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Seide
Seehunds- oder Robbenfelle
dein errichtet. — 8) Bei der Maschinen-Wollwe-berei in Wüste-Giersdorf, seit 1842 errichtet, ist die See-handlung zu zwei Drittel betheiligt. — 9) Die Baum-wollen-Spinnerei und Weberei in Eisersdorf beiGlatz in Schlesien wurde im Jahr 1838 durch einen Actien-Verein, ohne daß die Seehandlung dabei betheiligt war, be-gründet, mißlang jedoch. Die Seehandlung gab 1841 einhypothekarisches Darlehn von 223,000 Thlrn., dann nochein anderes von 113,000 Thlrn., zuletzt noch einen Kreditvon 200,000 Thlrn., und übernahm 1842 die unbeschränkteVerwaltung. Im Jahr 1843 waren 17,232 Spindeln und233 Webestühle (343 aufgestellt) im Gange. — 10) DasZinkwalzwerk zu Ohlau in Schlesien wurde 1839 inVerbindung mit zwei anderen Theilnehmern zu gleichenRechten und Pflichten angelegt. Dadurch ward der Absatzdes schlesischen Zinks bedeutend gehoben, und Anlage- nebstBetriebs-Kapital gewährten bedeutende Gewinnüberschüsse.— 11) Die Flachsspinnereien zu Erdmannsdorf undLandshut. — 12) Bei der Maschinenbau - Anstalt zuBreslau, seit 1833 mit zwei anderen Theilhabern errichtet,ist die Seehandlung auf ein Drittel betheiligt. — 13) Beider Eisen- und Stahl-Guß waaren-Fabrik vonHasenclcver und Burlage zu Burgthal bei Remscheid imRegierungsbezirk Düsseldorf ist sie mit dem größten Theildes Kapitals betheiligt. — Vergl. folgende Schriften: Diepreußische Seehandlungs-Societät in Berlin, in RombergsAllgem. polytechn. Journal, Jahrg. II.; Ueber den See-handel und die königl. Seehandlungs-Societät in Berlin,im Centralblatt der Handels- und Gcwcrbsstatistik 1839,Nr. 6 bis 13; Der prcuß. Staat, 8, Bd. I. S. 416ff.;Unger, DasPrämiengesetz des königl. Seehandlungsinstitutsin Berlin, Berlin 1833, 8; F. Lewald, Ueber das Änlichender königl. preuß. Seehandlung, Hamburg 1832, 8; Risch,Das königl. prcuß. Seehandlungsinstitut rc., Berlin 1844,und dazu als Fortsetzung: Nothwendige Rechtfertigung,Berlin 1843, 8; dagegen G. Julius, Die königl. preuß.Seehandlung !c., Leipzig, O. Wigand 1845, 8.
Seehunds- oder Robbenfelle, lat. lllioca vllulino;franz. ?eaux ilo pliogues, p. ile von» marin ; engl. 8ea! sliins;ital. bell! cli koca, kommt von dem sogenannten Seehunde,einem behaarten Seethier, das eine Robbenart und wie dieübrigen Robbenarten, nämlich der Seclöwe (Illwca julmw),Seebär (Llwca ursina), das Wallroß (Irirlieclius Ilosmarus),die Seekuh oder Scejungfer (Manati), ein Säugcthier ist.Alle diese Arten leben, mit Ausnahme der Seekuh, in demnördlichen und südlichen Eismeer, eine Art Seehund aberauch im kaspischen Meer; die Seekuh, die viel größer ist alsder Seehund, lebt dagegen besonders gern in den Mündun-gen großer Ströme in Süd-Amerika. Für die Bewohnerdes Rordlandes ist der Seehund ein sehr wichtiges Thier,indem sie sich von dessen Fleisch nähren, in die Felle kleiden rc.Die Haut ist mit kurzen, glänzenden, gelbgrauen oder schwar-zen oder auch schwarzgefleckten Haaren besetzt. Bei uns wirddie Haut zum Ucberziehen von Koffern, Tornistern, Taschen,Tabaksbeuteln, Riemen, Winterstiefeln rc. gebraucht. Ge-wöhnlich werden sie verarbeitet gelb gefärbt.
Seemeile, ist als die Norm der Entfernungen aufoffener See beinahe in allen Ländern abweichend, nähert sichaber überall der französ. Meile am meisten.
Seeprotest, Verklarung; s. u. Havarie.Secr, ein Handelsgewicht in Ostindien.
Seerecht, s. ».Handelsrecht.Seeschaden, s. Havarie.
Sectonuen, s. Baaken.
Secwcchscl, nennt man zuweilen den Bodmerei'brief(s. Bodmerei), dann aber auch die in ähnlicherauf dem Rücken des Connoffaments gemachte Schuldvet'schreibung gegen einen Geldvorschuß.
Seewurf. Wenn bei heftigem Sturm ein Theil derLadung des Schiffes vorsätzlich in'S Meer geworfen werde»muß, um das Fahrzeug zu erleichtern und flott zu erhalte»,so nennt man dies den Seewurf, sranz. lot; engl. 1»"''son, .lotson; holt./leovorpmg, VVorping; ital. llettllo in wäre,6otta a innre. Ehe jedoch dazu geschritten werden darf,muß zum Beweis und zur Anerkennung von dessen Noth'wendigkeit eine gemeinschaftliche Berathung zwischen dc»>Schiffskapitän, den Seeleuten und den Passagieren, die so'genannte Seerathhaltung, vorhergehen. Der See'Wurf gehört zur großen Haverei (s. d. Art. Haverei). ^Wenn durch Orkan oder irgend eine andere VeranlassungGüter von selbst aus dem Schiff in's Meer fallen, so wirddies ein See stürz genannt.
Sefter , Getreidemaaß in der kurhessischcn StadtMarburg.
Segeltuch , franz. lalle ü volles; englisch 8all-llloll>>heißt eine besondere zu Schiffssegeln, Windmühlenflügeln rc>dienende, aus starkem, gut gedrehtem Garn gewebte, festgt'schlagene und dichte Leinwand. Das Garn besteht entwederaus reinem Hanf, oder aus Hanf und Flachs gemischt.das beste gilt das holländische Segeltuch, das in mehrere»Sorten, in Stücken zu 30 bis 60 brabanter Ellen bei t'/»bis 1°/g Ellen Breite in den Handel kommt. Außerdemwird viel Segeltuch in Frankreich, England, Schottland,Irland, Galizien und Rußland gemacht. In Frankreichwird sie in besonderen Fabriken in den Dep. Jlle-Vilai»t,Finistore, Maine-Loire, Cütes-du-Nord und Lot-Garon»?in verschiedenen Sorten: klo^ales, yuatre llls, Verz>^>Irest etc. gewebt. Das schottische Segeltuch hält im Stück36 Yards Länge bei »/, bis 1 Yard Breite. Die für d>ckönigl. Marine bestimmte heißt Volt und hat im Stück ^Yards bei 24 engl. Zoll Breite. Das meiste SegeltuchRußland liefern die Fabriken des Guv. Kaluga und dckStadt Serpuchow im Guv. Moskwa, in Koselsk, Guvcr»'Kaluga, im Dorf Rcwey, Guv. Orel, in der Stadt Muro>»,Guv. Wladimir, auch die kaiserl. Alepandrow'sche Ma»"'faktur. Rußland führt viel nach Lübeck, Holland, Storni'gen, Portugal, Dänemark, Preußen, Frankreich, Hamburg,Schweden und Italien aus. Die Arten des russischengcltuchcs heißen Parußnoc, Polotno und Raventuch. A»">in Deutschland wird in einigen Gegenden Segeltuchmacht. Im mittelländischen Meer schätzt man vorzugsweisedas von Malta, halb aus Hanf und halb aus Flachs g^webt.
Seide, franz. 8oie; engl. 8iIIr; ital. Seto, die von dc»Seidenraupe, llambxv mnri, gesponnenen, äußerst weiche"und sehr feinen Fäden, welche dieses Thierchen in ein ovalc