Mandwcca
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Um aus ranzig gewordenen Mandeln noch ein gutes Oel zuerhalten, soll man beim Pressen etwas Magnesia zusetzen.Gebrauch: In der Medizin; ferner als Hauptmasse fürverschiedene Parfümerien, wozu es sich wegen seiner Geruch-losigkeit vorzüglich eignet, und zu feiner Seife. 3 PfundMandelöl geben mittelst Natronlauge 4>/z Pfd. feste Seife.Verfälscht wird es mit Mohnöl, was man aber durchSchütteln in einer Flasche erkennt, wobei sich Bläschen ent-wickeln, die sich an die Wände anlegen, was beim reinenMandelöl niemals geschieht. Die Beimischung von Baumölerkennt man an dem Geruch und an der Gerinnbarkeit. Ingut verschlossenen Gefäßen hält es sich ziemlich lange unver-ändert, in offenen Gefäßen wird es aber leicht ranzig.Mandiocca, s. Manioc.
Mangal, s. Mangelin.
Mangalore, Mangalur, Mandagara, Koryal,im Küstenlands Kanara in Hindostan, in der PräsidentschaftMadras, an einem schönen See, der mit dem Oman-Meerin Verbindung steht und den Komardanin aufnimmt, miteinem besuchten Hafen, mit etwa 40,000 Einw. Die Stadttreibt einen starken Ausfuhrhandel mit Reis, Pfeffer, Kassia,Saffran, Betel, Sandelholz. Der Hafen kann keine Schiffeaufnehmen, die über 10 Fuß im Wasser gehen, aber der An-kerplatz an der Flußmündung ist gut.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet im Handel nach Sultanin-Pago-den zu 4 Rupien d 16 Annas. Die Pagode wird aberauch in 10 Hunas oder Imnams ä 16 Annas eingetheilt;diese Annas, deren 16 — 1 Huna, sind aber sehr verschie-den von den Annas, deren 16 eine Rupie ausmachen, und essind 4 Annas der Rupie — 10 Annas der Huna. DenWerth der Sultanin-Pagode und die übrigen hier umlau-fenden Münzen s. unter dem Art. Seringapatnam.Seit Juli 1833 soll gesetzlich nach Compagnie-Rupienzu 16 Annas gerechnet und die Zahlungen darin geleistetwerden; indessen kursire» noch mehrere Sorten Pagoden,wie dieSultanin- oder T i p p o s - P a g o d e n, Baha-darv- oder Hyder-, Kristna- oder Mysore-, Jkeri-oder S w am y-Pagoden, jede derselben im Werth — 4Rupien; ferner Stern - oder Madras-Pagoden —3>/s Rupien, und Porto-Novo-Pagoden^3Rupien.Außerdem giebt es Canter-Raya- oder Jkeri-Fa-nams — Vs Rupie, und Virraya-Fanams —>/4Rupie. — Die Rupien von Surate und Madras stehenin gleichem Werth, — 8'/? Silber-Fanams, im Handel —lODubs oder Dubus, aber im gewöhnlichem Verkehr —14 Dubs.
Die kleinsten Münzen sind die Kupfermünzen,nämlich die in England geprägten Bombay-Pice, sowie die Tipp o-Dubs, mit ihren Theilen von '/z-,'/z-'/«-Stücken.
Maaße und Smichte.
Das hahlinaaß ist nach einer bestimmten Gewichts-menge gebildet, daher beides auch Seer (Sihr) genanntwird.
Geireidemaaß ist der Pucka - Scer (Pöcka-Sihr), vondem 32 einen Moreh oder Mudi (Mjudi) ausmachen.
Mani - oder Mam'lharz
Er wird gebildet, indem man Salz und neun der gewöhnst'chen Getreidearten zu gleichen Theilen mischt im Gewicht zu84 alten Bombay-Rupien, jede zu 178 bis 179 engl. Lroy-Grän. Der Raum, welchen diese Menge ausfüllt, ist dasMaaß des Seer. Etwas stärker ist der Seer, welcher ge-wöhnlich im Bazar gebraucht wird, ohngefähr —2800 engl-Kubikzoll, — 1,302 alte engl. Winchester-Bushels, —1,262engl. Jmperial-Bushels, — 43,88 Liter, — 2313 par. K.-ZolstWie das Getreide wird auch das Salz und Pfeffer ge-messen; aber der Pucka-Seer bei dem Pfeffer wird an Ge-wicht —31'/2 alte Bombay-Rupien, — 9218>/r engl. Troy-Grän, — 21,07 engl. Unzen av. 6. p., — 1,317 engl. Pfd.av. ä. x., — 0,8973 Kilogr. gerechnet.
Die Pächter verkaufen ihre Früchte nach folgenderMaaßen: den Mudi oder Moreh zu Kultisch igehs»14 Hanis. DerHani wird zu 64'/, engl. Kubikzoll, °°°1,08 Liter; der Mudi der Pächter — 1,2824 alte englischeWinchester-Bushels, --- 1,214 engl. Jmperial-Bushels, ^44,132 Liter gerechnet.
Reis wird mit dem Kohrdsch gemessen, — 42 Ro-bins, — 49 Bazar-Morehs, also ohngefähr — 7,73 engstJmperial-Quarters, — 22,48 Hektoliter.
handekgewicht. Die Gewichtsmenge wird ebenfalls nachdem Seer (Sihr), also nach dessen Gewicht, bestimmt.So hat der Maund (Mäh n d), nach dem man die Waarenauf dem Markt verkauft, 46 Seers a4297 engl. Troy-Grä»,— 28,237 engl. Pfd. av. ä. p., — 12,808 Kilogramm.Derjenige Maund, nach welchem die Kaufleute einkaufen,und auch die englisch-ostindische Compagnie kauft und ver-kauft, wiegt 16 alte Bombay-Rupien mehr, also 28,6466englische Pfund av. ä. p., oder — 13 Kilogramm. — DerMaund für Moskovade (Jaggery) hat 40 Seers, ^24,8843 englische Pfund av. ä. p. , 11,1376 Kilo-
gramm.
Nach dieser verschiedenen Größe des Maund ist auchder Kandy (Kändy) oder Behrju (Baru), — 26Maunds, verschieden; also entweder 864,73 engl. Pfundav. ä. p., — 236,16 Kilogramm; oder—372,93 engl. Pfd-av. ä. p., — 239,88 Kilogr.; oder — 491,086 engl. Pfd-av. ä. p., — 222,78 Kilogr.
Die Seide wird nach dem Seer, in Halbe, Viertel,Achtel und Sechszehntel getheilt, gewogen, — 4297 engl-Lroy-Grän, — 278,44 Gramm, — 8793 «/,5 hollän-dische As.
Mangan, Manganerz, Manganoxyd, wirdin der Chemie und Mineralogie der Braunstein gr°nannt.
Mangeln», Mangal, ein nominelles Perlengewi^,'n den englisch-ostind. Präsidentschaften Bombay u. Madras,zur Bestimmung des Preises dieses Juwels; s. die Arr-Madras und Chow.
Mangir, s. Mankir.
Manifest, nennt man das genaue Verzeichniß allereinem Schiffe verladenen Güter; s. den Art. Connof-s a m e n t.
Mani - oder Manilharz kommt von einem aufGuinea heimischen Baum, ölurvnvdoa coccinoa äudl., h^r
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