Der Kaiser bezahlt den Pikul Jinkmetall, aus welchemdie gewöhnlichen Münzen geschlagen werden, nur mit 12Kwans, so daß die Zinkmünzen mehr gelten, als ihr innererWerth ist.

Das Gewicht ist der chinesische Pikul von 100Catlies, s. China. — Zu Faipho hat indessen derPikul, dessen sich die Chinesen bei ihren Geschäften bedienen,112 Catties, und zu Saigou in Cambodscha ist einPikul Zucker 1>/r Pikul oder 130 Catties schwer. — DerReis wird in Säcken von 30 Catties verkauft.

Das Ellenmaaß ist der Covid, — 0,381 Meter,16,889 paris. Linien, — 15 englische Zoll.

Cockelskörner, Kokels-, Läuse- oder Fisch-körner, Fischmondsame (Leinen llocculi) sind dieFrüchte eines Strauchs in Ostindien, auf Ceylon, Celebes,Malabar, Java, Amboina rc., der zu der natürlichen Fa-milie der Menispermeen gehört. Die lorbeergroßen Stein-früchte wachsen in Trauben; sind frisch purpurroth, getrock-net graubraun oder dunkel aschgrau, runzelig rauh, gleich-sam bestäubt, beinahe kugelig, gegen die eine Seite hinschmäler werdend, und hier bemerkt man die Narbe, anwelcher sie angewachsen waren. Unter der runzeligen Ober-haut findet man eine dünnere zerbrechliche Kernschale, dieden halbmondförmigen Samen einschließt. Ohne Geruch

und Geschmack an der Haut und Kernschale. Der Sameselbst schmeckt ekelhaft bitter. Die Cockelskörner sind fürviele Thiere, besonders für die Fische, ein tödtlich wirkendesGift. In Ostindien benutzt man sie zum Fange mancherThiere. In Europa zum Fischfang, was aber gesetzlichverboten ist. Sie dienen ferner zur Vertreibung des Unge-ziefers und in England seht man sie dem Biere zu, um esberauschender zu machen, wodurch jedoch dies Getränk derGesundheit sehr nachtheilig wird.

Cockim, s. Kockin.

Codda, s. Cottah.

Codo, die spanische Elle, in Marokko Dhraa ge-nannt.

Coffala, Koffila, Gold- und Silbergewicht inArabien.

Coffino, Getreidemaaß auf der Insel Cypern.

Osxiik»«, Hauptstadt des gleichnam. Arrond. inFrankreich, Depart. Charente, an der Charente, mit 4200Ew., Unter-Präfectur, Civil-Tribunal, Handels-Tribunal,Bankiershaus, sehr bedeutendem Handel mit dem berühmtenFranz-Branntwein (Cognac), der in der Umgegend be-reitet wird.

Cojäng, Coyang, Coyan, Reismaaß und auchHandelsgewicht in Hinter-Jndien und auf einigen ostindischenInseln (Sumatra, Amboina, Batavia ic.).

, Hauptstadt der Provinz Beira in Por-tugal, mit 16,000 Einw., Universität, Sternwarte, Handel.

Cola, syrisches Handelögewicht zu Aleppo.

Hauptstadt der Grafschaft Esser inEngland, am Colne, mit 16,500 Ew., Hafen, Austernfang,Wollzeugweberei; liegt rechts an der Eisenbahn von Londonnach Norwich.

Colcothar, s. Lsxut mortuum.

Collationirc», s. Buch halten. Im Buchhandelheißt Collationiren die Bogen eines Buchs durchzählen, da-mit nicht etwa einer fehle.

Colletepie-Holz, ein schönes, hartes, schwer zu bear-beitendes Holz von verschiedenen Farben. Es kommt ausWestindien.

Collo, Colli, heißen die Waaren-Ballen.

Cöltt, stark befestigte Hauptstadt des gleichnamigenRegierungsbezirks in Preußen, Rhein-Provinz, links amRhein, mit 83,432 Einw., berühmtem Dom, Regierung,Appellationshof und Handelsgericht, Feuer-Versicherungs-Gesellschaft colonis, die mit Mainz gemeinschaftlich gegrün-dete Rheinschifffahrts-Affekuranz-Gesellschaft; botanischemGarten, Kunst-und Münzsammlungen, Börse, Freihafenund Sicherheitshafen für die Uebcrwinterung der Rhein-schiffe, Baumwoll-, Seiden-, Tuch-, Tabak-, Seift-,Stärke-, Zucker-, Nadel-, Farben-, Bleiweiß-, Gold- undSilberwaaren-, und für das berühmte kölnische Wasser(Lau >Io cologno) Fabriken, beträchtlicher Speditionshandelund Eigenhandel, besonders mit Getreide und Wein. Von1845 bis 1846 waren 14 Zuckerfabriken thätig, die gegen1,884,000 Thlr. an Einfuhrzoll bezahlten. Wichtige Ver-bindungen hat Cöln durch die Rhein-Dampfschifffahrt nach