Kolophonium
39 !
CombourgS
die Far - Oer - Inseln, nördlich von Schottland. — InWest-Indien: die drei Klein-Antillen oder virginischenInseln St.-Croix, St.-Thomas, St.-Jean, deren vorzüg-lichste Produkte Zucker, Num und Kaste sind. Einer derbedeutendsten westindischen Handelshäfen ist St.-Thomas.—In Ostindien: Tranquebar bei Madras; Serampur beiCalcutta.— Auf der Westküste von Afrika: in Guineafünf Forts (Christiansborg, Frederiksborg rc.)
Schweden besitzt nur die Colonie: die sehr fruchtbareKlein-Antillen-Jnsel St.-Barthelemy; ohne Quellwasser;ein für den westindischen Handel wichtiger Freihafen.
Belgien hat sich ebenfalls eine überseeische Colonie,im Staat Guatemala in Mittel-Amerika erworben, ohnejedoch davon bis jetzt noch großen Nutzen ziehen zu können.
Rußland besitzt einen großen Theil der Nordwest-küste von Nord-Amerika, südlich von der Bering-Straßebis südlich zum 84° 40', nach dem Vertrag mit England1823; außerdem die von der asiatischen Halbinsel Kamt-schatka südwärts sich erstreckende Inselkette der Aleuten undFuchs-Inseln, wo die russisch-amerikanische Handelsgesell-schaft das Monopol des Pelzhandels hat.
Kolophonium, s. Fichtenharz.
Coloquinten, Colsquint-Aepfel, Purgir-Aepfel, lat. 0vIocMliiäe8, Lama colocMdiäum, franz.llologuinles, engl. llitter cucumbers, sind die ovalen undplatten, süßöligen, von ihrer äußeren grüngelben Schale be-freiten, kugeligen Früchte der Coloquinten-Gurke, LucumiscolocMkiäos b., die in Ostindien, der Levante, den In-seln des Archipels einheimisch ist und im südlichen Spanienangebaut wird. Sie sind pomeranzengroß, kürbisartig,mit einer lederartigen, glatten, dünnen Fruchtschale überzo-gen, unter der sich das blaßgelblich-weiße, lockere, schwam-mige Mark befindet, worin die ovalen, zusammengedrücktenSamen liegen. Das Mark schmeckt äußerst bitter, scharfund widrig, hat einen schwachen, süßlichen, ekelhaften Ge-ruch und bildet mehrere Samenfächer. Die großen, weißen,noch unversehrten, trockenen und leichten sind die bestenFrüchte. Pfaff warnt vor falschen Coloquinten. Siesind klein und außen mit ovalen, regelmäßigen Erhaben-heiten umgeben, die von der Hervorragung des Samensherrühren; ihre Farbe ist gelblich-braun, Mark nur wenigvorhanden; übrigens gleichen sie den Coloquinten sehr stark.Marti us macht ebenfalls auf falsche Coloquinten aufmerk-sam. Diese sind weit leichter, ihre äußere Schale sitzt festan dem Mark, ist leicht und zerbrechlich, und das Mark fastvertrocknet; der Geschmack bitter, jedoch nicht so anhal-tend wie bei den ächten Coloquinten. Man gebraucht sieals Arzneimittel, das jedoch wegen der zu heftigen Wirkungnur mit der äußersten Vorsicht gebraucht werden darf (Ge-genmittel sind ölige und schleimige Dinge, Kampher), undzur Vertreibung der Insekten, indem man sie dem Bücher-kleister zusetzt, oder als Mittel gegen die Wanzen die Bett-stellen mit einem Coloquintenabsud tränkt.
Columbia, Kolumbien, hieß der große Freistaatim Norden von Süd-Amerika, der sich 1819 nach der Be-freiung von der Abhängigkeit als spanische Colonie bildete,aber durch eine Revolution und ein Grundgesetz zu Bogotaam 31, Nov. 1831 wieder in die drei gesonderten Freistaa-
ten Venezuela, Neu-Granada und Ecuador auslöste. Aufder ehemaligen Republik Columbia lastete eine Staatsschuld,die durch einen Vertrag von 1834, aber 1837 von dendrei Staaten genehmigt, auf dieselben vertheilt wurde.Diese Staatsschuld war in London contrahirt.
Columbo, Hauptstadt der Insel Ceylon, s. ebd.
ColumboWurzel, Iloäix Lolumbae, k. (lolomdo, dieWurzel von ölonispormum palmalnin brin. (handförmigerMondsamen), einem in den Ländern der afrikanischen Ost-küste, in den Wäldern von Oibo, Querimba und Mozam-bique wachsenden und von da »ach Jsle de France, Bour-bon, den Sechellen, nach Ostindien und Ceylon verpflanztenGewächse. Die aus einem starken holzigen Hauptstocke undaus einer Menge büschelartiger, länglicher Knollen beste-hende Wurzel wird im März ausgegrabe», in scheibenför-mige. Stücke zerschnitten, aufgereiht und im Schatte» ge-trocknet. Der Handel mit der Columbowurzel ist in denHänden der Portugiesen, denen er einen bedeutenden Gewinnabwirft. Sie kommt meist in runden Scheiben, 1 bis 3Zoll breit und 2 bis 8 Linien dick, nicht selten aber auch inLängestücken, die eine mehr oder weniger cylinderförmigeGestalt haben, in den Handel. Die scheibenförmigen Stücke,welche vom Mittelpunkt aus strahlig erscheinen, haben einenach Außen zu grünlich- oder röthlich-gelbe, nach Innenblässer graugelbe Rinde von dichtem, undeutlich strahligemGefüge. Der darauf folgende Trieb der Marksubstanz istvon gleicher Stärke mit dem des Rindenkörpers, oder etwasdicker: sehr deutlich strahlig, etwas zartfaseriger, schmutzig-gelb, mit einer matteren grünlichen Beimischung. Auf die-sen Kreis folgt bisweilen noch ein dritter, der durch einekreisrunde Vertiefung gesondert, sehr grobfaserig und ge-furcht, auch gewöhnlich mehr grau oder schmutzig und dunk-ler gefärbt ist, oder es folgt sogleich das auf gleiche Weisebeschaffen«, nur mehr eingesenkte, grubige und noch dunklereMittelfeld. Der Geruch ist schwach gewürzhaft, aber wi-derlich, der Geschmack bitter aromatisch und eigenthümlich.Die Wurzel ist dem Wurmfraße sehr ausgesetzt und wird da-her am besten in Gläsern aufbewahrt, um so mehr, da sie inder freien Luft Geruch und Kraft leidet. Sie ist in derArzneikunde ein vorzügliches Heilmittel bei Magenschwäche,Durchfall, Ruhr, in Pulver oder Aufguß.
Es kommen mehrere falsche Columbowurzel» in denHandel, so z. B. eine aus Algier, die von Marseille undHamburg bezogen wird und nicht sehr von der ächten ver-schieden ist. Unter dem Namen der amerikanischen Columbokommt die Wurzel der k'rasora carolimana in den Handel.Früher verkaufte man zuweilen die gelbgefärbten Wurzelnder Zaunrübe (Ilrxonia »Ida und äioica), so wie die mit ei-nem Enziandecoct befeuchteten und also bitter gemachtenWurzeln der levantischen Seifenpflanze (8aponoria levantica)als Columbowurzel.
Columnarin, bescia columnaria, eine spanisch-ame-rikanische Silbermünze.
Comashee, Komaschih, eine Rechnungs- und ge-ringhaltige Silber-Scheidemünze in Arabien.
Comb, ein altes englisches Getreidemaaß.
> CombourgS , ist der Name für die groben hänfenen