Steycrmark
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Stockfisch
Unter den indirekten Steuer» stehen:
1) Die Grenzzone, welche auf dem Ein- undDurchgang ausländischer, und dem Ausgang inländischerWaaren nach dem Auslande ruhen, obenan, da sie, vermögeder wachsenden Bedürfnisse der Nationen, und durch die er-leichterte Möglichkeit, sich in den Besitz fremder Verzehrungs-u»d Luxusartikel zu setzen, die Hauptquellen für den Staats-schatz geworden sind, während
2) die Binnenzölle für die Benutzung der vomStaat zur Erleichterung und Förderung des Verkehrs ge-machten öffentlichen Anlagen von Chausseen, Kanälen rc.entrichtet, größtenteils kaum zur Deckung der auf Grün-dung und Unterhaltung solcher Anlagen verwendeten Kostenausreichen.
3) Verbrauchssteuern, welche, wie die Benennungschon unzweifelhaft läßt, den Verbrauch gewisser, im Landeproduzirter Artikel, oder die Erbauung und Verarbeitungeinzelner Rohstoffe belasten.
Eben so wie die so eben gedachten Binnenzölle, vereini-gn auch die Abgaben, welche von den Unterthanen für dieBenutzung der Posten entrichtet werden müssen, dieStempelsteuern, womit gewisse gerichtliche und außer-gerichtliche Verhandlungen und Ausfertigungen, Spielkar-den, Kalender, Zeitungen und Wechsel nach bestimmtenSteuersätzen betroffen werden, den Charakter der direktenUnd indirekten Steuern mit einander, indem sie auf der ei-Uen Seite von dem Besteuerten unmittelbar erhoben werden,ahne daß sie derselbe durch Preiserhöhung des besteuertenGegenstandes erstattet erhält, auf der andern Seite aber in'hren Erträgen unbestimmt sind, und von dem Maaß ab-hängen, in welchem der Besteuerte zu ihrer Ergiebigkeit bek-lagen will.
Steycrmark, Steiermark, ein zu Oesterreich ge-höriges Herzogthum, das zwischen dem ErzhcrzogthumOesterreich W. und R., Ungarn O., Kroatien SO-, JllyrienS. und SW. liegt, 390 QMeilen groß mit (1839-)^6i,SI8 Einw. Es ist durch die Alpen gebirgig, nur mitThälern, ohne Ebenen. Die Flüsse des Landes sind dies^tur, Raab, Dran und Sau. Ackerbau, Rindviehzucht"abst Bergbau auf Eisen, Kupfer (bei Schladming), silber-haltiges Blei (bei Feistritz), Zink, Kobalt, mitHüttenbetriebM>f Eisen und Stahl, so wie die Verfertigung von gutenTisen- und Stahlwaaren, Schwarz- und Weißblech (beiBoltsberg), Draht, Eisenguß (bei Mariazell)- und Mes-slgwaaren (in Frauenthal) sind die HaupterwcrbszweigeBewohner. Die verschiedenen Mctallwaaren, von de-de» namentlich die Sensen und Sicheln ein weit verführter^"iiel sind, führen dem Lande jährlich ein bedeutendesCapital zu. Die Sensenschmieden befinden sich bei Juden-Knittelfeld, Scckau, Rottenmann, Mürzzuschlag rc.;Bergwerke und Eisenhammerwerke bei Liezen, Rottenmann,Biurau, Turrach (aus dem hier gewonnenen Roheisen wirdM den Hammerwerken zu Pall der berühmte brcscianischeStahl gemacht), Vordernberg, Eisenärz, Mürzzuschlag rc.;^isenwaarenfabriken in Bruck, Leoben, Grätz rc. AußerdemHesteht in Aussen ein Salzwerk, wo jährlich an 269,000 Ctr.Salz gewonnen werden. Bei Tüffer giebt es große Stein-Hahlenlager, beiRohitsch eine berühmteSauerbrunncnquelle,
aus der jährlich mehrere tausend Flaschen Wasser versendetwerden, bei Tüffer, Neuhaus rc. warme Bäder. DieHauptstadt des Herzogthums ist Grätz, an der Mur, mit46,000 Einw., lebhafter Industrie in Metallwaarcn, Tuch,Seidenzeugen, Papier, Farben rc., und Handel. Fürsten-feld hat eine große Tabakfabrik; Marburg, Pettau,Bruck treiben lebhaften Handel. Das Land genießt jetztden Vortheil der Kaiser-Ferdinands-Südbahn von Mürz-zuschlag über Bruck, Grätz, Marburg, Cilli, die nur durchden Semmering von der Wien-Gloggnitz-Bahn geschiedenwird.
Münzen, Rechnung, Maaße und Gewichte die in ganzOesterreich gebräuchlichen; aber die grätzer Elle ist größerals die wiener, --- 1,1026 wiener Ellen, 380,8 pariserLinien.
Kohlen werden nach dem inncrnberger Faß zu 8 wie-ner Metzen, aber auch nach dem vordernberger Faß zu 4wiener Wetzen, Wein, getrocknetes Obst rc. nach demStarting oder S t a r t i n, 9,2063 wiener Metzen ver-kauft.
Stiege, Steige wird in vielen deutschen Handels-städten bei zählenden Gütern eine Anzahl von 20 Stückgenannt.
Stille Gesellschaft, s. Handelsgesellschaft.
Feldmaaß im Großherzogthum ToScana.
Stock. Ein Stock Gerste bedeutet in Hamburgl'/a Last dieser Getreidegattung.
Stockfisch wird der an der Luft getrockneteKabliau,tat. tloäus Slorrliua, französ. Slorue, englisch L»l!, genannt.Dieser Fisch durchschwärmt zu Milliarden das ganze nördl.atlantische Meer von Europa bis Amerika, bei uns zwischendem 30. und 70° n. Br., an Amerika aber zwischen dem 43.und 43°, aber auch im kamtschatkischen Mecr um die Aleutenund Kurilen. Der wichtigste Fang wird an den Küsten vonNorwegen (an der Küste der Stifte Bergen und Trondhjem,vorzüglich aber in Nordland bei den Lofoden-Jnseln, beson-ders an der Ostküste und im Vest-Fjord; hier Skrei ge-nannt), Island, den Orkney- und Shetlands-Jnseln, ander Küste von Labrador, Neufundland und in der Nähe vonNordamerika getrieben; außerdem an der Nordküste derdänischen Inseln Seeland und Füncn, so wie an der Nord-und Westküste von Jütland, in der Nordsee an der Doggers-bank, Weltbank, Broad-Fourteens, an der nördlichen Küstevon Frankreich, aber im mittelländischen Meer niemals.Für mehrere Nationen bildet der Stockfischfang einen sehreinträglichen Erwerbs- und Handelszweig, hauptsächlich fürdie Engländer, Holländer, Normänner, Franzosen undAmerikaner. Die Fische halten sich, einige Meilen vomLande entfernt, auf dem Seegrunde auf, fressen Fische, be-sonders Schleimfische, Schollen, Sand-Aale, amerikanischeKapeline, Heringe, Dintenschnccken, Krebse und Seesterne,und werden 4 Fuß lang und 20 Pfd. schwer, man findet zu-weilen auch 8 Fuß lange und 78 Pfd. schwere. Im Winterlaichen sie und kommen dann an die Küsten, um ihre Eierzwischen Steinen abzusetzen, wobei sie häufig gefangen wer-den. Sie bleiben gewöhnlich vom Februar bis Ende Märzoder Anfang April. In Norwegen wird die Fischerei ge-