Band 
Zweiter Band. H - Z.
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642
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Stocks

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Stralsunb

Stocks, heißen in England sämmtliche Staats-papiere.

Stof, Stoof, Stoff, Flüssigkeitsmaaß in Ost-preußen und den russischen Guverncments Esthland undLiefland.

Stolbcrg, Stadt in Preußen, Regierungsbezirk undKreis Aachen, in einem schönen Thal, mit 4000 Einw.,Tuch-, Eisen-, Kupfer-, Messing- und Stahlfabrikcn, Zink-hütte; Sitz einer metallurgischen Gesellschaft.

Stolp, Kreisstadt in Preußen, RegierungsbezirkKöslin, am gleichnam. Fluß, mit 9000 Einw., Bernstein-dreherei, Gerberei, Tuch- und Leineweberei, Lachsfang, See-handel. Der Hafenort ist der Flecken Stolpemünde mit ei-nem Hauptzollamt und 700 Einw. Seit dem 20. März1847 besteht hier eine königliche Bank-Commandite. DieRhederci der Stadt bestand am 1. Jan. 1846 aus 20 Schif-fen von 1933 Lasten, 1847 aus 22 Sch. von 2031 Lasten.Im I. 1842 liefen ein 129 bcladene Sch. von 2834 L., aus147 Sch. von 3724 L.

Stone (Stein), ein engl. Gewicht.

Stoop, niedecländ. Flüssigkeitsmaaß.

Stop, Getreide- u. Flüssigkeitsmaaß in Schweden.

Stopa, der polnische Fuß, ein Längenmaaß.

Getreidemaaß im Königr. Neapel.

Stör, s. Hausen.

Stornx, latein. llesina Slornci«, SIzrnx, ist ein Harz,welches aus dem in Arabien, Svrien und dem griechischenArchipelagus wachsenden Storarbaum, Stxrux oMilmOix,entweder durch gemachte Einschnitte, oder von selbst als eineArt Balsam ausfließt, der einen angenehmen Vcilchcngeruchhat und an der Luft bald erbsengroße, weiche, durchschei-nende, gelbröthliche Körner bildet. In diesem Zustandekam das Harz als weißer Storax, Stvi-ax aibuü, nur früher,jetzt nicht mehr, in den Handel; auch eine andere Sorte, dersogenannte Mendelstorar, Sivrax amvgduiuiäes, kommtjetzt nur selten vor. Dieser besteht aus trockenen brüchigenStücken, in denen man gelblichweiße, mandelartige Körnereingeknetet bemerkt; sein Geruch ist angenehm vanillcnartig.Eine dritte, ebenfalls seltene Sorte, besteht aus unregel-mäßigen, bräunlichen oder schwarzbräunlichen, mit einemweißlichen Duft überzogenen Stücken von angenehmem,dem peruvianischen Balsam ähnlichem Geruch; zwischen denFingern gerieben, wird die Masse weich, etwas klebend,bci'm Kauen hängt sie an den Zähnen. Diese Sorte ist dereigentliche alte Storax calamila. Was jetzt unter die-sem Namen, so wie als Storax vulgaris verkauft wird, ist nurein Gemenge von Holzspähncn und flüssigem Storax(Storaxbalsam, s. weiter unten), ein Kunstprodukt,welches in Tn'est und Venedig gemacht wird, und nicht, wiemanche glauben, der bei der Bereitung des peruanischenBalsams verbleibende Rückstand ist. Diese Sorte kommtin großen, leichten, zusammengepreßten, hellbraunen oderweißlichen Stücken, die den Lohballen nicht unähnlich sind.Der flüssige Storax oder Storaxbalsam, Storaxoder Storax Üguidus, Lalgamuin Sloracis, wird höchst wahr-scheinlich durch eine Art Schwellung, wie bei'm Theer-schwellen, aus dem Holz des Storaxbaumes, nicht aber, wie

man häufig annimmt, durch Auskochung der Zweige undAcste dieses Baumes gewonnen. Er hat ohngefähr dieKonsistenz des Terpentins, eine maus- oder grünlichgraue,mit der Zeit aber schwärzlichgrau werdende Farbe. Sein iGeruch ist angenehm balsamisch, vanille- oder benzoeartig, Isein Geschmack gcwürzhaft, nicht unangenehm. In Alkohol >ist er fast vollkommen auflöslich. Früher wurden die ver-schiedenen Arten Storax als Arznei gebraucht, jetzt aber nur ,noch unter Parfümericn und zum Räuchern tc. Die wich- !tigsten Bezugsorte sind Marseille und Triest. ^

Storniren, s. Ristornircn.

Stoss. Ein StoßHolz bedeutet in Frankfurt a. M- .vier Klaftern. ^

Stotze (Schoppen), Flüssigkeitsmaaß im schweizer K-Zürich.

Ttralsund, Festung und Hauptstadt des gleichnam.Regierungsbezirks in der preuß. Provinz Pommern, an derMeerenge Gellen, wodurch die Insel Rügen vom feste"Lande geschieden ist, selbst auf einer Art Insel gelegen, undnur durch Brücken mit dem festen Lande verbunden, unter34» 18' n. Br. 10» 45' ö. L., mit 16,000 Einw.; hat Fa-briken in Leinen- und Wollenwaaren, Leder, Seife, Stärke,Zucker, Tabak, Spiegeln, Spielkarten, bedeutende Oel-,Branntwein- und Malzproduktion, Getrcidchandcl, Schiff-bau und Schifffahrt. Im Jahr 1842 liefen 132 beladeMSchiffe von 6229 Lasten ein, aus 402 Schiffe von 13,173 k.Die eigene Rhederci der Stadt betrug am 1. Jan. 1846'

88 Schiffe von 8894 Lasten, 1847: 92 Sch. von 9801 Laste".

Im Jahr 1846 liefen ein 261 Schiffe, davon 167 belade",

37 mit Ballast, 37 leer; aus gingen 237 Schiffe, davon 16>beladen, 69 mit Ballast, 27 leer. Unter den eingelaufene"Schiffen waren 13l Schiffe von 11,701 Lasten, schwedisch43 von 2610 Lasten, und unter den ausgelaufenen 146 preu-ßische Schiffe von 11,716 Lasten, 43 schwedische, hannövcr-sche 36 von 991 Lasten, holländische 10, englische und russi-sche je 3, mecklenburgische 2 von 203 Lasten. Die Einfuhrbestand aus England (Lcith, Hüll, Bcrwick, Ncwcastlc,Eharlcstown, Granqcmouth,- Hartlepol, LiverpoolsSteinkohlen, Schleifsteinen, Theer, Pech, Roh- und Br»ä"eisen, Stangcneisen, Eiscnwaaren, Salz, auch aus St.-ubcs!aus Rostock, Lübeck, Bremen, Hamburg, Amsterdam,in Getreide,Kasse, Zucker,Reis,Käse, Gewürze, Tabak, Wci"'Fellen; aus Emdcn, Holland u. Antwerpen in Dachsteine"'aus Bandholm in rohen Häuten (760Ctr.); aus Fehmcr"Butter und Käse; aus Stolpmünde und Rügenwalde >"Brennholz; aus Kopenhagen in Theer, Pech, roher Wo^'Südfrüchten; aus Bordeaux in Wein (2200 Etr.); a>ffRouen (in Gypss; aus St.-Petersburg und Riga in H""siSegeltuch, Leinsamen, Potasche, Talg, Matten, Sich"'Planken; aus Wad in Erbsen; aus Ulcaborg, Rorkjöp!"^Stockholm, Kalmar, Westerwick, Wisby, HernösandNystad in Eisen, Brennholz, Brettern, Balken, Stabholhviel Kalk, Flintensteincn, Theer, Pech, Braunroth, Nag^und etwas Kasse. Die Ausfuhr bestand größtenthcilsGetreide, besonders Gerste, Hafer, Roggen, Raps, we"^Weizen, Erbsen, Wicken, Malz, etwas Wolle, Steinkohle"'Gyps rc. Hier mag noch die Uebersicht der preuß. Rhedceeauf S. 470 am 1. Januar 1847 vervollständigt werde"-