Mnilla
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Nunillu
wird zum Theeren der Schiffe und zu Pechfackeln ge-braucht. Seit einiger Zeit kommt es in den französischenHandel.
die Hauptstadt der Insel Luzon, dergrößten der Philippinen und die Hauptniederlassung derSpanier im Orient, auf der Westküste der Insel, am Ost-Wade der gleichnam. Bai an der Mündung des Passig-8chsses, der für kleine Fahrzeuge schiffbar ist und eine bedeu-tende Straße in das Innere bildet. Die Stadt zählt ohn-grfähr 188,000 Einw., von denen 3 bis 6000 Europäerstnd. Die kleineren Schiffe ankern auf der Rhede, im An-gesicht der nördlichen Bastion R. 37» O., in fünf Faden^-iefe und ohngefähr 1 englische Meile von der Flußmün-bu»g; große Schiffe ankern zu Cavita, 3 Meil. südwärts,w sich ein guter Hafen befindet, der gegen die West- undSWwinde sicher ist. Das Arsenal, die Schiffswerfte undg^ße Waaren - Magazine befinden sich zu Eavita, das20,000 Einw. hat und durch das Fort St.-Philipp geschützt'Ib- Die Stadt Manilla ist mit einem Wall und Thürmen,so wie durch Bastionen befestigt und es giebt hier eine Han-belskammer, so wie auch eine aus Actien gegründete Asseku-ranz-Gesellschaft, von spanischen Kaufleuten gebildet, Agen-da aller Canton-See-Affckuranz-Gcsellschaften, ein franzö-sisches, ein nordamcrikanisches und ein belgisches Consulat,Mehrere spanische (17), Nordamerikanische (2), englische (6).Handelshäuser.
Das Klima der philippinischen Inseln ist, ob sie gleichUnter dem Wendekreise liegen, ziemlich gemäßigt. Der^oden ist verschieden, größtcntheils aber außerordentlichsruchtbar. Im I. 1819 sollte der ganze Archipel 2,249,882and Luzon allein 1,376,222 Einw. haben, die in keiner Hin-sicht den Europäern nachstehen, Zimmerleute, Tischler,Schmiede, Goldschmiede, Weber, Maurer rc. sind. Dieanzüglichsten Artikel der Ausfuhr bestehen in Zucker, Hanf,Indigo, Cigarren, Baumwolle, Kaste, Reis, Sapan-Holz,Perlmutter, Vogelnestern, Tripangs oder decke äe mer,gedörrtem Rindfleisch, Häuten, Ebenholz, Goldstaub :c.;b'e Einfuhr dagegen in Zeugen zur Kleidung, Eisen, Kurz-waren, Meubles, Waffen, Schießbedarf rc. Bemerkens-wert ist indessen, daß die zunehmende Zuckerrohr-Kulturbie Baumwolle, obschon auf der Insel eine sehr gute Sortewächst, immer mehr verdrängt. Im Jahr 1832 kamen^6, 1838 nur 130 Schiffe in Manilla an, und die Einfuhrbatte im Jahr 1832 einen Werth von 1,669,194, 1838:^'148,000, u. die Ausfuhr 1832 einen Werth von 1,849,330,^08: 1,608,263 Dollars. Im Jahr 1833 erzeugte Luzon^ Milk. Pfd. Zucker. Im Jahr 1846 betrug die Ausfuhrv°n Manilla 322,000 Piculs Zucker, 13,000 Piculs Kasse,^4,200 Piculs Hanf, 10,000 Piculs Häute, 33,000 Pic.^»van-Holz, 13,000 Pic. Reis, 14,000 Quintals Tabak,^,400,000 Stück Cigarren und 8100 Piculs Hanf-Taue."" Die 1838 eingelaufenen Schiffe waren 46 spanische, 36Wische, 28 amerikanische und 11 chinesische. Ohngeachtetos Differcntialzolls zu Gunsten der spanischen Flagge, der4, 18, 23, 30, 40, 30, sogar 60 Proc. 0(1 Valoren: im Zoll-haus-Tarif festgesetzt ist, hat der Verkehr der Hansestädtewt Manilla eine größere Bedeutung erlangt. Von Ham-Nrg fuhren 1839: 3 Schiffe dorthin, und ankamen 1839:, 1840: 4, 1841: 4 Schiffe und brachten von dort 1840
für 329,800 Mk. Bko., und führten dort ein für 430,300Mk. Bko. und 1841 brachten sie unter andern 430 BallenManilla-Hanf.
Die Chinesen haben beinahe ausschließlich den Handelder zweiten Hand, machen aber ihre Käufe auf Kredit, sodaß sie in Quoten wochenweise die Kaufsumme abzahlen.Sie handeln auf das Wort, ohne Quittung und Promessenzu geben oder zu nehmen; sie haben den Kredit, den sie dabeigenießen, noch niemals getäuscht. In diesen Verhältnissenist das Nelcrcclere hier unvermeidlich. Durchschnittlich mußman bei dem Verkauf von Waaren und bei dem Einkaufeiner vollständigen Rückladung in Manilla 3 Procent Ver-kaufs - Commission, 5 Proc. Einkaufs-Commission und2>/2 Proc. velcreäere rechnen; nur die amerikanischen Häu-ser nehmen 2>/z Proc. Commissionsgebühr. Die Einkäufeder hiesigen Landesprodukte geschehen nur pr. conwnie.
Die Hafen-Abgabe für fremde Schiffe besteht in demTonnengelde von 2 Ilcolos, oder >/, Dollar i>r. Register-Ton; und 15 bis 20 Dollars, je nach der Größe des Schif-fes, für den Besuch des Hafen-Capitains, des Sanitäts-Ofsiciers, Paß :c.
Assekuranz-Prämien betragen, je nach der Jah-reszeit und Art der Ladung, gewöhnlich: 2>/2 bis 3 Proc.nach Spanien, 2 bis 2>/2 Pc. nach England, den Vcreinigten-Staaten und Sidney, ^ bis 1 Proc. nach Singapore, >/?bis 1 Proc. nach China.
Man rechnet nach llcsos oder spanisch enPiasternzu 8 Koalas ä 12 6ranos als eingebildetem Münzwerth (Rech-nungsmünze), daneben aber auch den spanischen Piaster zu20 lluarws oder zu 100 Onw. Im Silber - und Aahlwerthmachen wirklich geprägte spanische und mejicanische Piasteroder Dollars ip/, Stück eine köln. Mark sein Silber, also1 — 5 Francs 38«/i3 Centimes, im gewöhnlichen Verkehraber 3 Francs 40 Cent. gerechnet.
Der Wechsel-Curs auf Calcutta (Bengalen) ist40 (mehr oder weniger) Piaster für 100 Compagnie-Rupien; auf Kanton (China) in Dollars oder Piaster gegendieselbe Münze procentwcise; oder auch 1 span. Piastergegen Schillinge und Pences. Es gilt das im MutterlandeSpanien in Kraft befindliche Handelsgesetzbuch.
Maaße und Gewichte sind die spanisch-castiliani-schen.
Als Mmmaaß auch im Großhandel der englische P ard,neben der castil. Vara im Kleinhandel.
Als /lüssigkeitswaaßder alte englische Wein-Gallon.
Als Gewicht auch der chinesische Picul.
/elvmaaß ist die Lakalita.
Reismaaß ist der Laban oder Lobang, dessen Größe abersehr verschieden ist und nach dem Gewicht zwischen 96 bis135 engl, Pfd. wechselt. Im Großhandel kauft man denReis nach Picul.
Cocos nußöl kauft man nach der Tinaja, die 12Gallons und 673/5 span. Pfund enthält.
Das gewöhnliche Handelsgewicht im Großen ist derPicul, — 100 Cätty's L 16 Läls, — 3 span. .ärrodasoder l'/j engl. Centner. Der 4rroka ist fast — 231/2 engl.Pfd. — Der tzuinwl, der auch gebraucht wird, ist — 102
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