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Zweiter Band. H - Z.
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Loheia

^latt: „Oseerrniloro trieslino etc." Diese Zeitschriften »ver-ein in der eigenen Buchdruckerei der Gesellschaft, worin 12Pressen thätig sind, gedruckt. Daneben unterhält die Gesellsch.eineLesehalle mit 230Zeitschriften. Gleich bei dcrErrichtungder Gesellschaft ward von den Stiftern der Wunsch ausge-sprochen, daß dieses Institut als Mittelpunkt für alle Un-ternehmungen, Vorschläge und Einleitungen dienen möge,welche einen heilsamen Einfluß auf den Handel und dieSchifffahrt ausüben könnten, und dieser bestimmt ausge-sprochenen Absicht verdankt unstreitig das österreichischeLlvyd die ehrenvolle Auszeichnung, daß der Fürst Metter-»ich dessen Protectorat übernahm. Diese Absicht wurdedurch die Bewilligung des Kaisers dahin verwirklicht, daßdrr frühere Wirkungskreis des Lloyd als erste Abtheilungdabehalten, und durch die Errichtung einer See-Dampf-schifffahrts-Gesellschaft die zweite Abtheilung ge-dildet worden ist. Diese zweite Abtheilung des Lloyd wurdedurch den Beitritt des Hauses Rothschild, mit seinen reichenMitteln, begünstigt und begann mit dem Bau von viergroßen Dampfschiffen. Das Vermögen dieser letztem Ge-sellschaft besteht in einer Million Gulden Conventions-Plünze, kann aber nach Maßgabe des Bedarfs vermehrtwerden. Der große Nutzen dieser Unternehmung für Oester-reich, die Schweiz, Italien und ganz Deutschland bedarfkeiner Entwickelung, da gleich anfangs der Grundsatz auf-gestellt wurde, daß in allen Fällen die Häfen Corfu,^then, Syra, Constantinopel, Smyrna und^lerandrien, nebst vielen andern Zwischenplätzen be-rührt, und die Fahrten so eingerichtet werden sollten, daßMonatlich viermal Reisende, Briefe, Gelder und Güter vonullen jenen Häfen in Trieft ankommen, und von Trieftöuhin abgehen können, zu welchem Ende mit den betreffen-den Regierungen rücksichtlich der verschiedenartigen Sani-täts-Verordnungen die nöthigen Unterhandlungen gepflogenwurden. Die Fahrten sind seitdem immer mehr ausgedehntwurden, und jetzt hat die Gesellschaft 21 Dampfschiffe von4l>l>g Pferdekraft.

Andere solche Anstalten entstanden in Liverpool, Bor-^aux, Marseille, Havre, Cette, Boston rc.

Load (Last), englisches Maaß für Getreide, Mehl,^ulz, Wolle, Breter, Bohlen, Heu, Stroh rc.

Loanda, s. Angola und Benguela.

Loango, ist ein großes Königreich auf der Westküste^sn Afrika, im nördlichen Unter-Guinea, das zwischen dem^p Lopez und der Mündung des Ambriz im N. an Ober-^»inea, im S. an Congo stößt. Die gleichnamige Haupt-

stadt

und Residenz des Königs liegt unweit der Küste am

gleichnamigen Fluß, mit etwa 18,000 Einw., Handel mit^stffer, Farbehölzern rc.

Löbau, eine der oberlaus. Vierstädte in Sachsen, amSchlvcwzwaffer, mit 2800 Einw., Weberei und Handel;Station der sächsisch-oberlausitz. Eisenbahn.

Lvcations-Scntenz, Locations-Urtheil heißtrichterliche Ausspruch, wodurch den Gläubigern einesualliten angezeigt wird, zu welcher Classe der Concurs-"'affe sie gehören, nach welcher Classe sie für ihre Forderun-gen befriedigt werden. Vgl, d. Art. Gläubiger. . u

H.

Lockt, großes Dorf, in dem gleichnamigen Jura-Thal des schweizer Kantons Neufchatcl (Neuenburg), NW.von Ncufchatel, mit 8000 Einw.; ist neben Genf Hauptsitzder schweizer Uhrmacherei, sowie der Gold-, Silber- undfeinen Stahlarbciten, zu denen die beste» Uhrniachcrwerk-zcuge, mathematischen Instrumente, Messer, Waffen ec. ge-hören; hat eine beträchtliche Spitzcnklöppclei, mehrereBankiersgeschäfte rc., und treibt mit seinen Erzeugnissen ei-nen sehr ausgebreiteten Handel.

Hauptstadt des glcichnam. Arrond. inFrankreich, Deport. Herault, am Einfluß der Salondresin den Erguc, mit 11,000 Einw., Unter-Präfectur, einemCivil- und einem Handels-Tribunal, Gencralrath für Ma-nufakturen, Lonseil äo prull'bommcs, Fabriken für Militär-und feineres Tuch, Wollspinnereien, Maschinenbauwerkstät-ten, Gerbereien rc.

Stadt in der Lombardei, SO. bei Mailand,rechts an der Adda, mit 18,000 Einw., Fayence-Fabriken,Seidenspinnereien, bedeutendem Handel mit Reis, Flachs,Getreide, ordinärem Wein, Parmesan-Käse.

Lodomericii , s. Lembcrg.

Lof, L o of, 1) Getrcidcmaaß in Esthland und Liefland;2) Handclsgewicht in Riga.

Lofodcn, große Inselgruppe an der Westküste vonNorwegen, im NordlandS-Amt; wichtig wegen des Herings-fanges, weshalb dieselbe stark besucht wird; mit 4000 Ew.Die größte Insel ist Hindöen.

Log, logen. Die Log, benannt vorn engl. Img, dasScheit; sranz. I.nc; holl. I.ox, ist ein Instrument, vermögedessen man die Geschwindigkeit des Laufes eines Schiffesermittelt. Sie besteht aus einem dreieckigen Bret, dessenbeide vorderen Seiten die Länge von 7 Zoll haben, die untereSeite aber einen Bogen bildet, dessen Enden in gerader Linie(also die Krümmung ungerechnet) 0 Zoll von einander ent-fernt sind. An dieser untern Seite ist ein Blei befestigt,und zwar von der Schwere, daß das Brctchen 4 Zoll tiefin's Wasser greift und senkrecht steht. Um es in dieserStellung zu erhalten, befestigt man an den drei EckenSchnüre, deren Enden in einiger Entfernung an eine anderelange Schnur gebunden werden, die auf dem Bord desFahrzeugs befestigt ist. Durch die sinnreiche Construktiondieser letztere», der sogenannten Logschnur oder Log-leine, ergiebt sich die Schnelligkeit der Fahrt, welche nachder Anzahl Fuß berechnet wird, die von dieser Schnur wäh-rend einer halben Minute (auf welches Zcitmaaß das In-strument reducirt ist) über Bord laufen. — Logen, mit-telst der Log die Schnelligkeit eines Fahrzeuges suchen.In jeder Stunde wird mindestens Einmal gelogt. —Logbuch wird von einigen das Tagebuch zur See ge-nannt.

li-vK-i'oi»«, Hauptstadt der gleichnam. Provinz imGeneral-Capitanat in Alt-Castilien, mit 8000 Einw.,Gerberei, Hut- und anderen Fabriken und einem wichtigenMarkt.

Loheia, Stadt und der nördlichste Hafenplatz imLande Pemen in Arabien, an der gleichnam. Bucht desarabischen Meerbusens, 18° 42' 8"n.Br. 39° 48' 30"ö.L.,die besonders starken Kaffehandel treibt.

Münzen und Rechnung, s. Mokka.

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