Band 
Erster Band. A - G.
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Gnechisch-Heusamcn

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Groß-Avmlur

die königl. Mine — 1300 Drachmen, — 1'/- franz.Kilogramm, — 2,6783 wiener Pfund, — 3,2071 preußi-sche Pfund. — Ein Talent ist — 100 Minen. —Die Tonne (Schiffstonne) hat 10 Talente. — DieOcka rechnet man gesetzlich---1280 königl. Drachmen,—400 früheren Drachmen, die man auch Stadera nennt;also 1 frühere Drachme --- 3>/s königl. Drachmen; die Ocka--2,2887 wienerPfd., -- 2,7367 preuß. Pfd., -- 2-/, Pfd.venezianisches Schwergewicht. Die Pinacki ist — 9 Ocken.— Der Millar(Meiler) ist — 8>/a Kantar, — 1000 Pfd.venezianisches Schwergewicht; 1 Kantar — 118,07 sol-cher Pfd. Bei Feigen rechnet man 1000 Kränze auf denMillar. — In verschiedenen Gegenden werden die Maaß-gegenstände nach der Ocka gewogen.

Griechisch Heusamen, Bockshornsamen, Sie-benzeiten, Kuhhornkleesamen, koenum graecum,Semen konuzroeci, ist der Same des schon den Alten bekann-ten Hornklees, Irigonell» k^enum xroecum I,., einer inSüdeuropa wildwachsenden und in Deutschland (in derGegend von Erfurt, Gotha und Langensalza, in Baiernbei Nürnberg und Bamberg, auch in Frankreich bei Mont-pellier) häufig gebauten Pflanze. Die 3 bis 4 Zoll langenSchoten enthalten gewöhnlich 12 dunkelgclbe, später braunwerdende Samen, die an beiden Enden abgestumpft undschief länglich mit einem schief laufenden Eindruck sind, ha-ben einen eigenthümlichen, dem des Steinklees ähnlichen,unangenehmen Geruch und schleimig-bitterlichen Geschmack.Er kommt oft auch gemahlen in den Handel, riecht aberdann weit weniger kräftig, was daher rührt, weil mandann betrügerischerweise Erbsenmehl zumischt. Gebrauch:in der Arzneikunde, besonders bei Biehkrankheiten; auchdient der Artikel zum Gelbfärben. Durch Pressen erhältman aus dem kbenum grsecum ein schleimiges Oel.

Gries wird das zu feinen Körnchen gemahlene Ge-treide genannt. Man fabrizirt vornehmlich Weizen-,Gersten-und Heidekorn- (Buchweizen-) Gries.Er dient zu Mehlspeisen und in Suppen und wird vonallen Orten geliefert, die Graupen und andere Mühlenfa-brikate liefern.— Gries wird hie und da auch der Wein-stein genannt, und Griesasche der gebrannte Weinstein.

Grödeu, ein 3 Stunden langes und 1 Stunde brei-tes Gebirgsthal im botzener Kreise in Tyrol, vorzüglichdurch die Bildschnitzereien bekannt, welche die Einwohneraus dem Holz der Zirbelnußkiefer liefern.

Gröditz, Dorf in Sachsen, Kreisdir. Dresden, AmtHayn, mit 170 Einw., einem Eisenhüttenwerk und Eisen-gießerei, mit 101 Ew.

Grodno , Hauptstadt des gleichnam. Guvern. inRußland, am Riemen, mit 9800 Ew., jährlich drei Messenund lebhaftem Handel.

Groningen, befestigte Hauptstadt der gleichnami-gen Provinz im Königreich der Niederlande, am Zusam-menfluß der Hunse und der Aa, wodurch der bis zumMeer schiffbare Canal Reiddiep entsteht, mit Handelsge-richt, 34,600 Einw., die besonders Luch, Leinwand,Papier liefern, und Handel mit Getreide, Butter, Käse,Lieh treiben.

Grönland, eine große Dänemark gehörige Insel imnördlichen atlantischen Ozean, zwischen Europa und Nord-Amerika, im W. durch das Baffins-Meer vom Baffinslandegetrennt, aber in der nördl. Ausdehnung noch unbekannt,wo es jedoch nicht mit dem nordamerikan. Festlande zusam-menhängt. Die fast unzugängliche Ostküstc fällt steil undjäh ins Meer ab, während die Westküste zwar auch steil,jedoch vom Eis freier ist und von Schiffen besucht wird. Derlange Winter ist streng, dennoch ist die Hitze des kurzenSommers oft so bedeutend, daß das Pech an den Schiffenschmilzt. Die Colonien derDänen befinden sich an derwestlichen Küste, die Ausfuhr besteht in den Erzeugnissendes Landes: Walisisch- und Nobbenspeck, Seehundsfelle,Fuchs-, Bären- und Rennthierfelle, Fischbein, Thran, Wall-rath, Eiderdunen !c., etwa im Werth von 200,000 Thlrn.,während die Einfuhr von Mehl, Colonialwaaren, Salz,europäischen Manufakturwaaren, Hülsenfrüchten rc., zu70,000 Thlrn. angeschlagen wird. Der Handel, welcher biszum Jahr 1834 Monopol der Krone war, wird ausschließ-lich mit dänischen Schiffen betrieben. Der Fischfang an dengrönländischen Küsten, durch die sogenannten Grönlands-fahrer, ist größtentheils in den Händen der Engländer,Nordamerikaner, Schweden und Franzosen. Treibholz undKnochen ersetzen das dem Lande fehlende Holz, ferner Schwe-fel, Marmor, Asbest und Chalcedon. Die ersten dänischenNiederlassungen wurden im Jahr 1421 auf der westlichenKüste gegründet und zählen als Bewohner gegenwärtig etwa300 Europäer und über 8000Eingeborne, die Eskimos sind.Die gesummten Colonien werden von zwei Inspektorenbeaufsichtigt. Im südlichen Jnspektorat liegt der bevöl-kertste und südlichste Ort Julianenhab mit 1800 Einw.,welche Rindvieh- und Schafzucht treiben und Gemüsebauunterhalten. Ueberhaupt bestehen 18 Colonien, 13 kleinereHandelsniederlassungen und 10 Missionsplätze. An derKüsteliegen eine Menge kleiner, wenig bevölkerter Inseln.

Groot, Grot, Grotchen, Liards, silberneScheidemünzen in den Niederlanden, Bremen, Hamburg.

. Groß, eine Anzahl von 12 Dutzend oder 144 Stück.In Holland heißt das Groß Gröthen und in SpanienGruessa.

Groß-Aventur, franz. Lontroct ou Obligation ä lagrosse »Ventura; ital. Arentur» gross», bezeichnet diejenigekaufmännische, aber sehr gewagte Spekulation, bei welcherman Geldvorschuß auf Waaren oder auf ein Schiff leistet,mit der Bedingung, daß, wenn das Gut glücklich an seinemBestimmungsort angelangt, der Schuldner das Kapitalnebst hohen Zinsen (Gewinn) zurückzahlt, dagegen aber,wenn es verunglückt, nicht verbunden ist etwas zu ersetzen.Eine gewöhnlichere Art des Großaventurvertrags ist die,daß man dem Schiffer oder Reisenden Waaren zum Mit-nehmen an entfernte Orte überläßt, mit der Bedingung,dieselben, nach glücklicher Ankunft, zu einem festgesetztenhohen Preise zu bezahlen, dagegen für nichts zu stehen,wenn das Gut verloren geht, was natürlich genügend zubeweisen ist. Uebrigens ist diese Art von Handelsverträgenjetzt nicht mehr üblich. Die Zinsen, welche man früher beider Groß-Aventur bewilligen mußte, betrugen gewöhnlich28 bis 80 Proc., dagegen find jetzt keine höheren, als diegesetzlichen Zinsen erlaubt.