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Erster Band. A - G.
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Effecten

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Eichenholz

Rechnung, Münzen, Maaße und Seimchle sind in ganzSchottland die e n g l i s ch e n.

In allen Wechselangelegenheiten richtet mansich zu Edinburgh und den übrigen schottischen Handels-plätzen nach London und notirt außerdem auf London,40 bis 60 Tage »luto, 100>/, a 101 (mehr oder weniger)Pfd. Sterl. in Schottland für 100 Pfd. Steel, in London.Mit Englands Hauptstadt findet der vorzüglichste Wechsel-verkehr statt.

Vom alten schottischen Maaß hält 1 kill (Elle)37,06 engl.Jmpcrial-Zoll —417,28 franz. Linien. 1 schotti-scher Acre hat 4 llooäs zu 40 Lalls ä 36 LIls.

Edinburgh besitzt mehrere privilegirteBankcn:die Bank von Schottland, die königliche Bank von Schott-land und die britische Leinwand-Compagnie, worüber mandas Nähere unter dem Artikel Banken (Banken in Schott-land) nachlesen wolle, welches auch das Nöthige über dieübrigen schottischen Banken enthält.

Effecten nennt man im Allgemeinen alles das, wasman besitzt, und es kann dieser Name jedem einzelnen beweg-lichen Bermögcnstheile zukommen, es bestehe derselbe inGeld, Waaren, Wechseln oder andern Papieren von Geldcs-werth; vorzüglich aber bezeichnet man damit die Staats-papiere und versteht unter Essectenhandcl den Han-del mit Staatspapieren. Siehe übrigens die Art. Staats-papiere und Staatspapier-Handel.

Effektiv, wirklich. Beim Abschluß eines jedenKaufs bedingt man, in welcher Münzsorte die Zahlung ge-schehen soll, und da dabei die Voraussicht ganz natürlich ist,daß der Käufer zur Zeit des Zahlungstermins vielleicht ge-rade mit der bedungenen Münzsorte nicht hinreichend verse-hen sein kann, so pflegt ihm der Verkäufer vertragsmäßigzu gestatten, die Zahlung auch in gewissen andern Geldsor-ten, und zwar entweder nach dem Tagescurse, oder nach ei-nem im Vertrag besonders festgesetzten Fuß, leisten zu dür-fen. Verlangt der Verkäufer dagegen, daß die Zahlung nurin der bestimmten Münzsorte geschehe, so pflegt man denNamen derselben mit der Bezeichnung effektiv zu beglei-ten. Effektives preußisches Curant ist daher wirkli-ches preußisches Curant, oder preuß. Curant in nauna; —im Gegensatz des bloßen Werthes dieser Sorte in einerandern Valuta. — Aber auch im Waaren Handelkommt das Wort effectiv zuweilen vor. Beim Rüböl-Speculationsgeschäfl schließt man z. B. häufig die Einkäufeunter der Bedingung, die Waare erst in 3, 6, 0, auch 12Monaten zu beziehen. Will man dieselbe dagegen gleichnach Abschluß des Kaufs an sich nehmen, so heißt die Waareeine cffective, dieses Rüböl: effectives Rüböl, und soist es zu verstehen, wenn man auf Preiscuranten liest:Rüböl, effectiv, kostet 30 Lhlr.; — im Gegensatz desaufLieferung verhandelten.

Eger, Stadt in Böhmen, am qleichnam. Fluß, mitgegen 10,000 Ew., dieWollenzeuge, Kattun, Zitze w. liefern.Die Stadt ist durch ihr Bad berühmt.

Ehrenannahme oder Ehrcnacceptation (Ac-ceptation per llonor, per onure) und Ehrenacceptant,siehe Honoration, Intervention und Wechsel-Seschäft.

Ehrenpreis, Wundkraut, Vervmc» ullleiiwlis.Das Kraut dieser Pflanze (Herb:, Verunicae) war früher einsder gcachtetsten in dem Arzneischatze. Es hat kurze, gestielte,zum Theil rundliche, haarige oder rauhe, schwäch gekerbteBlätter. Getrocknet hat es keinen Geruch, aber einen balsa-misch bittern, zusammenziehenden Geschmack. Es wird jetztweit weniger gebraucht als sonst.

Ehrentage, s. Respecttage.

Eibcnstock, Stadt im Königreich Sachsen, erzgeb.Kreis, mit 4300 Em., ehemals blühend durch den jetzt ganzerloschenen Bergbau auf Zinn und (spärlich nur auf) Eisen-stein, liefere jetzt gesuchte Petinets, Mull, gestickte Kleider,Blonden-Mantillcn, Spitzen, Muslin ec., Blechwaaren.

Eibisch-, Althce-oder Jbischwurzel, lluchx 4ll>wae.Die Wurzel der zur Familie der malvenarligen Gewächsegehörigen Eibischpflanze (Llilwo ulliemaüs bin.), welche anfeuchten Stellen, an den Rändern der Gräben und Wiesen,an Gebüschen, fast durch ganz Europa wild wächst und inmanchen Gegenden, z. B. in Franken, angebaut wird.

Sie ist fingerdick, weiß und kommt entweder ganz oderin Stücke geschnitten in den Handel. Man benutzt sie, ebenso wie die Eibischblätter, als ein schleimiges Mittel in derArzneikunde. Aus der Eibischwurzel, nebst arabischemGummi, Zucker und Eiweiß bereitet man in den Apothekendie bekannte weiße Realise, Lederzuckcr, Lusm 4>ilwoe.

Eichel», 6Iunäu>o<! ljuorci, sind die Früchte der ge-meinen Eiche. Sie werden gewöhnlich an Ort und Stelleverbraucht und machen weiter keinen Handelsgegcnstandaus. Durch gelindes Rösten und Mahlen bereitet man ausihnen den sogenannten Eichelkaffc, der als Gesundheitsmittclgenossen wird. Bourlet schlägt vor, den bittern Geschmackder Eicheln dadurch zu entfernen, daß man sie frischgcstoßenin einen Teig umwandelt und denselben einige Tugc gährenläßt, wodurch der größte Theil der Bitterkeit verloren geht.Man wäscht ihn dann so lange aus, bis das Wasser farblosabläuft. In der Türkei kennt man unter dem Namen Lu-Icobuw die Zubereitung der Früchte der guercus lloilulo, diehäufig genossen werden, um fett zu machen.

Eichenholz, ist das Holz der bekannten, durch ganzEuropa wachsenden Eiche ((Zuereus), von der mehrere Artenunterschieden werden, die alle ein vorzüglich hartes, dauer-haftes und der Fäulniß lange widerstehendes Holz haben.Das Eichenholz hat eine bräunliche oder gelbliche Farbe, istsehr schwer und zähe und übertrifft in der Dauerhaftigkeitfast alle übrigen europäischen Holzarten. Wegen seiner vor-züglichen Eigenschaften findet es vielfache Anwendung alsBau- und Wcrkholz, besonders für Tischler und Faßbinder;auch als Feucrungsmaterial ist es sehr geschätzt. BeimBauen benutzt man es zu Pfeilern, Säulen, Schwellen,Riegeln, Thür - und Fensterrahmen; dagegen taugt es nichtzu Balken und Trägern. Als Werkholz dient es zuWellen für Mühl- und Hammerwerke, zu Trögen für Oel-und Papiermühlen, zu Dauben für Weinfässer, beimSchiffs- und Brückenbau rc. Die Spähne werden beimSchwarzfärben und die Sägespähne wie die Eichenborkezum Gerben benutzt. Zu feinen Tischlerarbeiten ist dasEichenholz nicht eben geeignet, weil es wegen seiner vielenPoren keine gute Politur annimmt. Der Handel mitEichenholz ist in manchen Gegenden, z. B. in Deutschland,