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Zweiter Band. H - Z.
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Magellansche Rinde

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Mahagony-Holz

und so weit ausdehnen, als andere Handelsstraßen der Oder,der Weser oder des Rheins nicht durch geringere Bezugs-Unkosten entgegen traten. Bekannt ist es, daß Magdeburgselbst nach Böhmen, Ungarn und Tyrol einen lohnendenHandel treiben konnte." Rücksichtlich der gegenseitigenVerhältnisse der binnenländischen Handelsstädte ergiebt sichhieraus, daß Magdeburg im Geschäft mit Kolonialwaaren,Baumwolle, Twist, Rosinen, Heringen !c. das nahe Leipzigbei weitem übertraf, während Leipzig jetzt wieder durch di-rekten Bezug dieser Waaren von Hamburg, Rotterdam rc.gewinnt, begünstigt durch die Verkehrsmittel der Eisenbah-nen -c., während Magdeburgs Handel immer mehr von je-ner früheren Beträchtlichkcit verliert und selbst von Stettinübertreffen wird. So betrug der Eingangszoll im Steuer-Amt zu Magdeburg 1843: 1,617,283, 1844:1,483,489Thlr.; zu Stettin 1843 : 2,033,844, 1844: 2,208,011 Lhlr.— Magdeburg hat seit 1829 einen Weltmarkt, der seit1842 vom 27. bis 29. Juni gehalten wird, und ist auch derSitz einer Waffer-Assekuranz-Compagnie, der VereinigtenMagdeburg-Hamburger Dampfschifffahrts-Gesellsch., so wieder beiden Direktorien der Magdeburg-Köthen-Halle-Leip-ziger und der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesell-schaften.

Münzen, Rechnung, Maaße und Gewichte die preu-ßischen.

Der Eurs ist der vonBerlin. Das preußische Land-recht verordnet H. 866: „In Magdeburg und Frankfurt ander O. muß die Einlösung der (hier zahlbaren) Markt- oderMcßwechsel längstens den vierten Tag der Zahlwoche er-folgen."

Magellansche Rinde, s. Winters rinde.

dlinäanao, die südlichste undnach Luzon oder Manilla die bedeutendste der Philippinen-Jnseln, die aus zwei durch eine Landenge verbundenen Halb-inseln besteht; 1681 QM. mit 1,000,000 Einw. und miteiner gleich». Stadt auf der SOseitc der Jllana-Bai auf derSüdküste. Die Spanier haben sich auf einigen Punktenunter den Eingcbornen, die sehr gefährliche Seeräuber sind,festgesetzt. Die Produkte der Insel sind besonders Muskat-nüsse, Gewürznelken, Zucker, Sago, Betel, Zimmt, Reis,Büffel, Schweine rc.

Münzen und Rechnung.

Statt desGe ldes bedient man sich des chin esisch enKangan, welcher in einem Stück grober, durchsichtig ge-webter Leinwand von 6 engl. Parks Länge und 19 engl.Zoll Breite besteht. Ein Pack von 25 solcher Stück oderKangans machen einen Gantang aus, den man --- 10spanische» Piastern hält, also -- 14 Lhlr. 14 Sgr. 1»/- Pf.preuß. -- 23 Fl. 19 Kr. 1'/- Pf. im 24>/2-Guldenfuß, -----20 Fl. 40 Kr. 1-/- Pf., -- 2>/i2 Pfd. Sterl., ----- 34 Francs26>/, Cent., also derKangan: ----17 Sgr. 4 Pf. preuß.----1 Fl. — Kr. 3>/,o Pf. im 24>/2-Guldenfuß. Außerdembraucht man als Münze auch den Cowsong oder Cow-soong, eine schwarz gefärbte Art Nanking, und den Kom-p 0 w, eine dichte, weiße chinesische Leinwand. Eine wirk-licheMünze, die hier gebraucht wird, ist derchinesische Cash(Käsch) oder Li, von dem man veränderlich I60bis 180 St.auf den Kangan rechnet.

Maaße und Gewichte.

Der Gantang wiegt ohngefähr 4 engl. Pfd. av. ä. x-oder 1,8144 franz. Kilogr. 10 Gantangs machen einenBattelaus, der ein cylindrisches Maaß von 13>/2 engl-Zoll Höhe und eben so viel Durchmesser ist, — 1596 franz.Kubikzoll Inhalt.

Magnesia , kohlensaure Magnesia, kohlen-saure Talkerde, weiße Magnesia, zuweilen auchkohlensaure Bittererde, lat. Magnesia alba, Magnesiacarkonica, Lardonas Magnesien», zuweilen auch Magnesiamuriatica genannt, wurde früher vorzüglich schön in Eng-land bereitet, so daß deshalb die leichte, reine und schönweiße Magnesia angüca genannt wurde. Indessen wird sie jetztlängst eben so schön auch in deutschen Fabriken dargestellt.Sie ist ein lockeres, blendend weißes, mehr oder wenigerleichtes, geruch- und geschmackloses Pulver, welches mangewöhnlich in länglich viereckige Stücken von 8 bis 10 Lothformt. Es löset sich leichter in kaltem, als heißem Wasserauf, sehr leicht aber in verdünnter Schwefelsäure, ohne daßdie Auflösung trübe ist oder ein Rückstand bleibt. Man be-reitet es fabrikmäßig aus bitter salzhaltigen Mineralwas-ser», so wie aus der Mutterlauge des Seesalzes und solcherSalzsoolen, welche salzsaure Talkerde enthalten, indem manals Fällungsmittel kohlensaures Natrum braucht. In denApotheken bereitet man es aus 10 Theilen Bittersalz und12 Th. kohlensauren Natron oder Kali, jedes Salz beson-ders, in der doppelten Menge kochenden Wassers gelöst, unddie Lösungen, nachdem sie siltrirt worden, heiß mit einandervermischt. Beide Salze wechseln gegenseitig ihre Bestand-theile; es entsteht kohlensaure Magnesia, welche als ein wei-ßer, aufgequollener Niederschlag erscheint, und Glaubersalz,welches in dem vorhandenen Wasser gelöst bleibt. DieseMischung wird einige Minuten lang gekocht, damit die über-flüssige Kohlensäure, welche einen großen Theil der Magnesiaflüssig erhält, entfernt werde, sodann mit mehr siedendemWasser verdünnt und hierauf durch Leinwand geseiht. Dirzurückbleibende Magnesia wäscht man dann noch so langemit kochendem Wasser aus, bis dieses ganz geschmacklos ab-läuft, und trocknet sie auf Druckpapier oder Leinwand aneinem mäßig warmen Orte. Es wird körniger und schwe-rer, wenn die Auflösungen beider Salzbestandtheile im con-centrirten Zustande vermischt wurden. Der körnigere ver-mischt sich leichter mit anderen Pulvern, das leichte dagegenleichter mit Mixturen, im Gebrauch zu den Heilmitteln.Zuweilen wird die Magnesia mit Kreide oder Gyps ver-fälscht; in diesem Fall löst sie sich nicht vollständig in Schwe-felsäure auf. Eine reine weiße Magnesia darf, mit Wasserangerührt und zwischen Curcumä-Papier gelegt, dasselbenicht rothen, auch dem damit gekochten Wasser keinen salzi-gen Geschmack geben, oder Baryt- und Silbersalze fällen;sie ist dann mit kohlensaurem Alkali, schwefel- und salzsau-ren Salzen verunreinigt. Mit Stärkemehl verunreinigt,giebt sie einen Kleister. Der hauptsächlichste Gebrauchder Magnesia ist der in der Arzneikunde als säuretilgendesMittel.

Magnettes, s. Leinwand.

Magscmlen, s. Mohnsamen.

Mahagony-Holz, franz. liois ä'ocojou, äe Mob»'xoni; engl. öloknxonz,-oder lainaica-cvooä; ital. l-exno moxalio,