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Stockholm, Haupt- und Residenzstadt des Königr.Schweden, am Mälarsee, der hier durch einen Ausfluß mitbottnischen Meerbusen, einem Theil der Ostsee, in Ver-bindung steht, unter 39° 2<Vn.Br. 15° 43^ ö. L., mit gegendvü,000 Einw. Die Hälfte des schwedische» Handels wirdüber Stockholm betrieben. Im Jahr 1846 sind, außer denSchiffen von und nach Finland nebst den Küstenfahrern,4ko Schiffe von 27,049 Lasten angekommen, und 893 Schiffebon 30,654 Lasten abgegangen. Die meisten davon sindschwedische (295 Sch. von 16,861 L. angekommen, 429 Sch.bon 20,733 L. abgegangen), norwcger (46 Sch. von 2884siast angekommen, 53 Schiffe von 3361 Last abgegangen),französische (37 Sch. von 2078 L.), englische (13 Sch. von*652 L.), dänische (25 Sch. von 767 L.), oldenburgische u.hannoverische (16 Sch. von 673 L.), 3 holländische, 2 preu-ßische, 2 russische, 2 belgische, 1 Hamburger, 1 bremer.Hauptausfuhrartikcl sind Eisen, Stahl und Kupfer, dann^ech, Theer und Bauholz; eingeführt werden dagegen Gc-lreide, Früchte aller Art, Colonial- und Farbewaaren, Salz,Nanufakten, Weine rc. Die industrielle Thätigkeit ist inStockholm sehr rege durch die Beschäftigung mit Eisengie-ßerei, Glasfabrikation, Juckerraffinerie, Tuch-, Baumwoll-,Seide-, und Leinewebcrei, Hut- und Tabakmanufaktur,Schiffbau. Es giebt wenige Häfen, die so tief und geräu-mig sind als der von Stockholm, der sich zwischen den Stadt-teilen Staden und Skepps-Holmen befindet. TausendSchiffe haben darin Platz, und die größten können bis an die^luais fahren. Rücksichtlich des Handels und der Industrieltd hier bcmerkenswerth das Commerz-Collegium, dasManufaktur- oder Fabrikgericht (Hallrätt), Berg-Collegium,Schifffahrtsschule, technologisches Institut (seit 1826),beichnenschule, patriotische Gesellschaft für Ackerbau, Admi-^lität, Zollamt, Börse, Bank. Mit Rußland, Deutsch-t»d, Dänemark und England ist Schweden und Norwegen^Mrch Dampfschiffe verbunden, und auch die Binnenschiff-ahrt, begünstigt durch die vielen Landsccn und vorhandenenKanäle, ist von großer Bedeutung, wodurch der Verkehr iminnern des Landes sehr erleichtert wird.
^»rs-System von Stockholm, nach einem Curszettelim April 1847.
IN. oder w>
Amsterdam, 70 Tage üato. . , 127>/i> Schillinge in Bank-zetteln oder Bank-geld für 1 Thaleroder B/z Fl. holl.
. Curant.
^rrlin, ä vista u. 30 T. äato. 78 Schill. Bankgeld für
1 Thlr. preußisch
. Curant.
Hamburg, 67u.90T. ckalo. 126^/,.>/2 Schill. Bankgeld für
1 Thlr. Hamburger
. Banko.
^°penhagen, 8 Tage äato. ... 65 Schill. Bankgeld für
4 dänischen Reichs-bankthaler.
>on, 75und90Lage ä!>to 11 Thlr. 38 Schillinge
BankgeldfürlPfd.Sterling.
^°Ndo
n.
IN. oder w.
Lübeck, 67 Tage üato. .... 106 Schill. Bankgeld für
1 Thlr. lüb. Cur.
Paris, 90 Tage üato. . . . 22s/,2. >/» Schill. Bankgeld für
1 Franc.
Uebrigcns werden in den gewöhnlichen Curszetteln nurdie Curse aufLondon, Hamburg und Paris notirt.
Fremde Gold- und Silbersorten kommenwenig vor.
Der Wechsel-Ufo ist in Schweden ein Monatnach Sicht.
Ueber die Respekttage ist Folgendes verfügt: DerAcceptant eines Wechsels genießt nach dem Verfalltage nochsechs Respekttage, Sonn- und Festtage mit inbegriffen.Fällt der letzte Respekttag auf einen Sonn- oder Festtag, somuß der Wechsel am vorhergehenden Tage bezahlt oder pro-tcstirt werden. Wechsel, die auf Sicht oder 2 bis 3 Tagenach Sicht gestellt sind, genießen keineRespckttage,sondern müssen längstens innerhalb 24 Stunden bezahlt oderprotcstirt werden. Unter öleckio versteht man den 18. jedesMonats.
Die schwedische Wechselordnung ist vom Jahr1748, und besteht aus 12 Art. oder 54 Paragraphen.
Die Wechsel-Curtage ist >/» Proccnt von beidenSeiten.
Alle von schwedischen Plätzen auf das Ausland gezoge-nen Wechsel müssen gestempelt sein. Die Stempel-kosten betragen für Briefe
bis 100 Thlr. hamb. Banko 6 Schill. Bankgld.von 101 - 400 - - - 12 - -
von 401 - 1000 - - , 24 - -
über 1000 - - - 1 Thlr. -
plahgebrünche.
Die meisten Waaren werden mit reiner (wirklicher)Tara verkauft.
Gutgewicht ist nicht gebräuchlich.
Die Waaren-Curtage ist >/, Procent von beidenSeiten.
Bei Schiffsbefrachtungen rechnet man die Last
bei Eisen und andern Metallen zu 13 Schiffpfd.
- Alaun, Pech, Theer, Vitriol - 13 Tonne».
- Braunroth (engl. Roth) - 15 bis 18 Tonnen.
- Balken.- 116^2 Kubikfuß.
- Brettern, 3-zöllige, 7-ellige - 3>/z Tolft (Du-
tzend).
- - 2 - - - 5 Tolft.
- - 1'/- - - - 6-/- -
- - 1 - - - 10 -
Die BankSchwedenss. unter dem Art. Banken.
Stock-Jobbers, werden in England diejenigen,welche für eigene Rechnung mit Staatspapieren handeln,Stock-Jobberei (Stock-.!odbcr)) ihr Geschäft genannt;tnan bezeichnet aber mit diesen Ausdrücken sehr häufig auchdiejenigen Spekulanten, welche auf eine ausschweifende undunerlaubte Weise sich jenem Handel hingeben, und die unbe-sonnenen Geschäfte in Effekten.
Stocklack, s. Schellack.
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