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Zweiter Band. H - Z.
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Surinam

Supercargo

Tarif nicht namentlich aufgeführten Gegenständen, z. B.Palmöl, Twist rc. 1 Proc. des in den Dokumenten verschrie-benen Werthes des Absendungsorls der Waare entrichten,während die nicht tarisirten Waaren anderer Nationen mitl'/i Proc. des Werths belastet sind. Den Schiffsführernwerden 4 Proc. des Zollwerths der Waaren als Remunera-tion gezahlt. Außerdem haben die begünstigtercn Rationennoch den Vortheil vorzugsweise»: Abfertigung, des Erlassesder speziellen Revision und der Erhebung des Sundzolls aufGrund glaubwürdiger Zeugnisse oder Pässe, eines dreimo-natlichen Zoll-Kredits, und der Stundung des Sundzollsbis zur Rückkehr in den Sund, sobald das Anlaufen behufsder Zoll-Entrichtung wegen Unwetters unmöglich ist.

Die Revenüen aus der Sundzoll-Erhebung fließen zumStaatsschuldentilgungsfond.

In Preußen wird den über Stettin bezogenen, fremd-ländischen übersundischen Waaren, um sie für die Entrich-tung des Sundzolls zu entschädigen, ein Rabatt von 2»/zProc. der Eingangsabgaben gewährt.

Supercargo, s. Cargador.

Snpcrtara, s. Tara.

Supporto, ist gleichbedeutend mit Zins.

Surabaya, Hafenstadt auf der ostindischen Sunda-Insel Java, mit 80,000 Einw. Man unterhält bedeutendeSchiffswerfte, und der Hafen ist der beste der ganzen Insel;s. Batavia.

Surate, Stadt im britischen Ostindien, in der Prä-sidentschaft Bombay, Prov. Gudjerate, unter 21" 11'n.Br.70° 40' ö. L., 8 Stunden oberhalb der Mündung des Flus-ses Taptv gelegen. Bei Ankunft der Europäer in Ostindienwar Surate der wichtigste Handelshafen, ist aber in neuesterZeit durch öftere Verheerungen der umliegenden Provinzenund durch Verlegung der Präsidentschaft nach Bombay be-trächtlich gesunken. Sie hatte noch ohngefähr 200,000 Ew.,unter denen sich viel reiche Kaufleute befanden, und derHandel mit den Landesprodukten, besonders Baumwolle rc.,so wie mit hier verfertigten Manufakturwaaren in Seideund Baumwolle, Brocat, den Erzeugnissen der benachbartenProvinzen und Cashmirshawls zur Ausfuhr, gegen euro-päische Manufakturwaaren, Zucker rc. als Einfuhrartikel,war immer noch beachtenswerth. Im so eben verflossenenJahr aber (1837) ist die Stadt durch einen ungeheurenBrand fast ganz vernichtet worden, und bei dem fortwäh-renden Sinken des Handels zweifelt man auch an ihremWiederaufbau.

Münzen und Rechnung wie in Bombay u. Madras.

Maaße und Gewichte.

Läugeumaaß. Leinene Stoffe, Atlas und Sammt wer-den mit dem englischen Pari, gemessen. Andere hiesigeLängenmaaße sind: der Guz von 28>/>> englischen Zoll oder0,716 franz. Meter, dcrBazar-Guz von 28 engt. Zolloder 0,711 Meter, und der Covid von 18>/2 engl. Zolloder 0,47 Meter.

Getreideniaaß. Der Pherra Hat20 Palies, und ent-hält an Gewicht ohngefähr 73 Psd. engl. av. ä. p. ----- 34,02franz. Kilogramm.

handelsgewichl. Der Maund hat 40 Seers ä 30 Pice,und ist die Hälfte des Maund der bengalischen Factorei zuCalcutta, mithin ----- 37 Pfd. 3 Unzen 5>/z Drachmen (37s/zPfd.) engl. av. (I. p., ---- 16,9343 franz. Kilogr. — Ein ^anderer Maund heißt Pucca-Maund und ist das Dop-pelte des vorigen, mithin der bengalische Factorei-Maund--- 74-/z engl. Pfd. av. ä. p. ---- 33,87865 Kilogr. — 20Surate-Maunds oder 10 Pucca-Maunds machen einenCandy aus. — Es kommen übrigens im Handel bei eini-ge» Artikeln Maunds vor, welche nicht 40, sondern 41bis 46 Seers enthalten. — Ebenso werden Pfeffer undSandelholz nach dem Bombai-Candy von 21 Bombai-Maunds — 18"/, Surate-Maunds (4 Bombai-Maunds d28 engl. Pfd. av. 3. p. — 3 Surate Maunds), Baum-wolle aber nach einem Candy von 21 Surate-Maundsverkauft.

Gold- und Silbergenücht. Die Tola hat 32 Valls s 3Ruttens. 82'/z Valls machen eine englische Troy-Unzeaus; mithin wiegt die Tola 1862/,, engl. Lroy-Grän----12,0645 franz. Gramm ----- 231,0134 holl. As.

Surinam, eine bedeutende niederländische Koloniein Guyana auf der Ostküste von Süd-Amerika, zwischen 4"bis 6" n. Br. mit ohngefähr 70,000 Einw., wovon 1823etwa der 10. Theil freie Leute waren. Die Produkte sindIndigo, Kasse, Zucker und Baumwolle, Rum, Cacao, Reis,Hanf und große Schildkröten. Die letzter» drei Produktekommen aber nicht in den großen Handel. Aus den nochziemlich großen Waldungen gewinnt man vieles und präch- ,tiges Bau - und Tischlcrholz, Tamarinden, Copal rc. Dieeinzige Stadt der Kolonie ist Paramaribo, zwei Mei-len von der Mündung des Surinam in den atlantischenOzean, der Sitz des Gouverneurs. Die Kolonie hat einfür Europäer sehr ungesundes Klima, welches nur erst inneuerer Zeit durch das fortgesetzte Lichten der Wälder ver-bessert worden ist. Die Industrie der Pflanzer wird vonbedeutenden Abgaben, besonders einer ziemlich hohen Ver-mögenssteuer, niedergedrückt, und eine in den Gebirgen undWäldern hausende Negerbevölkerung, von weit über 20,000Köpfen, die aus lauter entlaufcnen Sklaven besteht, beun-ruhigt die Kolonisten unaufhörlich. Der Werth der Ein-fuhr in Surinam betrug im Jahr 1843: 1,597,984 Fl.,davon für 1,035,632 Fl. vom Mutterlande, für 457,175von Nord-Amerika und 105,157 Fl. von den benachbartenKolonien kamen, dieselbe wurde durch 137 Schiffe von12,8111/2 Last beschafft. Der Werth der Ausfuhr betrug3,437,247 Fl., davon für 3,061,759 Fl. nach Holland, für273,715 Fl. nach Nord-Amerika und für 102,774 Fl. nachden benachbarten Kolonien, überhaupt auf 131 Schiffe"von 12,772 Last gingen. Die Hauptausfuhrartikel nachHolland waren 28,866,600 Pfd. Zucker, 1,607,990 Pfd-Kasse, 828,510 Pfd. Baumwolle, 20,365 Gallons Rum.

Münzen und Rechnung.

Rechnungsarten und Münzen (waren bis 182^denen im britischen Guyana gleich; s. Demerary). Seit1827 aber rechnet man im niederländischen Guyana gesetztlich nach Gulden zu 100 Cents holländisch Curant.Der Gulden wird auch noch, wie früher, in 20 Stübecü 12 Pf. oder 8 Duits eingetheilt. — Von wirklichen