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Luzcrbatzen
Luzerbatzen oder Luzerschillinge heißen die imschweizer Kanton Luzern geprägten Batzen und Schillinge.
Luzern, Hauptstadt des gleichnam. schweizer Kan-tons, am Ausfluß der Reuß aus dem Vierwaldstädtersee,mit 7000 Einw., die einen besonders lebhaften Speditions-handel über den See und die Gotthardtsstraße, so wie Han-del mit Kolonial-, italienischen - und Landesprodukten trei-ben, auch Wagen bauen und sich mit Seiden - und Baum-wollweberei, Brauerei rc. beschäftigen.
Der Kanton treibt starken Getreide- und geringenWeinbau, hat wichtige Viehzucht im Süden, Sandstein-brüche und im Ganzen nur wenige Fabriken.
Man rechnet nach schweizerFrancS oder bivreszu 10 Batzen a 10 Rappen, oder nach Francs zu 100 Rap-pen, 35,5984 Francs auf die köln. Mark f. Silber. Wertheines Franken: 11 Sgr. ö>/>2 Pf-, — 40 Kr. im 24>/2-Gul-denfuß.
Früher rechnete man nach Gulden zu 40 Schil-lingen oder zu 60 Kreuzern, im Iahlwerth desfranzös. neuen Louisd'or zu 12 Gulden, oder des französ.Laub - oder Neuthaler zu 3 Gulden, wonach 26,708 Guldeneine köln. Mark fein Silber ausmachten, und der Wertheines Guldens 15 Sgr. 8'/,, Pf., ----- 54 Kr. 3,470 Pf.
Von den ehemaligen Rechnungs münzen hatte1 Krone 2 Gulden, 30 Batzen, 80 Schillinge, 120 Kreu-zer, 320 Rappen, 480 Angster, oder 060 Heller. DasPfund hatte 20 Schillinge.
Kronen, Gulden und Pfund waren fingirte Münzen.
Wirklich geprägte Münzen:
In Gold: Ducaten, einfache, doppelte und fünf-fache; die einfachen im Feingehalt von 23 Karat 5 bis 6Grän und 67^/, Stück auf die Bruitomark köln.; 60',^ bis69,4377 Stück auf die feine köln. Mark Gold. — Ein-fache und doppelte Pistolen, neue Louisd'or ge-nannt, zu 12 und 24 Gulden; die einfachen vomJahr 1794zu 21 Karat 7>/^ Grän fein, 30«,z Stück auf die rauheMark, 34,215622 Stück auf die feine köln. Mark Gold.
In Silber: Ganze und halbe Neuthaler z» 40und 20 Batzen; ganze und halbe Gulden zu 40 und 20Schillingen. Stücke von 1705, 1706, 1814, 1817 hatten14 Loth 7,8 oder 2 Grän, theils auch, besonders die halbenvon 1795, nur 13>/z Loth fein. Von den neueren, von1814 und 1817, gehen 8 bis 8>/z Stück auf die rauhe, 0,017oder 9,231 Stück auf die köln. Mark fein Silber. — DieGulden von 1793 waren 13>/„ Loth und die halben G.12 Loth fein, so daß 37>/z bis 38'/, Stück auf die köln.Mark fein Silber gehen.
Stücke von 10, 5, 1 und >/z Batzen; Schillingeund Kreuzer. Diese Scheidemünze war sehr geringhaltigund wurde von den übrigen Kantonen theils verboten, theilsherabgesetzt.
In Kupfer: Rappen, 4 auf den Schilling, undAngster, 6 auf den Schilling.
Von fremden Münzen cursircn französische 20- undö-Franksbrabantcr, deutsche Kronen - und Conventions-Thaler, deutsche nebst züricher Gulden.
In Wechselangelegenheiten richtet man sichnach St. - Gallen und Zürich.
l-son
Maaße und Seimchle sind:
Gesetzlich sind seit 1838 die neuen schweizer odersogenannte Concordats-Maaße gültig; s. den Art.Schweiz. Die bisher gebräuchlichen luzerner:
cängenmaaß. Der Fuß Holz- und Heumaaß istderrheinländische von 130,13 französ. Linien oder0,31385 Meter. — Der Stein schuh (Bau- und Feld-maaß) ist — 126 franz. Linien oder 0,284234 Meter, -----0,94745 neuen schweizer Fuß.— Der nürnberger Fuß,den die Zimmerleute brauchten, — 134,675 paris. Linien, ---0,3038 Meter, — 1,01268 neuen schweizer Fuß. — Derpariser Fuß, für Tischler, Schlosser ic., —144 franz.Linien, — 0,32484 Meter, — 1,0828 neuen schweizer Fuß.
— Die Elle ist 2 rheinländ. Fuß lang, oder — 278,46franz. Linien oder 0,6282 Meter, —1,04692 neuen schweizerEllen. — Die Klafter — 3 luzerner Ellen, oder 6 rhein-ländische Fuß, ---- 1,04692 neue schweizer Klafter. — DieRuthe hat 10 luzerner Fuß, — 0,04745 neue schweizerRuthen.
/eldmaaß. Der große Juchart enthält 45,000,der kleine Juchart 31250 Quadrat-Steinschuh; jener
— 1,01 neue schweizer Juchart, dieser — 0,70 neue schwei-zer Juchart.
Gelieioeniaaße. Das Malter hat 4 Mütt r> 4 Viertela 10 Jmmi a 16 Primen; das Malter — 3,69446 neueschweizer Malter. — Der Inhalt der Getreidemaaße istin den einzelnen Gegenden des Kantons sehr verschieden.JnderStadtLuzern enthält das Viertel 1752 franz.Kubikzoll oder 34,75334 Liter. Das Hof- oder St ist s-Vicrtel zu Luzern enthält nur 1346 franz. Kubikzolloder 26,70 Liter.
/lüsßgkeilsinnaß. Der Wein-Saum hat 3>/z Ohmoder 100 Maaß ö 4 Schoppen, — 1,15246 neuen schweizerSaum. Die O hm hat 30 Maaß.
Die Maaß enthält beim Weinmaaß — 38,732franz. Kubikzoll, --- 0,7683 Liter, ---- 1,1524600 neuenschweizer Maaß. Der Milch-Saum hat 100 Maaß zu2 halben Maaß a 2 Viertel-Maaß ö 2 Achtel-Maaß,116,25 Liter, ----- 1,7438 neuen schweizer Saum.
Hanlielsgemlcht ist das zurzacher, s. Zürich. DasPfund — 36 Loth ä 4 Quintlein, — 1,057706 neueschweizer Pfd., — 528,898 Gramm. — Man rechnet auchwohl in ganzen Zahlen: 100 luzerner Pfund — 108 Pfundaltes franz. ?oicls äo marc.
Eold- und Silbei'geivicht war theils das alte pariserMarkgewicht, theils das erwähnte zurzacher.
MiniMnncht war die pariser Mark.
Medicinal- und llpothekergewicht ist das nürnberger, ^0,715902 neue schweizer Pfd.
Lyck, Kreisstadt in Preußen, Regierungsbez. GuM-binnen, am gleichnam. See, mit 3000 Ew., Tuchweberei,Papiermühlen; Gymnasium.
s. Bärlapp samen.
I , Stadt in England, Grafschu^
Dorfet, W. bei Dorchester, mit 3000 Einw., vorzüglichesKunsthafen, Seebädern, beträchtlicher Fischerei, Handel.
Stadt in der Grafschaft Esser in Mass^chusetts, NNO, bei Boston, am atlantischen Ozean, w>'t