Lohr
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London
Maaße und Aewichle.
Das Lllcnmaaß ist der P i k, — 27 engl. Zoll oder 304,007franz. Linien.
Handelsgcwichl ist der Quinta! (Cenrner), — 100Rotoli oder Rotal a 16 Unzen ü 10 Drachmen, — 161,37Gramm. Mit diesem, dem schweren Rotolo, werden alleschweren Waaren, mit einem andern, dem leichten Rotolovon 14 Unzen a 10 Drachmen---- 403,7 Gramm werden allefeinen Waaren gewogen. — 20 schwere Rotoli macheneine Faranzula aus; — 100 schwere Rotoli von Loheiaeigentlich — 111'/, Rotoli von Dschidda, aber gewöhnlichrechnet man von letzter» 113. — Die Drachmc ist in bei-den Rotoli und auch der in Dschidda gleich.
Lohr, Stadt in Baicrn, Unter-Franken, am Einflußder Lohr und des Rechtenbachs in den Main, mit 4000 Ew.,Main-Ueberfahrt, Papierfabriken, Mahl-, Oel-, Schneide-,Loh- und Gypsmühlcn, Eisenhämmer, Blechwalzwerk, Ger-berei, Eisenschneide- und Wcrkzcugschmieden, Niederlagevon Spiegeln und Tafelglas der Hütte zu Weibersbronn,Schiffbau, Schifffahrt, Holzhandel.
1) Stadt in Granada in Spanien, am Jenil(Lenil), mit 18,000 Ew., Jndicnne- und Papierfabriken,Kupfergießerei. — 2) Hauptstadt der gleichnam. Provinzin Ecuador, Depart. Assuay, S. von Cucnza, in einem schö-nen Thal der Anden, mit 10,000 Einw., Cochenille, Quin-quina, Goldminen.
Lokcren, Stadt in Belgien, Prov. Ost-Flandern, ander Drume, mit 16,300 E., Fabriken für Segeltuch, Tabak,Calicot, Siamoisen, Gerberei, Salzrafsincrie, Eisengießerei,beträchtliches Bleichen für Leinwand und Garn, Flachs- undHanfzubereitungsfabriken, Handel mit Flachs, Hanf, Oel,Leinwand, Getreide, Kolonialwaarcn ic.
Lokicc, die polnische Elle; s. Warschau undKrakau.
Lombard, s. Leihbanken.
Lombardei, ist eine der beiden Provinzen des zuOesterreich gehörigen und seit 1313 gebildeten Lombar-disch - Venezianischen Königreichs, die andereVenedig. In der Staatsverwaltung bildet die Lombardeidas Gubernium Mailand, und die Provinz Venedig dasgleichnam. Gubernium. Das ganze Königreich liegt zwi-schen der Schweiz und Tyrol N,, dem adriatischen Meerund Jllyrien O., dem Kirchenstaat, Modcna, Parma S-,dem Königreich Sardinien S. und W., und davon durchden Ticino und Lago-maggiore geschieden; im N. und O.durch die Alpen gebirgig, gegen S. eben und niedrig, zumTheil Marsch- und Sumpfland und Lagunen. Die Flüssesind der Po, mit den Nebenflüssen Ticino, Olona, Lambro,Adda, Brembo, Serio, Oglio, Mella, Ehiese, Mincio,Sccchia, und in das adriatische Meer münden der Taglia-mento, Livenza, Piave, Brenta,Bacchiglioni,Adige(Etsch).Von den vielen Seen sind bemerkcnswcrth der Lago-maggiore mit den schönen zum Königreich Sardinien gehö-rigen borromäischcn Inseln, der größtcntheils zur Schweizgehörige Lugano-See, dann der Eomo-, Jseo-, Jdro- undGardä-See. Viele Kanäle, theils für die Schifffahrt, theilszur Entwässerung des Landes, durchschneiden das Land.
Wichtig sind die beiden Gebirgsstraßen, über den Splügenund über das stilfser oder wormscr Joch (Monte Stclvio),die bei Pradt im Etschthal die Poststraße erreicht. Die bei-den Provinzen sind die fruchtbarsten in Oesterreich. In derLombardei wird vorzugsweise Mais gebaut, jährlich 4 bis4'/2 Mill. Wetzen, Weizen 2'/z bis 3 Will. Metzen, auchHafer, Korn, Gerste. Im Mailändischen ist die Viehzuchtstärker als im Gub. Venedig, und gewährt den berühmtenParmesan - und Strachino-Käsc. Beträchtlich ist auch derErtrag des Weinbaus, wenn der Wein auch meist schlecht istund sich nicht lange hält. Für die Industrie und den Handelsehr wichtige Erzeugnisse sind Seide, Hanfu. Flachs. Letztererist kürzer und weniger üppig als der böhmische, aber weißerals der deutsche, dabei mild und fest, daher auch theuerer.Er wird in der ganzen Lombardei, am meisten aber umCrema, Lodi, Parma, Eomo gebaut, der Hanf in den Euga-neen, so wie in den Thälern von Eomo und Bergamo, undbei Varese giebt er sogar zwei Erndten. Die Industrie be-schäftigt Fabriken für Seide, Tuch, Baumwollzeuge, Glas ic.Der Handel ist bedeutend. Die Lombardei, 377 östcrr.QM. mit 2,700,000 Einw., ist in die Delegationen: Mai-land, Brescia, Cremona, Mantua, Bergamo, Eomo,Pavia, Lodi, Sondrio; Venedig, 411 Lsterreich. LMeil.mit 2,200,000 Ew., in die Delegationen: Venedig, Verona,Udine, Padua, Vicenza, Treviso, Rovigo und Belluno ein-getheilt.
Münzen, Maaße, Semichle s. im Art. Mailand undden Hauptstädten der Delegationen.
Lombard-Teheiue, heißen die Billets der Reichs-leihbank in Rußland.
Lombok, eine der Sunda-Jnseln, durch die gleichn.Straße W. von der Insel Bali geschieden. Die Lage bei-der Inseln ist für den Handel ungcmein günstig, vielleichtmehr als die der anderen Inseln im indischen Archipel. Sieliegen auf dem Wege, den die von Java und den westlichvon Eelcbes liegenden Inseln nach den Molukkrn und denübrigen ostindischen Inseln, so wie aus Europa und Neu-Holland nach Ehina fahrenden Schiffe gewöhnlich einschla-gen. Die durch diese Inseln gebildeten Meerengen (Stra-ßen) sind, wie die des ganzen Sunda-Archipcls, sehr sicherund werden in gewissen Jahreszeiten sogar der Sundastraßevorgezogen. Bali und Lombok bieten dem Handel mitChina und den östl. Inseln eine Masse gesuchter Erzeugnisse,namentlich Reis. Auf Bali wird der Handel von Chinese»und Bugis betrieben. Seit einigen Jahren ist auch ei»europäischer Kaufmann in Konta im Reich Bandong an-sässig. Das von den Holländern 1830 gegründete Comptoirist wieder aufgehoben. Auf Lombokist der Handel beson-ders in den Händen des Herrn King und der ihm unterge'denen Chinesen und Bugis. Herr King hat sich zu Anpan-nam 1834 niedergelassen. Er zog die Schiffe von Sidncvund Mauritius hierher. Lombok führt ohngcfähr 14,0<>0und Bali 7000 Tonnen Reis jährlich aus. Der sechsteTheil davon geht nach Java und Singapore und dasUcbrige auf englischen Schiffen nach China oder n»üCelebes.
London, die Hauptstadt des britischen Reiches, d>terste, reichste und bevölkerlste Handelsstadt der Erd0