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Stück von Achten
Sulu- oder Sulong-Jnseln
steht man unter ?iece xooäs oder Stückgütern die inBallen kommenden seidenen und baumwollenen Zeuge. —In der Schifffahrt versteht man unter Stückgütern,sranz. llüarxo ü cuoilleUo, diejenigen Colli (Kisten, Fässer,Ballen w.) der Ladung, von denen die Fracht stückweise,und nicht nach dem Gewicht, bedungen wird.
Stück von Achten , wird häufig der spanische undmejicanische Silberpiaster genannt, weil er in 8 licalosäo plata antigua oder mexicana getheilt wird. — Die >' oxraäa otto lieali (Stück von 8 Realen) ist aber auch einefrüher gebräuchliche Rechnungsmünze im GroßherzogthumToscana.
Stuttgart, Haupt- und Residenzstadt des Königr.Würtemberg, >/z Stunde vom Neckar gelegen, in einemThal, welches von allen Seiten die schönsten Weinberge be-grenzen, mit 31,000 Einw. Stuttgart wird durch Handelund Industrie neuerlich mehr als je belebt. Es hat, außerdem Gymnasium und anderen Unterrichts- und Wohlthätig-keitsanstalten, eine'polytechnischeSchule mit derKunstschule,Realschule, Sonntags-Gewerbeschule, eine Gesellschaft zurErmunterung der Gewerbe, Sparkasse, Unterrichtsanstaltzum Spitzenklöppeln nebst einer Spinnschule in der Catha-rinen- und Marienpflegc, Privat-Sparverein, Kredit-Verein (seit 1826), Renten-Anstalt, Weinbau-Verein, diekönigl. Hof-Bank, welche seit 1802 besteht, Disconto- undDeposito-Geschäfte macht, aber keine Noten ausgiebt, einstatistisches Bureau, Hauptzoll-Amt, Fabriken für Leinen-,Baumwoll-, Wollzcug- und Seidenzeuge, Bijouterie, Bunt-papier, Teppiche, Leder, Blechwaaren, Strohhüte, Liköre,Senf, Essig, mussirende Weine, Gewehre, und auch Braue-reien. Lebhaft ist der Buchhandel und die Buchdruckerei, sowie der Handel in Wein, Materialwaaren, Droguen rc.Den Verkehr fördert die Staatsbahn, welche Stuttgart mitEßlingen, Ludwigsburg, Plochingen rc. verbindet. Bemer-kenswerth sind außer der Öfter- und Christ-Messe die imAugust (vom 22. bis 24.) stattfindende Tuchmeffe (seit 1838),und der Pferdcmarkt im April (seit 1836).
Münzen, Nechnunz, Maaße und Gewichte s. im ArtikelWürtemberg.
Stüver, Stuiver, s. Stüber.
Stütze, Flüssigkeitsmaaß im Großherzogthum Badenund im schweizer Kant. Solothurn.
Succadana, s. Borneo.
Succalo, ein Oelmaaß auf der ionischen Insel SantaMaura; s. Ionische Inseln.
Süd-Carolina, einer der vereinigten nordamerikan.Freistaaten; s. Lanolin».
Rcchnungsmünze in mehreren Provinzen
Spaniens.
Suhl, Stadt in Preußen, Regierungsbezirk Erfurt,am südl. Fuß des thüringer Waldes, im romantischen Thalder Lauter gelegen, 2 Stunden vom höchsten Gebirgskamm(Schneekopf) entfernt, hat 8000 Einw., deren Gewerbthä-tigkeit sich hauptsächlich auf das Weben von baumwollenenund leinenen Zeugen (Barchent, Drill, Sommerbcinkleiderrc.)und auf die Eisenblech- und Gewehrfabrikation erstreckt.Einer der Hauptzweige des suhler Eisengewerbes ist die
Blechfabrikation. Es befinden sich hier mehrere Blcch-hämmer, die aber zum Theil auch Stabeisen und Plattinenverfertigen, von denen jeder mit einem Löschfeuer und einigezugleich mit Blauöfen verbunden sind. Die suhler Blechesind wegen der vorzüglich guten Beschaffenheit des Eisensim Handel sehr geschätzt. Das wichtigste Eisengewerbe inSuhl ist aber die Gewehrfabrikation, die schon im16. Jahrh, von großer Bedeutung war. Außer einer Anzahlvon Büchsenmachern und kleinern Gewehrfabrikantcn, diesich mit Verfertigung von Galanteriegewchrcn beschäftigen,sind vorzüglich hier Gewchrhandlungen, welche das Gewerbeim Großen und fabrikmäßig betreiben. Außerdem werdenauch noch kleine Eisenwaarcn in Suhl gemacht, z.B.Kugel-zieher, Feuerzangen, Zuckcrhämmer, Petschafte rc., und i»der Umgegend von Suhl sind gegen 100 Nagelschmiedcwerk-stättcn. Auch die Fabrikation der Sensen, Schaufeln unddgl. ist nicht unbedeutend.
Sickel, s. Sockel.
Sulu- oder Sulong-Jnseln, eine nordöstl. von derInsel Bornco gelegene Gruppe kleiner und fruchtbarer In-seln in Hintcrindien, welche von Malaien bewohnt werden,die Seeraub treiben. Auf der NWküste der Insel Sululiegt die Residenz des Sultans, die Stadt Bewan oderSulu. — Die Bewohner bekennen sich zum Islam undstehen mit China, Indien, Bornes und Mindanao in leb-haftem Verkehr, holen dort Reis, Sago, Kauris rc. Diewichtigsten Produkte der Inseln, übrigens reich an Tropen-gewächsen, sind für die Ausfuhr Vogelnester, Perlen undAmbra, der durch den West-Musson an die Küsten geworfenwird, und sich an den benachbarten Inseln nicht findet. DieInseln stehen unter einem Sultan.
Münzen und Rechnung.
Wirkliche Münzen giebt es nicht. Die Rechnungenwerden bisweilen in spanischem Gelde gestellt, gewöhnli-cher aber i» Sanampoories, Cangans und Cow-soongs. Der Sanampoory (spr. Sänämpuri) ist einebloße Rechnungsmünze; der Cangan (Känngänn) ist eingrobes Baumwollenzeug, welches in China bereitet wird,von 6 engl. Fathoms (Faden) oder 12 Parks Länge, undwelches man einem spanischen Piaster gleichschätzt. DerCowsoong (Kausung) ist ein Stück Rankin von 4 engl.Fathoms oder 8 Parks Länge, und wird 4 Sanampooriesgleichgcschätzt. Bei kleinen Zahlungen bedient man sich auchdes Paddy oder Reis in Hülsen.
Maaße und Gewichte.
Das Ellenmaaß ist der englische FathoM(Faden) von 2 Yards, aber auch der chinesischeCovid.
Maaße für Getreide und andere trockene Dinge.Das kleinste derselben ist die Hälfte einerKokosnuß-schale, die man Panching (Pänntsching) nennt. Essind ferner 8 Panchings — 1 Gantang, und 10 Gantangs— 1 Raga. Der Gantang Reis wird an Gewicht4 chines. Cattics angenommen, wonach 2>/z Ragas einenchincs. Pikul ausmachen.
Den Reis in Hülsen als curante Münze zu brauchen,hat die Gewohnheit erzeugt, die Früchte und einige andere