Band 
Zweiter Band. H - Z.
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Herkclfclle

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Hessen-Darmstadt

Segangenen und verdorbenen Heringen der zweiten Sortebesteht, und 4) in Stank Hering, der in den Tonnen fastZanz verdorben ist und fast gar nichts nzehr taugt.

Allen Heringstonnen werden Zeichen eingebrannt, anwelchen man die Art und Güte der darin enthaltenen He-nnge gleich erkennen kann. So bekommt z. B. der Mai-kenshering z^ei „eben einander eingebrannte Zirkelab-schnitte rc. Die h ° lländischen Heringe gelten allgemeinkür die besten, obwohl zum Theil die von andern Nationengefangenen ihnen zuweilen in der Güte gleichstehen. Die^ländischen stehen ihnen sehr nahe; die schottischenünb größer, aber nicht so wohlschmeckend, auch trockner.Sanz den holländischen gleich sind die emdener und

er (flämischen). Weniger haltbar und kleiner sind

Fast

alton«

die dän ' ,

gut "'fü)en. Die schwedischen sind zwar oft sehraber häufig einen schwachen Harzbeigcschmack,banden aus Fichtenholz verfertigten Tonnen herrührt,sind ^ ^ holländischen Tonnen aus Eichenholz gemachtDjx den norwegischen Heringen ist es eben so.

ick- ^azösjschen werden im Allgemeinen nicht sehr ge-dx^ h bleberhaupt ist der Handel mit Heringen sehr be-

Herkelfelle ,s. Kaninchenfelle. ,

Hcrniannstadt, Hauptstadt des Sachsenlandes in^wbenbürgi

Tuch-

Handel

en, in einer großen Ebene, mit etwa 10,000 Ew.,und Teppichweberei, Gerbereien rc., ansehnlichemund Handelsschule.

sind stanz, peaux (lllx-rmino, engl. ermine,

die Felle des Hcrmelinwiescls, öliisiela erminoa, dasund f>uf>en Norden (Canada, Sibirien, Lappland

Und i^^wegen) lebt, etwas größer als ein Eichhörnchen istter ^ Kummer eine bräunliche oder rothgelblickc, im Win-seh/^" weiße Farbe hat. Die Hermelinfelle sind einb gkschä^es Pclzwerk. Man bezieht sie meistens ausstatt ^ f^ufan und Sibirien). Häufig wendet man ari-dem weißen Kaninchenfelle an. Sie werden nach

D .^wuner oder in Bündeln von 40 Stück, oder nach demDfl ^ ko, oder nach Säcken von 160 Stück verkauft,feile ^^M'zspitze ist schwarz, wodurch sich die Hermelin-, , "WN denen des ebenfalls weißen Schneewiescls aus-°°uhnen.

Hki'rnhut, Dorf und Stammort der böhmisch-mäh-2»^°" Brüdergemeinden, der sächsischen Oberlausitz, bei

Handel "E Einw., bedeut. Lcinwandweberei rc. und

. ^bl'sfvld, Kreisstadt in Kur-Hessen, Prov. Fulda,s^^^^ulda, mit 7000 Einw., Real- und Handwerks-stierb/ Kammgarn- und Baumwollzeug-Fabriken,

Herzoge,tbusch, befest. Hauptstadt der Prov. Rord--orabant im Königreich der Niederlande, am Zusammenflußb°r Dommel und Aa, mit 21,000 Einw., Fabriken fürLeinwand, Band, Stecknadeln, Messer, Spiegel, Bier-brauerei, Salzsiedern.

Hessen-Darmstadt, ist ein Großhcrzozthum imwestlichen Deutschland, und besteht aus zwei gesonderten,riueni nördlichen und einem südlichen Theil, getrennt durch

Kur-Hessen und Frankfurt. Jener Theil ist die Prov. Ober-hessen, dieser bildet die beiden Prov. Starkenburg und Rhein-hessen, zusammen 132 ?/, QM. mit (1842:) 839,687 Einw.In der Prov. Oberhessen steht das Gebirge der Vogel-berg, welches hier die Wasserscheide zwischen dem Rheinund der Weser bildet. Sie umschließt auch die an Getreidereiche Wetterau, die sich bis an den Main erstreckt. Diestark bewaldeten Berge gewähren Holz, Kupfer und vielEisen, die in Eisen - und Kupferhammern bearbeitet werden.Thon und Salz nähren die Töpferei und Salzwerkc. Be-deutend ist die Landwirthschaft, Viehzucht und der Obstbau pnamentlich werden Getreide, Flachs und Kartoffeln gebaut.Die Gerberei wird in Lauterbach,Butzbach, Schlitz, die Tuch-und Wollzcugwcbcrei in Alsfeld, Altenburg, Gießen u. Fried-berg betrieben. — Die Prov. Starkenburg wird durch,den Rhein von der Rhein-Provinz geschieden, ist reich durchFlüsse und Bäche, wodurch eine große Menge Mehl-, Oel-,Knochen-, Loh-u. Walkmühlen getrieben werden. Der Oden-wald hat in dieser Provinz fruchtbare Thäler zwischen denmit Laubholz bewaldeten Bergen. Schön ist die Bergstraße.Die Produkte sind Getreide und Spelz, die theils zu Mehlund Mchlwaaren und Graupen bereitet werden; fernerRüb-, Mohn- und Nußöl, Flachs, Gemüse, Obst, Tabak.Die Industrie schafft Leder, Papier, Tuch nebst Wollzeu-gcn, Bijouterie - und Holzwaaren, Fayence, lackirte Blech-und Eisengußwaarcn, Wagen (in Offenbach), Leinwandund Bleiweiß. — Die Prov. Rhein Hessen ist die kleinste,aber am stärksten bevölkerte, die sich besonders durch ihrenbeträchtlichen Weinbau auszeichnet, der Liebfrauenmilch,Niersteiner und Scharlachberger gewährt. Von Getreidewird Roggen nur wenig, Hafer fast gar nicht, aber vielWeizen, Spelz, Gerste, zum Ersatz der Wiesen Klee undandere Futterkräuter gebaut. Viehzucht befriedigt den Be-darf, Schafzucht ist gering, Holz mangelt. In Mainz undBingen wird die Gerberei stark betrieben; in Mainz undWorms bestehen Baumwollwaaren-, Tabak-, Weinessig-,Likör-, Blech- und Glasfabrikation und Töpfereienbcn.

— Das Großhcrzozthum trat mit Kur-Hessen zuerst demdeutschen Zollverein am 23. August 1831 bei.

Münzen und Uechnung.

ImGroßherzogthum wird nach Gulden zu 60 Kreu-zern ü 4 P fe» n i g e im 24>/.-Guldcnfufi seit 1838 durchseinen Beitritt zu der süddeutschen Münz-Convention vom28. Aug. 1837, seltener nach Thalern zu 90 Kreuzerna 4 Pfennige gerechnet. Seit dieser Münz-Convcntion werdenGulden und halbe Gulden, °/,o sein, also 22>/,„ Gul-den auf die rauhe Mark und 24>/2 Gulden auf die köln.Mark fein Silber , und seit 1839 die Vereins münze zu3>/2 Gulden — 2 Thalern im 14-Thalerfuß geprägt, imWerth der Gulden zu 17 Sgr. 1°/r Ps- preuß., oder zu48 Kreuzer 3»/g Pf. im 20-Guldenfuß, oder zu 2>/, Francs

— 2 Frcs. 14^/, Cent., der Frank zu 28 Kreuzern.

Scheidemünze in Billon sind: 6- und 3-Krcuzer-stücke in einem 27-Guldenfuß, zu >.'z fein. Alle anderen,nicht nach der Münz-Convention von 1837 und von dennicht mit contrahirenden Staaten geprägten Scheidemünzensind nickt zulässig. Eben so werden seitdem in den vereintensüddeutschen Staaten die Kr 0 nenthaler zu 2 Fl. 42 Kr.