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Münzen
Münzen
Gelb-Aus- und Einfuhr ihm hemmend entgegen wir-Eb", schon von selbst das Gleichgewicht hervor und schafft^ Münzen dahin, wo man ihrer bedarf. Aus die Größevorhandenen Geldmünze kommt es überhaupt hierbei">cht sowohl an, als auf die schnelle und vielfache Cirku«^tion derselben, die mit einer kleinen Summe die bedeu-^ndste ^ ersetzen vermag.
2n Deutschland cursirten bis zum eilften Jahrhundert^ nur fremde Münzen, früher römische, später die vonfränkischen Königen geprägten. In Frankreich hat man*">e vollständige Reihe Münzen von Dagobert an; in Eng-hat man viele Münzen aus der angelsächsischen undMischen Zeit, und die Normänner führten hier das nachHnen benannte Pfund, Sterling genannt, ein. In Italien^ die erste päpstliche Münze von 773, die ersten ncapolita-von König Rogerio, die ersten venetianischcn aus demJahrhundert. Schwedische Münzen hat man vvm 9.,Mische vom 10., russische seit der Mitte des 13. Jahrhun-^1s. In Deutschland begann die Münzprägung mit demJahrhundert. Die ersten waren reines Silber und 12^tück wogen 1 Pfund. Unter Otto I. beginnen die Brak-^ten (Hohlmünzen) , Pfennige genannt. Der Kaisergebrich Rothbart bestimmte erst auf dem Reichstage in
dki,
daß
selb
roncalischcn Feldern im Jahr 1138 (leuü. >ib. 2. lit.
das Recht, Münzen zu prägen, ein Regal sein. und seitdem liehen die Kaiser das Münzrecht deutschenErsten, Herrn, Städten, Bischöfen, Aebten. So entstan-im deutschen Reich die große Menge Landes- und Stadt-^nze». Im 13. Jahrhundert begann man wieder Dick-"'ünzen zu prägen, Häller genannt, von der schwäbischen^tadt Hall genannt, von denen 600 aus einer Mark Silber^viacht wurden. Wegen des Kreuzes im Münzbilde hießenauch Kreuzer. Um dieselbe Zeit (1233) prägte man'"Böhmen die Dickpfennige, auch Groschen genannt,^-löthig fein und 60 aus der Mark. Die ebenso vom deut-en Kaiser geprägten (1341) hießen Kaisergroschen.^ 13. Jahrhundert begann man die größeren Silbermün-
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Dickgro sehen oder Güldengroschcn genannt,
^ Stück zu 2 Loth und 13-löthig fein zu prägen. Seitentstand der Name Thaler von den sogenannten"chlickenthalcrn, welche der Graf Schlick in Joachims-M in Böhmen prägte. Diese waren anfänglich 13-löthig,arden aber 1536 auf 14 Loth 8 Grän und später wieder""f 14 Loth 4 Grän verringert.
statt«
Bei der Bielartigkeit der aus den verschiedenen Münz-en hervorgegangencn Münzen wurde schon 1386 durch dieDürsten am Rhein der erste Versuch gemacht, daß kraftVereinbarung in ihren Staaten nur gleich ausgeprägteünzen gelten sollten. Dieser Versuch betraf zunächst die"uialigen Goldgulden; wegen der seit dem 13. Jahrhundert^meiner in Deutschland in Umlauf kommenden Münzenurde nichts für eine gleichartige Währung derselben ge-^u». Sogenannte Probirtage wurden zwar angeordnet,er ez blieb der großen Berschiedenartigkeit der Mün-eu im deutschen Reich. Bemerkenswerth ist die Münzord-"ug, welche Kaiser Karl V. 1324 zu Eßlingen erließ. Es^ard darin bestimmt, daß eine allgemeine „Reichsmüntz im
dtani!
en, Stuck und Gehalt auff ein fein Marck Silbers
Colnische Gewichts gesetzt und ausgeteilt werden soll."Jeder Stand, der das Münzrecht habe, solle nur die Reichs-münze prägen, auf einer Seite mit dem Reichsadler und derUmschrift: ölo. 6a. V. Lae. et Ilo. Imp., auf der anderenSeite das Wappen des betreffenden Landcsherrn mit Um-schrift. Außerdem wurde darin verordnet, daß jede Münz-herrschaft als Scheidemünze „kleine Pfennig und Heller"prägen dürfe, aber den „gemeinen Reichsmünzen zumgleychsten" und nur „zu gemeinem Gebrauch und Noth-durft" jedes Landes. Diese Verordnung blieb indessen vonden deutschen Fürsten unbeachtet. Carl V. gab noch einmal1331 ein Edier, aber ebenfalls ohne Erfolg, und dann nachdenselben Grundsätzen Ferdinand l. 1339 ein Münzcdictnebst Valvationstabellen über die damaligen Münzen derRappenvierer, Sechsling, Metzblecklein, Schnapphahn,Schillinge, Groschen, Gröschlein rc., hauptsächlich denGulden und Kreuzer, die als Hauptmünzstücke behan-delt werden. Dasselbe Ediet erwähnt auch der damaligenThaler, die in verschiedenen Staaten geprägt wurden undOrtsthaler hießen, nämlich der mecklenburger, mannsfelderlütticher, hildesheimer, würtemberger. Sie wurden indes-sen von Reichswegen nur geduldet, nicht anerkannt; dennes wird ausdrücklich gesagt, daß man den Werth der Thalernach Probe nur deshalb festgesetzt habe, weil sie ohne Nach-theil für viele „nit konnten so baldt abgeschafft oder ausgetilgtwerden." Zur Reichsmünze wurde ausdrücklich der Guldenzu 60 Kreuzern, der halbe Gulden zu 30 Kr., Zehnkreuzer,Fünfkreuzer, Drittehalbkreuzer, Aweikreuzer, Einkreuzer,dieüberall „für Werschaft" sollten angenommen werden, erklärt.Nach diesem Edict von 1389 sollten 9>/z Gulden auf dierauhe Mark zu 14 Loth 16 Grän gehen, und von.Kreuzernsollten 243>/2 Stück aus der rauhen Mark geschlagen wer-den zu 6'lz Loth fein. Der Thaler sollte 68 Kreuzer werthsein, also nach jetzigem Gelde 1 Lhlr. 16 Sgr. 7,309 Pf.Der Thaler blieb im Verkehr und der Kaiser Matthias II.erklärte in der Münzvcrordnung von 1866, daß der „gantzeThaler" allgemein gültige Reichsmünze sein sollte, 8 aufdie (rauhe) köln. Mark, zu 14 Loth 4 Grän fein, im Werthvon 68 Kreuzern. So entschied der Gebrauch und nicht einGesetz. Ueber den Gulden enthielt dieses ^neue Gesetz keineBestimmung, außer der, daß Aehnkreuzer geschlagen werdensollten. Nun wurden keine Guldenstücke mehr geprägt, nurZehnkreuzer, Awanzigkreuzcr, Fünfkreuzer und Einkreuzer,jedoch wurde noch nach Gulden zu 60 Kreuzern gerechnet.Indem man den Gulden wie den Thaler nach Kreuzern be-rechnete, so wurde der Kreuzer die Münzeinheit, wodurchaber wegen des verschiedenen Feingehaltes zwischen Guldenund Thaler gegen die viel geringeren Kreuzer ein großesMißverhältniß entstand, das mit der fortschreitenden Ver-schlechterung des Kreuzers und der übrigen Kleinmünzenimmer auffallender wurde, indem weder 60 noch 68 Kreuzerden Werth einer Mark fein ausmachten. Nach dem Münz-edict von 1366 war der Münzfuß nach Thalern berechnet9,0079, oder fast 9>/,2ä- Im Jahr 1623 wurde in denoberen Rheinkreisen nach Münzproben bestimmt, daß 90Kreuzer ein Thaler, deren 9 aus der Mark fein waren, seinsollten; der nicht geprägte Gulden sollte aber 60 Kreuzerenthalten. Dies ist der 13>/2-Gulden- und 9-Thalerfuß.Dadurch wurde das Verhältniß des Thalers zum Gulden