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Zweiter Band. H - Z.
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Mekka — 272 — Mennige

Mekka, eine der beiden heiligen Städte der Muhamc-daner, in Hedsjas in Arabien, etwa 6 Stunden von derKüste entfernt, in eil: >> sandigen, von unfruchtbaren Ber-gen umgebenen Thal, mit etwa 60,000 Ew., als GeburtsortMuhameds Ziel unzähliger mukamedanischer Wallfahrer,durch deren Zusammenfluß hier ein großer Verkehr statt-findet.

Mekka-Balsam, s. Amyris.

Meklenburghs heißen glänzende steife Wollcnzeugemit eingewirkten Blumen und bunten Streifen, die zu Klei-dern für Landleute dienen. Früher lieferten besonders dieenglischen Manufakturen von Norwich, Bristol und Ha-lifax viel von diesem Zeuge nach Deutschland und derSchweiz.

Melasse, s. d. Art. Zucker.

Meliloten, s. Stein klee.

Aleluii, Hauptstadt des Depart. Seine-Marne, vonder Seine durchströmt, mit 9000 Einw.; Präfektur, Civil-Tribunal, Assekuranz-Gesellschaft, beträchtliche Getreide-märkte, Mützen-, Calicot-, Hüte-, Fayence- und Regenschirm-Fabriken.

Memcl, befestigte Kreis- und Handelsstadt in Ost-Preußen, RegierungSbez. Königsberg, mit etwa 6300 Ew.,an der Mündung des kurischen Haffs und der Dange in dieOstsee, deshalb der Hauptstapelplatz des von dem Niemendurchströmten Landes. Der Hafen von Memcl ist groß undsicher, aber die Barre am Ausgang des kurischen Haffs hatselten über 17 Fuß Wasser, und bisweilen nur 13 oder 14,so daß Schiffe, die über 16 Fuß im Wasser gehen, häufigwenigstens zum Theil auf der Rhede aus- und einladenmüssen, wo der Ankerplatz nicht der beste ist, zumal beiNord- oder Rordivestwivd. An der Rordostscite des Ein-ganges zum Hasen steht ein 100 Fuß hoher Leuchtthurm,«3° 43' 43" nördl. Br. 18° 43' 48" ö. L. Holz bildet denHauptausfuhrartikel, denn obgleich das danzigcr für bessergehalten wird, ist es in Memel doch gewöhnlich wohlfeilerund stets in großen Massen vorhanden. Wie in Danzig,heißt auch hier das beste Krön, die zweite Sorte Brack unddie dritte Brackes Brack. Auch große Quantitäten Hanfund Flachs werden ausgeführt, so wie Borsten, Häute undLein, Wachs, Pech und Theer rc. Auch die Getreides» s-suhr ist bisweilen bedeutend. Der lithauische Weizen wirdzu dem besten gerechnet. Die Einfuhr besteht hauptsächlichin Kasse, Zucker, Gewürzen, Farbehölzern, Tabak, Rum,Baumwollenzeugen und Garn, Messerschmiede-Waaren,Wein rc. Die Schifffahrt hört gewöhnlich gegen Ende desDecembers auf und beginnt in der Mitte des März wieder.Seit 1829 besteht hier eine Lombard- undDisconto-Kasse, deren Errichtung zunächst durch den vorher sehr ho-hen Zinsfuß veranlaßt wurde.

Rechnung wie in Königsberg.

Memel hatte im Januar 1847 86 Schiffe von 17,228Last nebst 4 Dampfböten von 184 Last und 100 Pferdekraft.Im Bau begriffen waren 7 Schiffe zwischen 2 bis 300 Lastenund 1 Schiff von 200 Last. Einliefen in Memel 1843:733 Schiffe von 87,136 Lasten, 1844: 768 Sch. von 98,828L., 1848: 710 Sch. von 92,116 L., 1846: 734 Schiffe von101,918 L-, davon waren 1846 der Flagge nach: 483preuß.,84 engl., 80 Mecklenburg., 43 holländ., 38 vorweg., 28han-

növersche, 16 dänische, 12 oldenburgische, 2 Hamburgische,2 lübccker, 2 bremer, 2 schwedische, 1 russisches, 1 französi-sches. Davon waren beladen 1846: 82 Sch. von 12,247 L-mit Steinkohlen, 47 Sch. von 9197 L. mit Salz, 44 Schiffevon 4727 L. mit Dachpfannen und Mauersteinen, 82 Sch-von 2203 L. mit Heringen, 33 Sch. von 1681 L. mit ver-schiedenen Gütern, 4 Sch. von 260 L. mit Getreide, 1 Sch-von 16 L. mit Boutrillen, 467 Sch. von 71,487 L. mitBallast, Kreide, Bruch- und Kalksteinen. Abgingen1843:714 Sch. von 84,890 T., 1844: 798 Schiffe von104,840 T., 1843: 719 Sch. von 94,867 T., 1846: 726Sch. von 99,988 T. Davon waren 1846 beladen 346 Sch. von88,434 L. mit Holzwaaren, 60 Sch. von 3440 L. mit Ge-treide, 46 Sch. von 3081 L. mit Saamen, 23 Schiffe von2726 L. mit Flachs, Hanf, Heede, Fellen rc., 20 Sch. von1179 L. mit Oelkuchcn, 3 Sch. von 136 L. mit Knochen, 1Sch. von 14 L. mit verschiedenen Gütern, 22 Schiffe von838 L. mit Ballast.

Mcmmingeir, Stadt in Baiern, Schwaben, an derAach, mit 8000 gewerbsamen Einw., die bedeutenden Handelmit Italien, der Schweiz und Frankreich in Wolle, Salz,Hopfen, Getreide und Leinwand treiben, baumwollene Zeugeund Strumpfwaaren, Wachstuch, Band, Leder, Leinwandund Tabak liefern rc.

Memorandum. Bei Versicherungen gegen Secge-fahr geschieht es nicht selten, daß der Versicherer (Assekura-dör) von den zu übernehmenden Gefahren die eine oder an-dere ausnimmt, und über dergleichen Ausnahmen haben siedin gewissen Seeplätzen und Ländern förmliche stehende Usan-zen gebildet, welche in der Versicherungs-Police ausdrücklichund besonders bemerkt werden. Diese letztere Bemerkungwird das Memorandum genannt. Solche Ausnahmenfinden besonders state, wenn der Assckuradör für die Beschä-digung gewisser Waaren, die große Havarie ausgenommen,überhaupt nicht oder nur zu gewissen Procenten aufkommenwill, welche durch den Seetransport leicht an ihrer Güteverlieren oder leicht ganz verderben, z. B. Mehl, Getreide,Salz, Fische, Saat.

Memorial, das Grundbuch der kaufmännischen Buch-führung; s. d. Art. Buch halte n.

Hauptstadt des Depart. Lozlre in Frank-reich, am Lot, mit 6000 Einw.; Präfektur, Civil-Tribunal,Berathungskammcr für Künste und Manufakturen, Gesell-schaft für Ackerbau, Wissenschaft, Handel und Künste, Asse-kuranzen, Fabriken für Tuch und Wollzeugc und Mittel-punkt des Handels mit den sogenannten Wende-Sergennach Spanien, Italien, Deutschland und in Frankreichselbst.

M enerleinen, s. Meenerleinen.

Menge!, altes holländ. Flüssigkeitsmaaß.

Mennige, Mennie, Mennig, Bleizinn ober,franz. und lateinisch Minium; englisch keil Icml; ital. !llmic>'nennt man ein rothes Bleioxyd (Bleikalk), welches in denNatur nur sehr sparsam vorkommt und daher seines starke"Verbrauchs wegen in eigenen Fabriken (Mcnnigbrennereien)/besonders viel in England, dargestellt wird. Au seiner Be-reitung wird möglichst kupfcrfrcies Blockblei, in Engla"^ein Gemisch von Weichblei und spießglanzhaltigem Hartblei