Enidrittclstückc
Eisen
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tcrn Entfernung ein Areal von 400 bis 80» Quadrat-Klafterhat, und nach diesem Verhältniß im Ausmaaß und im Werthdifferirt. Je näher das Eimerl der Stadt auf besseremGrunde liegt, desto kleiner und fruchtbarer ist es, und jeweiter es davon entfernt ist, desto größer und weniger ergie-big; daher glaubt man das, was an Güte des Ertragesfehlt, durch eine größere Grundfläche zu ersetzen, was aberauf die Verkaufspreise keinen Bezug hat, indem man dasEimerl zu 80, aber auch zu 400 Gulden Conventionsmünzekaust. Die Benennung Eimerl ist namentlich im Bergbuchgebräuchlich.
Eindrittelstücke, s. Drittelstücke.
Ein - und Ausfuhr. Unter Einfuhr versteht mandas Einbringen von Erzeugnissen des Auslandes in einLand; unter Ausfuhr dagegen die Versendung einheimischerProdukte, wie die Wiederfortschaffung erst aus dem Aus-lande eingeführter Erzeugnisse an andere Orte. Mehr dar-über s. unter Handelsbilanz.
Einfuhr-Verbote schließen in einem Staat entwederalle fremde Einfuhr von Waaren ohne Ausnahme, oder nurdie Waaren eines besonderen Staates, während andereStaa-ten ihre Erzeugnisse einführen dürfen, oder überhaupt nurgewisse Waaren des Auslandes aus, um dadurch die Pro-duktion derselben im Jnlande selbst zu begünstigen. Im All-gemeinen hemmen Einfuhrverbote den auswärtigen Verkehr,können jedoch in besonderen Fällen nothwendig und zweck-mäßig sein.
Einfuhr-Zoll, Eingangs-Abgabe. Der Ein-gang von Waaren in das Zollvereinsgebiet findet, ge-gen Entrichtung einer Eingangs-Abgabe, statt, sofernnicht einzelnen Waare» allgemeine Befreiung vom Zoll zu-gestanden ist, oder sie nicht in die Klasse der Durchgangs-waaren im Transito-Handel gehören. Solche Abgaben aufHandelswaarcn finden nicht blos im deutschen Zollvereinstatt, sondern jeder Staat erhebt sie an der Grenze je nacheinem bestimmten Tarifsatz, der nach den verschiedenen Zeit-verhältnissen verändert wird.
Eiukaufsbuch, in der kaufmännischen Buchführungein Buch, worin alle Posten, kvelche Waaren-Einkäufe be-handeln, abgesondert von den übrigen eingetragen werden,welches aber nur in manchen Handelshäusern gebräuchlichist. S. d. Art. Buch halten.
Einvecfen, in der Schifffahrtssprache: die Segeleinziehen und zusammenbinden.
Eise», franz. kor, cngl. Iron, ital. I'orro, lat. Zerium,heißt dasjenige Metall, dem man den größten Einfluß aufalle mechanischen Verrichtungen zuschreiben kann und wel-ches den größten Antheil an der so hoch gestiegenen Vervoll-kommnung des gesammten Fabrik- und Gewerbwesens ge-habt hat. Das Eisen, welches man immer das nützlichsteund unentbehrlichste aller Metalle zu nennen pflegt, warschon im grauen Alterthum bekannt, und sehr früh wußteman es zu bearbeiten, denn schon zu Moses Zeiten verfer-tigte man Schwerter, Messer und Aexte daraus. Die Haupt-ursachen der so vielfachen Anwendung des Eisens sind seineHärte, Festigkeit, Elastizität, Zähigkeit und Geschmeidigkeit.Ein Eisendraht von >/io Zoll Dicke trägt eine blast von 480Pfund, ohne zu zerreißen. Da das Eisen dur ch's ErhitzenI.
weich wird, so kann man es dann durch Hämmern, Walzenund Ziehen leicht ausdehnen. Bei einem gewissen Gradeder Erhitzung wird es so weich, daß man durch bloßes Häm-mern ein anderes Stück Eisen so fest damit verbinden, zu-sammensch >veißen kann, daß beide dann nur eine Masseausmachen. Au allen diesen, für die Gewerbe so höchstschätzenswerthen Eigenschaften kommt nun noch die großeVerbreitung und Häufigkeit, so daß das Eisen auch daswohlfeilste Metall ist. Es kommt in der Natur in allenGebirgsformationen vor, wenn auch nicht überall in solcherMenge, daß es Vortheilhaft wäre, es auszuschmelzen. Imgediegenen Zustande macht es die Hauptmasse der meistenMeteorsteine aus, die aber natürlich ihrer Seltenheit wegenbei der Technik nicht in Betracht kommen. Die bei weitemwichtigsten Eisenerze sind die, wo das Eisen im oxydirtenZustande, meist mit noch einigen andern Substanzen (z. B.Thonerde rc.), vermischt vorkommt. Zum Ausschmelzenwerden vornehmlich folgende benutzt:
k) Der Magneteisenstein, Magnetstein, Eisen-orydul-Oryd, franz. k'er oxvüulo; engl. Kogaotic kronstone,enthält 63 bis 68 Proc. Eisen, welches von vortrefflicherGüte ist. Man findet ihn in sehr mächtigen Lagern inältern Gebirgsarten mit mehreren andern Mineralien(Schwer-, Fluß-, Kalkspats;, Quarz, Hornblende w.) ge-mengt, besonders im nördlichen Europa und Asien, inSchweden, Norwegen, Lappland, aber auch in Steyermark,Tyrol, Salzburg, Ungarn, Sardinien tc.
2) Der Eisenglanz, franz. k'er olix^lo; engl. Iron-glunro, enthält etwa 65 Proc. Eisen von vorzüglicher Güte,und findet sich im Ur- und Uebergangsgebirge auf mächtigenLagern und Gängen mit Quarz, Hornstein, Feldspats, undSchwerspats,; am Harz, in Schlesien, Sachsen, Böhmen,besonders in Steyermark, in Salzburg, Frankreich, aufElba, in Sibirien, Norwegen, Schweden, England.
Z) Der Rotheisenstein, franz. I'er oxiclo rouge;engl. Ilocl Iion-orv, kommt in verschiedenen Abänderungenvor. In traubigen, nierenförmigen Massen von concentrischsascrigerTcxtur heißt er r o t h er G l a S k o pf, B lu tste in,Ilommüo; ist schuppig, zerrelblich, metallisch glänzend.— Eisen schäum; derb, mit ebenem Bruch und ockerig —Rotheisen ocker. Diese Abarten brechen auf Gängenim Ur-, aber häufiger im Uebergangsgebirge, namentlichin Westphalen, am Rhein, Harz, im Erzgebirge, in Hessenund in England.
4) Der im Flötzgebirge ganze Lager bildende rotheThonei se,n stein, welcher besonders am Oberharz ge-wonnen wird, ist ein inniges Gemenge von Rolhcisenockermit thonigen Mineralien und kohlensaurem Kalk.
8) Der Brauneisenstein, brauner Glaskopf, franz.ker o.xiüö brnn; engl. llrvevn Iron-ore, ist eil! Eisenoxydhy-drat, das theils in kugligen, traubigen, theils in schuppig-faserigen Massen erscheint. Man findet den Brauneisensteinauf Gängen im ältern Gebirge, noch Häufiger aber im Flötz-gebirge (Kalkstein), in Westphalen, im Hennebergschen, amHarz, zu Kamsdorf, in Hessen, cm Erzgebirge, in Steycr-mark, England >c.
6) Der braune Thon eisen stein ist ein innigesGemenge von Brauneisenstein mit thonigen Massen.
7) Der Schwarzeisenstei» gehört, seines starken
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