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Erster Band. A - G.
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Gremium

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Griechenland

der wichtigsten Handels- und Seeplätze desselben. Im An-fang des vorigen Jahrhunderts noch ein elendes Fischerdorf,erhob sich Greenock bald zum Hafen des benachbarten Glas-gow und schwang sich durch die Thätigkeit und Umsicht sei-ner Bewohner allmälig zur Selbstständigkeit empor, so daßes jetzt eine bedeutende Schifffahrt besitzt, die sich vorzüglichmit der Einfuhr westindischer Erzeugnisse, wichtiger Herings-fischerei und lebhaftem Kabliaufang an den Küsten vonNew-foundland und Cap Breton beschäftigt. Der Hafen kanngegenwärtig 300 Schiffe aufnehmen. Täglich gehen Dampf-schiffe nach den wichtigsten Häfen des britischen Reiches ab.Die Fabrikation van Greenock ist hauptsächlich auf Zucker-Raffinerie, Rumbrennerei, Anfertigung von Segeltuch undSeilerarbeiten gerichtet, auch giebt es wichtige Eisenwerke.

Gremium der Großhändler. Diesen Namenführte in Oesterreich der Verein der k. k. privilegirtenGroßhändler, welcher unabhängig von dem bürgerlichenHandelsstande, und als adlige Gesellschaft der Gerichtsbar-keit des Landrechtcs unterworfen ist. In Leipzig heißt derBuchhändler-Verein Gremium der Buchhändler.

Grenada, eine englische Insel in den Antillen, 123O.M. groß, mit (1837:) 20,994 Einw. Die Produkte sindZucker, Kasse, Kakao, Indigo, Baumwolle. Hauptstadt istSt.-Georgetown.

Grenadillholz, ächtes, nennt man das rothe Eben-holz, welches von einem in Westindien und Madagaskarwachsenden Baum, Lbonum crotica, kommt. Es hat brauneAdern, ist sehr hart und läßt sich schön poliren. FalschesGrenadill- oder grünes Ebenholz wird das von Ouajucum-lspolet stammende und zu Tischlerarbeiten verbrauchte Holzgenannt.

vi-eiiolile, befestigte und große Hauptstadt desDepartements Jsere und des gleichnamigen Arrondiffements,zwischen hohen und schönen Bergen in angenehmer Lage, ander Jsere, mit 30,824 Einw., der Präfectur, Bisthum,Akademie, Rechtsfakultät, medicinisch-pharmaceutischer Vor-bereitungsschul«, College, Nvrmal-Primär-Schule, Archi-tektur-Zeichnenschule, botanischer Lehranstalt, Gemälde-Museum, königl. Gerichtshof, Civil-Lribunal, Handels-Tribunal, Handelskammer, Gcneralrath für Manufakturen,Gesellschaften für Wissenschaften und Künste, statistischerGesellschaft, Assekuranzen, beträchtlichen Lederhandschuhfa-briken, Zuckerraffinerien, Seidenzeug-, Seidenband-, Pa-pier-, Mehl-, Ratasia-, Oel- und Weincssigfabriken,ansehnlichen Hanfspinnereien, Gerbereien, Lederfabriken,Messerschmieden, Metallgießereien, Bankhäusern (8), Handelmit Tuch, Droguen und chemischen Produkten, Hand-schuhen , Papier rc.

Griechenland, ein Königreich im SO. Europa's,theils Festland (Livadien), theils Halbinsel (Morea), theilsauch Inseln umfassend, 880 Q..-M. mit 780,000 Einw.Das Land ist Gebirgsland, aber das Klima angenehm undmild. Der Hauptrcichthum des schwach bevölkerten Landesbesteht in Oel, Seide, Honig, Wachs, Baumwolle, Wein,Korinthen, Feigen, Kastanien, Orangen, Citronen, Myr-then, Cypressen, Lorbeer, Kermes, vorzüglichem Marmor,Kalk; von HauSthieren in Eseln, Ziegen, Schafen, wenigemund geringem Rindvieh; an Holz ist zwar in einigen Gegendenl.

Ueberfluß, aber dagegen in anderen Mangel. Die Gewerbebefriedigen nur die Rothdurft und von Industrie ist nichtdie Rede, daher wird das Bedürfniß solcher Erzeugnissedurch fremde Einfuhr befriedigt. Der Haupterwerb sindHandel und Schifffahrt, neben dem Gewinn der Bodenpro-dukte. Die Haupthandelsplätze sind Patras, Syra,Athen,Hydra,Spczzia,Egina, Rauplia, Ko-kon, Korinth, Mistra oder Misitra, Modon,Ravarin, Gastuni.

Rechnung und Münzen.

Von 1829 bis 1833 rechnete man nach PHLniken,den Phönix zu 100 Lepta. Das Münzgesetz vom 8. (20.)Februar 1833 bestimmte, Buch und Rechnung in Drach-men ä 100 Lepta zu führen. Die Drachme war die Münz-einheit, und als Sechstel des spanischen Silberpiasters, —7 Sgr. 2^/7 Pf., — 20 Kr. 2^ Pf. im 24>/2-Guldenfuß.

Münzen sind in Silber: Stücke zu 3-, 1-, '/z-,>/,-Drachmen; in Kupfer: Stücke zu 1-, 2-, 8 -,10-Lepta. Zugelassen sind französische Gold- und Sil-bermünzen, österreichische und baierische Convcntionsthaler,Zwanziger, Ducaten, holländische Ducaten, spanische Pia-ster. Das türkische Geld ist gesetzlich ausgeschlossen, den-noch wird in den bedeutendsten Handelsstädten nach türki-schen Piastern zu 40 Para »3Aspern, oder inspanischen Piastern oder Talaris, in 100 Centesimigetheilt, gerechnet.

Maaße und Gewichte

wurden durch ein Gesetz vvm 28. Sept. 1836 durch Einführrung des französischen metrischen Maaßes und Gewichts ver-ändert. Die Einheit des Längenmaaßes ist die könig-liche Piki (Elle), dem französischen Meter gleich, und in10 Palmen (Decimeter) ä 10 Zoll (Centimeter), a 10Linien (Millimeter) getheilt, —1,4948 der früheren großenPikis. Die alte kleine Pikis ist — 0,669 der königl.Pikis.

Mgemaaß ist das königl. Stadion — 1000 Pikis;die griechische Meile — 10 königl. Stadien. Das alteStadion war — 941/) paris. Tvisen, --- 184,184 königl.Pikis.

Mchmmaaß ist die königl. Quadrat-Piki--- 100Q.-Palmen ü 100 Q.-Zoll ä 100 Q.-Linien.

/eldmaaß ist die königl. Stremma --- 1000 Q.-Pi-kis; das alte Stremma von Morea (moreotische St.) isteine Fläche von 83 alten kleinen Pikis lang und ebenso vielbreit.

tzohlmaaß ist der königl. Litre, dem franz. Litergleich, und in 10 Kotylis (Deciliter) b 10 Mystra(Centiliter) ä 10 Kubus (Milliliter) getheilt.

Gelnidemaaß ist der königl. Kilo 100 Litre.Der frühere Kilo war 33,160 königl. Litre. Im ge-wöhnlichen Verkehr wird der venezianische Stajo oderStaro 2 Bacili, i> --- 27 Ocken Gewicht gebraucht.

Im oel- und hanigmaaß sind l>/z Litre -- 1 alte Ocka,1 Litre --- Ocken.

Die Einheit des Gewichts ist die königl. Drachme,— dem franz. Gramm, und in 10 Obolen i> 10 Gran ge-theilt. Zum Wiegen der gewöhnlichen Dinge, braucht man

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