Marburg
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Marie-Galante
Marburg, landesfürstl. Kreisstadt in Steiermarka» der Drau und der Haupthandelsstraße von Wien nachTrieft in sehr fruchtbarer Gegend, gut gebaut, mit 860VEinw., die, durch die Lage begünstiget, einen ansehnlichenHandel, namentlich mit Landesprodukten, z. B. Eisen,Wein und Getreide, treiben. Von wenig Erheblichkeit istdie Industrie, die sich auf Leder, Rosoglio und gewöhnlicheHandwerksartikel beschränkt, desto wichtiger aber der Spe-ditionshandel von und nach Ungarn. Auch bedeutendeMärkte hat die Stadt.
Münzen und Rechnung die österreichischen.
Marc, ein altfranzösisches Gewicht.
Alkare», dlarco, ein italienisches Gold-, Silber-und Münzgewicht.
Marcasit, s. Wismuth.
Marcelline, ein Seidenzeug, das noch dichter undglänzender als der Tastet ist. Es wird nur einfarbig ge-macht; schwarz ist die beliebteste Sorte. Zu Lyon, Avignonund Tours wird vorzüglich schöner Marcelline fabricirt.Er hat V12 bis >/- Stab in der Breite und 70 bis 80 Stabin der Länge. In der Schweiz liefern die Seidenmanu-fakturen zu Zürich, Basel, Bern, und in Deutschland diezu Berlin, Crefeld und Wien Marcelline.
ALarro, Gold-, Silber- und Münzgewicht inSpanien, Portugal, Brasilien und mehreren ital. Staaten;s. d. Hauptorte dieser Länder.
Marcusthaler, heißen die in Venedig zur Zeit derRepublik geprägten Thaler, welche auf dem Revers denMarcus-Löwen mit dem Namen des jeweiligen Dogen ha-ben. Dieselben haben keinen gesetzlichen Umlauf mehr undsind durch eine kaiserl. österr. Verordnung vom 16. April1819 von der Annahme bei den öffentlichen Kassen ausge-schlossen, indem sie als Pagamcnt (Münzsilber) an dieösterr. Münz- und Einlösungsämter zu verweisen sind.Diese Marcusthaler wurden nur für den Handel mit derLevante gemünzt, und waren nicht als eine im gewöhnlichenVerkehr cirkulirende zu betrachten. Eine im Jahr 1798damit vorgenommene Untersuchung und Valvation hergabihren Feingehalt zu 13 Loth 3 Grän, mithin 3 Grän gerin-ger, als der der österreichischen Conventionsthaler. ImDurchschnitt zeigten sie sich 2 Gulden Conv.-Münze werth,und also den Conv.-Speciesthalern gleich. Die noch hinund wieder vorkommenden Stücke haben größtentheils durchdie bei dem längern Umlauf unvermeidliche Abnutzung vielverloren, und es möchte nicht räthlich sein, sie zu 2 GuldenConv.-Münze oder dem Conv.-Speciesthaler gleich anzu-nehmen.
Marderfelle, franz. lleaux äc märte; engl. Martinskins; ital. l>c»i ch mariora. Alle Arten des Marder - oderWieselgeschlechts, ölusleia, liefern schönes Pelzwerk, wor-unter das des Zobels, ölustclc 2ikclliaa, am kostbarsten ist.Ebenso gehören die Jltise und Hermeline zum Marderge-schlecht. Von der vorzugsweise den Namen Marder füh-renden Art der Gattung Mustela unterscheidet man denStein- oder Hausmarder, U.koina, und den Baum-,Wild-, Feld-, Tannen- oder Edelmarder, Wor-tes, deren Felle ein geschätztes Pelzwerk und ein gesuchterHandelsartikel sind.
Der Steinmarder lebt im mittleren und wärmeren ^Europa, in Asien in Felsenöffnungen und alten Mauern,woher auch sein Name rührt. Sein Balg ist lichtbraunoder schwärzlich-gelb, mit einer weißen Kehle. Er dient 'als geschätztes Rauchwerk in Menge zu Pelzen, Verbrä-mungcn, Mützen rc. Deutschland, Polen, Gallizien undRußland liefern viel davon in den Handel. Beträchtliche btzQuantitäten gehen nach der Türkei. Der Verkauf geschieht ^in Bünden oder Zimmern von 40 Stück. Auch kommenblos russische und andere Marderschweife, die nach dem siHundert verkauft werden, in den Handel. Diese sind lang- °ohaarig und ziemlich stark. ge
Der Edelmarder lebt im Schwarzholz der nördli- ^chern Länder. Die Bälge dieser Art zeichnen sich durch ein "eschön lichtbraunes, dichtes und zartes Haar, eine seuergelbeKehle aus und kommen den Zobelfellen am nächsten, werden sp'denselben auch zuweilen untergeschoben. Am schönsten erhält deman sie aus Rußland und Nordamerika (Canada und denHudsonsbai-Ländern); die russischen werden aus Peters- °tcbürg, die amerikanischen aus London bezogen. Bei den "bvollkommen schönen Fellen müssen die Spitzen der Rücken-haare, die Hüften, der Schweif und die Schenkel recht 3eschwärzlich und der Unterhals schön gelb sein. Die Ver- ^kaufsart ist wie bei den Steinmarder-Fellen. — Der sibi-rische Marder, kleEla sibirira, liefert ein leichtes, aber Nrwarmes, gelbröthliches Pelzwcrk, russisch Kulanki- oder »eKolänkifell genannt, was über Kiächta nach China undüber Jrkutsk nach Europa ausgeführt wird; nach Europa ^kommen nur geringe Quantitäten.
Marengos werden diejenigen französischen goldene» kt,Awanzigfrankenstücke oder Napoleonsd'or genannt, weicht Stzum Andenken des Sieges bei Marengo (1800) geprägt 8kwurden und auf dem Avers die Umschrift führen: Italic äc Glivrcc a dlarcnxo.
AZI»I K»rlt» , gebirgige Insel unweit der Küste v»» daVenezuela, welche den größten Theil der gleichnam. Pro»-in Venezuela, mit 20,000 Einw. bildet. Durch ihre Lagtist sie für den überseeischen Handel wichtig und hat drei H»* ((
fen, von denen der bedeutendste Pampatar an der SO^ d;küste ist. d<
AI»I K»I Uarcchcrilc, heißen in Venedig fci»t ^
Glasperlen, die besonders nach Afrika, Ost- und West>»*> ^dien gehen.
AI«I «rteltv«, große, dunkelblaue Glasperlengelben oder weißen Streife». T
Marianen, Diebs- oder Lazarus-Insel»' ^
eine zu Spanien gehörige, gebirgige, vulkanische, nret"nackte und unfruchtbare Inselkette im großen Ozean, ^von den Carolinen, mit etwa 8800 Einw. Ihre Prod»^ ^
sind Baumwolle, Indigo, Cacao, Reis, Mais, Jucket ^
röhr rc. Der Sitz des Guverneurs befindet sich in ^ ^
Stadt San-Jgnazio-de-Agana auf Guam. ^
Marie-Galante, französisch-westindische Klein-^ a
tillen-Jnsel, S. bei Grandc-Lerre (davon 4 Myriam- t» dj
fernt), dem östl. Theil von Guadeloupe, mit 12,000 Ei»^' TSie ist ohne Hafen und nur an der Westküste zugängt^ n,Ihre Produkte sind Zucker, Tabak, Kasse, Cacao. Es