Sumach — 647 — Sundzoll
Gegenstände, als die Kauris (s. dies. Art.) rc., zu messen,statt sie zu wäge n.
Die Gewichte sind den chinesischen vollkommengleich, führen aber zum Theil andere Benennungen.
Der Pikul hat 2 Lacksas, 20 Booboots (Buhbuhts)oder 100 Cattics. Das Catty hat 16 Tales (Tehls) i> 10Ammas ä 10 Choosocks (Tschuhsocks). Der hiesige oderchinesische Pikul ist — 133>/z Pfd. engl. av. d. i>. —60,479733 stanz. Kilogr. Das Catty — l'/o Pst. engl.a"- d. p. — 604,7973 ftanzös. Gramm, — 12,887,63holländ. As.
Sumach oder Schmach, französisch Sumao; englischLdumac; ital. Sommaco, ist das Pulver der jungen Zweigeund Blätter mehrerer zur Gattung Itdus gehörigen Sträu-cher, welches zum Färben und Gerben dient. Den besten,ächten Sumach liefert der in Sicilicn, Portugal, Spanienund einigen Gegenden Asiens einheimische Gerbcrsumach,lllnis coriaria. Man legt die Wurzelschößlinge im Frühjahrin die Erde, und im dritten Jahr sind sie so weit gediehen,daß die Stängel und Blätter abgehauen werde» können.Diese werden dann getrocknet und die Blätter von ihrenStielen durch Stöcke abgeschlagen. Die abgeschlagenen! Blätter und Blattstiele werden endlich unter senkrecht um-! laufenden, von Pferden getriebenen Mühlsteinen zermalmt,
! gesiebt, in Säcke verpackt und sind nun Handelsartikel. Der^ Sumach kommt im Handel nie anders, als im gepulverten
^ Zustande vor. Das Pulver ist gröblich, von gelb- oder
braungrüner Farbe. Guter Sumach muß frisch, trockenund schön grün von Farbe sein, dagegen taugt der weißlich,grau oder braun aussehende nur wenig. Die wichtigstenBestandtheile des Sumach sind Galläpfelsäure, Gerbsäureund ein grünlichgelber Farbstoff. Erstere beiden finden sich>m Sumach in einem Verhältniß, welches nur wenig vondem in den Galläpfeln abweicht. Man wendet ihn vorzüg-lich zum Gerben der feinern Ledergattungen an, die noch an-I dere Farben, nämlich Roth, Gelb, Grün, erhalten sollen.Hierzu ist er ganz vorzüglich, weil er, nicht so wie Galläpfeldem Leder eine schmutzige, sondern nur eine gelbliche FarbeMittheilt. In der Färberei und Kattundruckerei dient derSumach als Ersatzmittel der Galläpfel zu Schwarz, Grauund als Zusatz zu ordinären Krappfarben. — Der un-ächte Sumach, auch venetianischer und italieni-scher genannt, besteht aus den gemahlenen oder gestampftenBlättern, Rinden und jungen Zweigen des Perücken- oderFärberbaumes, Rujastrauch, Skumpina, Itdus Lotinus.Dieser ist in den südlichen Theilen des österreichischenStaats, im Banat, in der Militärgrenze, in SiebenbürgenUnd Jllyrien, selbst in der Gegend von Wien einheimisch,auch in Ungarn und Jstricn zieht man viel Bortheil vondiesem Strauch. Man mäht dort jeden Sommer die ausden Wurzelstöcken neu aufgeschossenen jungen Zweige, sammtdem Laube, ab, trocknet sie an der Sonne und läßt sie durchPferde zu einem gröblichen Pulver zertreten, welches zumAusgerben feinerer Ledergattungen eben so gut, wie derächte Schmack verwendet werden kann. Er wird nicht nurin den österreichischen Gerbereien in bedeutender Menge ver-braucht, sondern auch nach dem Auslande versandt. InTyrol wird der SchmackR a u sch genannt. Aus dem Bezirk
Wippach in Krain wird seit dem ersten Decennium diesesJahrhunderts viel von diesem Schmack nach Trieft versandt.Früher machte Benedig mit dem aus Italien und Jstrienkommenden Schmack viel Geschäfte, woher der Name vcne-tianischer Schmack rührt. — Vom ächten Schmack ist dersicil ionische eine der besten Sorten. Er wird überParma, Messt,ia, Palermo, Castellanuova nach Livorno,Trieft, Marseille, Hamburg und London versandt. DerSchmack von Malaga ist dem sicilianischen in der Gütegleich; weit geringer, auch um wohlfeiler, ist der por-tugiesisch e, 8mm,xro, In Frankreich wird in den südlichenGegenden, namentlich bei Avignon, Montpellier u. Nismes,Schmack gebaut, aber meist im Lande selbst verbraucht. —Mehrere in Nord-Amerika einheimische Gcrberbäume, z. B.der glatte, Obus xi.obnun, der canadische, I!. canmlonso, dervirginische, I!. l^piüinun, können auch z» Schmack benutztwerden. In Baicrn werden bei Landau die Blätter derTamariske, 'I'anuuix Kormanica, statt Schmack gebraucht.
Sumatra , s. Ach e m und Bencoolen.
Sumbava, eine Insel im Sunda-Archipel, deren Be-wohner Malaien und in mehrere Königreiche getheilt sind.Die Allas-Meercnge trennt die Insel im W. von der Lom-bok-Jnsel. Die Produkte sind Reis, Pistazien, Sapan- u.Teakholz, Bogclncster, Tabak, Wachs, Schwefel, Salpeter,Goldstaub, Perlen, kleine Pferde. Ansehnliche Handels-städte mit schönen Häfen sind Bima und Sumbava.
Sundzoll, ein Regal, welches Dänemark seit Jahr-hunderten auf die den großen und kleinen Belt passirendenSchiffe gelegt hat, und in Helsingör erheben läßt — wirdsowohl von den einheimischen, als auch von fremdländischenSchiffen, von letzteren jedoch mit dem Unterschiede erhoben,daß mit einigen Staaten, namentlich mit Holland, England,Schweden, Frankreich, Rußland, Spanien, Norwegen,Preußen, Nordamerika, Brasilien und mit der freien StadtHamburg zur gegenseitigen Begünstigung der SchifffahrtVerträge geschlossen sind, in deren Folge die Schiffe dieserStaaten bedeutende Erleichterungen in der Sundzollcntrich-tung genießen. Die neueste Sundzollrolle ist 1842 gedruckt,und darin die Ermäßigungen der in London und Helsingör1841 abgeschlossenen Conventionen berücksichtigt. In derneuesten Zeit ist der Sundzoll ein Gegenstand lebhafter Un-terhandlungen zwischen Preußen und England mit Däne-mark gewesen, um eine Ermäßigung zu bewirken; jedochohne Erfolg. Uebrigens ist der Sundzoll viel geringer alsdie Elbzölle bis Magdeburg. Vgl. die magdeb. Denkschrift:Die Elbzölle, Magdeburg 1848.
Der Sundzoll wird erhoben:
I. von Schiffen, als:
») Zollkammer-Gebühr für Schiffe von über 20 Last,3 Species.
l>) Leuchtfeuer-Abgaben.
c) die Translateur-Gebühr.
ä) die Paßgcbühr, 8 Stüber pro Schiff.
e) das Extra-Armengeld, 1 Species pro Schiff.
II. Von Waaren.
Nach dem deklarirten Nettogewicht auf Grund einesbesondern speziellen Tarifs, wobei die Schiffe der obengc-dachten Staaten den Vortheil haben, daß sie von den im