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Schrot
Schutzbrief
Und es muß also noch ein Sortiern stattfinden. Hierzu hatMan das Schrootsieb, welches aus mehreren auf einander^setzten Abtheilungen oder Sätzen (wie eine Menage) be-acht, deren Böden Siebe sind, die vom obersten anfangend'ninier feiner werden und den Schrootnummcrn entsprechen,^ daß z. B. durch das oberste Sieb alle Körner, durch dasiMeitc aber die größten nicht mehr gelangen könne», durchdas dritte wieder die nächst größte» nicht rc. Bringt mandas Gemenge von ungleich großen Körnern in das oberste^>eb und schüttelt es anhaltend, so findet man auf dem Bo-jeder Abtheilung jene Körner, die nicht mehr durchfallenönnen, und erhält das Schroot auf diese Weise vollkommensorkirt. In großen Schrootfabriken wendet man anstattdes Sortirsicbes lange Tafeln an, in welche anstatt der^>ebe mehrere durchlöcherte Bleche eingelassen sind und dieei der Bewegung der Tafel ebenfalls das Sortiren bewir-Die letzte Arbeit, die man noch mit den Schrootenvorzunehmen hat, ist das Glätten. Man bringt sie zu die-Zweck mit etwas Graphitpulver in Rührfässer, durcheren Umdrehen sich die Körner gegenseitig abscheuern undudurch glatt und glänzend werden. In England nimmt^un auch wohl anstatt des Reißbleies Quecksilber, wodurchr>n hellerer Glanz entsteht, aber auch die Kosten erhöht wer-und die Gesundheit der Arbeiter sehr leidet. Gute^chroote müssen aus ganz kugelrunden, glatten und glän-zenden Körnern bestehen; jede Nummer darf nur Körner vonsicher Größe enthalten, und im Sortimente dürfen bei deneinander folgenden Nummern nicht zu starke UnterschiedeGröße stattfinden.
Bei der Bezeichnung der Sorten bedeuten stets die hk-v^n Nummern größere Feinheit (geringere Größe) der Kör-Man fängt gewöhnlich bei Nr. 0» an und geht bis^ oder 18. In Billach gehen von Nr. 00 auf 1 Loth 22,vo» Nr. 13 aber 640 Schrootkörner. Das englische Pa-^Ntschroot wird mit ?, mit I'll, mit 00, mit 0, und dann^ 1 bis 18 bezeichnet. Bon Nr. I'I' gehen auf die Unzevon r> 67, von 1:86, von 8.600 Körner. Das grobechrcwt heißt häufig auch Hasenschroot, das feinste wirdnnst oder Vogeldunst genannt.
^ Bedeutende Schrootgießereien befinden sich zu St.-^ohann bei Billach in Kärnthen, Biberwier und Roveredov Tyrol, Wien, Gailitz, Heilbronn, Schweinfurt, Goslar,veröde, Abbcnrode, Wesel, Neuwied, Mühlheim amhei,, ZZon Europa wird viel Schroot nach Amerika,bo» und Afrika ausgeführt. Früher galt das holländischel^Voot als das vorzüglichste, jetzt giebt man dem engli-He„ den Vorzug, doch ist das meiste deutsche Schroot von^«cher Güte.
. Schrot, das Gewicht der Münzstücke aus edlem Me-. c dem Korn (s. diesen Art.) entgegengesetzt. Bgl. denMünzen.
^chuh, ein Längenmaaß, gleichbedeutend mit Fuß.^^Schuldentilgung, Amortisation, s. Staats-
llden.
ke
r.-f,
Schuldschein, Schuldverschreibung, Schuld-
wird
im
allgemeinen jedes schriftliche Schuldbe-
^^"tniß genannt, die Schuld selbst mag nun durch ein baa-Darlehn oder durch den Empfang anderer Gegenstände
entstanden sein, deren Gegenwerth der Schuldner zu einergewissen Zeit mit oder ohne Zinsenvergütung zu entrichtensich anheischig macht. Das Schuldinstrument muß alle nä-hern Umstände, nämlich: den Gegenstand der Schuld, denBetrag und die Münzsorte, in Zahlen und Worten deutlichausgedrückt, den festgesetzten Zinsfuß, das Versprechen unddie Zeit der Rückzahlung der Schuld, den Namen des Gläu-bigers und die Unterschrift des Schuldners, nebst Angabe desWohnortes beider, und das Datum des Vertrags enthalten.Nach mehreren positiven Gesetzen ist zu gesetzlicher Begrün-dung einer Schuld von namhaftem Belauf erforderlich, daßder Vertrag gerichtlich und auf Stempelpapier ausgefertigtwerde, während er sonst als bloße Handschrift betrachtetwird, und keinen gesetzlichen Schutz genießt. In mehrernStaaten, namentlich in Preußen, können Waaren kei-nen Gegenstand eines Darlehns, und mithin eines förmli-chen Schuldscheins abgeben, und ei» derartiger Vertrag istdaselbst null und nichtig; der Empfänger der Waare ist nurverbunden, dieselbe, soweit sie noch vorhanden, in nalur» zu-rückzugeben, ist dies aber nicht der Fall, nur den Werth,welchen sie zur Zeit der Ucbergabe hatte, zu erstatten. —Eine besondere Art der Schuldverschreibungen sind die Wech-sel und Anweisungen, worüber das Nähere unter dengleichlautenden besondern Artikeln.
Schuppen- oder Raknnfclle, sind die Felle desohngefähr 2 Fuß langen, schlanken Waschbärö, der eine kurzeSchnauze, einen ziemlich langen, dem Fuchsschwanz ähnlichen,behaarte» Schwanz, und eine mit dichten, lange», gelblich-grauen und barschen Haaren besetzte Haut hat. Die Farbeder Schwanzhaare ist geringelt. Die Felle sind ein sehr be-liebtes und theueres Pelzwerk zu Reisepelzen, Wildschuren,Mützen !c. Bei der Auswahl der Felle muß man besondersauf deren Zurichtung und Weichheit Rücksicht nehmen.Seinen Namen Waschbär bat dies Thier von seiner Ge-wohnheit, alle Nahrung zu wasche», oder doch wenigstensmit den Vorderpfoten zu reiben.
Schute, heißt im allgemeinen jedes Fahrzeug, welchesvorn spitz, hinten und unten platt gebaut ist, hauptsächlichdurch Ziehen oder Schieben fortbewegt wird und daher nurein Hülfsfahrzeug bleibt zum Löschen der Schiffsladung, zumUeberfahren w..
Schüttgetb, franz. 8>il-ll»xrain, Inune ä'IInIIanäe;engl. Outcli pinlc; ital. 6i»IIüIinc> <>i kianilra, tüallosanlo,lliallo <1! spincervino, ist eine hellgelbe, zuweilen sich demGoldgelben nähernde, zum Anstreichen und Lcderfärbcn die-nende Farbe. Man bereitet sie, indem man Gclbbeere,Saftgrün oder auch Curcume mit Alaun in Wasser kochtund dann diesen Absud durch ein Leinentuch über fein gesto-ßene Kreide oder über eine andere thonige weiße Erde gießt.Die Kreide nimmt den Farbstoff ganz auf, so daß das dar-überstehende Wasser ganz farblos erscheint. Man läßt dieFlüssigkeit ablaufen und die noch übrige Feuchtigkeit bis zueinem gewissen Grad verdunsten, so daß die Masse bildsamwird; alsdann dreht man daraus trichterförmige, 1 bis 2Zoll hohe Figuren, welche vollends getrocknet werden und sodas Schüttgclb vorstellen. Früher wurde es nur in Hollandfabrizirt, jetzt macht man es aber eben so gut in den deutschenFarbefabriken, z. B. zu Eisenach und Schweinfurt.Schutzbrief, s. M o r a t o r i u m.
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