Cöln
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Cöln
Düsseldorf, Coblenz, Main;, Mannheim, Straßburg, sowie durch die Eisenbahn nach Bonn, von Deutz nach Duis-burg und Minden, nach Aachen und Belgien. Dadurchwird der Verkehr beträchtlich gesteigert. Cöln gegenüberund damir durch eine Schiffbrücke verbunden liegt Deutz,mit 4800 Ew., befestigt, großer Artilleriewerkstätte, Seiden-und Kattunfabriken
Cöln rechnete sonst, wie Eleve, nach Reichsthalernzu 6» Stöbern a 4 Pfennige, Füchse genannt, an-fangs 16»/z, dann 18>/i und zuletzt 18Vs Reichsthaler aufdie kölnische Mark fein Silber. Seit 1800 ohngefähr bis1818 rechnete es gesetzlich, während der französischen Herr-schaft nach Francs zu 100 Centimen.
Cöln wechselt auf Amsterdam, Rotterdam, London,Paris, Wien, Augsburg, Hamburg, Bremen,Frankfurt a.M.,Berlin, Brüssel, Antwerpen.
Wie überhaupt das französische Recht, so auch gilt derfranzösische Loäo äe commorco mit wenigen Aenderungen imWechselrecht. Im Jahr 1832 wurde Art. 113 so gefaßt:„Die Deckung muß von dem Aussteller des Wechsels odervon Demjenigen angeschafft werden, für dessen Rechnung ergezogen ist. Hat der Bezogene gewußt, daß der Wechselfür Rechnung eines Dritten gezogen worden, so kann er sichwegen seiner Deckung nur an den Dritten halten und hatkeinen Anspruch an den Aussteller, der jedoch dem Indossan-ten und dem Inhaber persönlich verpflichtet bleibt. — Diegesetzliche Frist von guinre jours, binnen welcher der Inhabereines Mangel Zahlung protestirten Wechsels wider seineVormänner den Regreß nehmen muß, ist auf fünfzehnund nicht bloß vierzehn Tage erklärt.
Der Uso wie in Frankreich, 30 Tage nach dem Datumdes Wechsels gerechnet. Discretions- und Respecttage sindabgeschafft.
Seit 1818 bestand in Cöln auch ein, der berliner Haupt-bank untergeordnetes, Bankcomptoir.
Maaße und Sewichte sind die preußischen; dennochbraucht man noch häufig die alten kölner Maaße undGewichte, die folgende sind:
längenmaaß. Der cöln er Fuß ist— 12 Zoll i> 12Linien, — 127,4 franz. Linien, —0,2874 Metrcs. 100 Fußsind — 28,74 Metres, — 0l,37 rheinländ. oder preußischeFuß. — Die cöln er Elle von 2 Fuß ist 234,8 französ.Linien lang - 0,3748 Metres. 100 Ellen sind — 87,48Metrcs —86,183 berliner Ellen —101,676 leipz. Ellen.—Der rheinländ. Fuß oder Baufuß — 12 Zoll a 12 Linien.— Die Bauruthe —12 Baufuß. — Die kölner Ruthehat 16 Fuß - 4,3084 Metres.
Maaß für Dachschiefer oder Layen ist das Rieß —
cöln. Fuß lang.
Mchenmaaß. Die Quadratruthe hat 256 Qua-dratfuß, ---- 21,14828 Quadrat-Metres. — Der Morgenhat 180 Quadratruthen, —31,7170 franz. Ares,— 1,2422preuß. Morgen. — Der Wald morgen war—180 cöln.Quadrat-Ruthen.
Vrennholzmaaß. Die Klafter — 3 Maaß, — 12Fußlang, 4 Fuß breit und 4 Fuß hoch, also — 102 cöln. Kubik-Fuß, ----- 4,8878 Kubik-Meter oder Steren,
Gelreidemaaß. Das Malter hat 4 Sömmer, 8 Faß(Sester) oder 16 Viertel, und enthält 7236 franz. Kubikzoll,— 143,34 Litres, — 2,6116 preuß. Scheffel, - 1,3534dresdner Scheffel. — 100 Faß sind — 1704,25 Litres, —32,643 preuß. Scheffel, — 16,9171 dresdner Scheffel. —8 cöln. Malter — 21 preuß. Scheffel; 21 cöln. Malter —30 franz. Hectolitres.
Minmaaß. Das Stück—8 Ohm; das Fuder —6 O /2 Ohm. — Die Ohm —26 Viertel oder 104 Maaß(Kannen) oder Röddermaaß, d. h. die sich durch das Vistrender Fässer (Visirmaaß) ergeben; gewöhnlich enthält sie 108Maaß (Kannen) oder Zapsmaaß. — Die Kanne — 4 Pin-ken, — 6968 franz. Kubikzoll,— 138,22 LitrcS, — 120,714berliner Quart, - 147,627 dresdner Kannen. — DasZapf-Maaß enthält 67 französiche Kubikzoll, — 1,329Litres, — 1,1607 berliner Quart, - 1,4195 dresdnerKanne».
Handelsgewicht. Der Centner hat 106 Pfund ä 32Loth ä 4 Quentchen. Das Pfund enthält 2 Mark desGold- und Silbcrgewichts, wiegt 9729,36 Holland. As undist nur um etwa >,50 Procent leichter als das in ganz Preu-ßen eingeführte neue Pfund.
Gold- und Silbergemicht. Die Mark (das halbe Pfd.)hat 8 Unzen, 16 Loth, 64 Quentchen, 256 Pfennige, 012Heller, 4020 kölnische oder Ducaten-As, 4352 Eschen oder65536 Richtpfennigtheile und ist 4864,908 holl. As schwer.Sie dient bei den Ausmünzungen der meisten deutschenStaaten als Normalgewicht und wird in den meisten Städ-ten Deutschlands auch beim Gold- und Silbcrgewicht alssolches angewandt.
Das im Mittwochs-Rentkammer-Archiv zu Cöln auf-bewahrte Originalgewicht der viereckigen messingenen Markvom Jahr 1705 wiegt genau 233,8123 franz. Grammen.—100 cöln. Mark — 23,3812 franz. Kilogramm, - 99,9815preuß. Mark, — 100,02056 Hamburger, - 83,3128 wienerMark, - 62,6440 englische Troy-Pfund, - 93,0133 holl.Troy-Mark.
Bas strobirgewicht ist ebenfalls die Mark, welche hierund fast in ganz Deutschland beim Golde zu 24 Karat k12 Grän sein und beim Silber zu 16 Loth a 18Grän feingerechnet wird.
Das verarbeitete Silber hält in Cöln 13 Lothfein, und hat diese Zahl als Stempel in einer Kreislinie.
Mhgebniuche beim Verkauf:
Alaun, edamer-, goudaer- und limburger Käse, Leim,Potasche, Zwctschen pr. 106 Pfund; Cantert-Käse i>r. 318Pfd.; Anis, Blcüvciß pr. 100Pfd.; Cichoricn pr. Pfd.;Baumwolle, Cacao, Kasse, feine Gewürze (Muskatnüsse,Muskatblüthc, Nelken, Zimmt), Indigo, Kleefarnen, Saf-ran, Thee xr. 1 Pfd.; Blauholz, Corinthen, Feigen, Man-deln, Jngber, Pfeffer, Piment, Reis, Rosinen, Lumpenzucker,Melis in Stücken, Candis, Farinzuckcr, Syrup pr. 101 Pfd.;Raffinade, Melis pr. 102Pfd.; ungeläutertcS Rüböl pr.286 Pfd.; Leinöl und Hanföl pr. 260 Pfd.; Stockfisch pr.300 Pfd.; Heller und Südsee-Thran pr.437Pfd.; Brannt-wein und Rum pr. 130berl. Quart; Heringe, Laberdan, bergerLeberthran und Theer xr. Tonne; Provencer-, Mohn- undgeläutertes Rüböl zu 100 Maaß — 286 Pfd. xr. Maaß;