Testone — 668 — Thee
In Lugano — 10022/z pariser Kubikzoll oder 19,909Liter.
In Locarno der größere 8lojo --- 1483>/r pariserKubikzoll oder 29,427 Liter; der kleinere 8lajo --- 1322>/,pariser Kubikzoll oder 26,228 Liter.
Der .lloxgio hat 8 8wja oder 8lari, und der tessiner8tojo ist — 17,2973 Liter, — 872 pariser Kubikzoll,—1,15315 neue schweizer Viertel, — und der öluxgio ----0,9223 neuen schweizer Malter. — Der 8acco (Sack) hat6 8loja; die 8omma (Last) hat 2 8acclii.
/lüssigkeilsmaaß ist der von!« (Lägcl) von 30 Pinten,oder auch die Ilrenta von 33 lioccali. 1 Pinie — 2 lioccali,— 1,72169 Liter. — Die llrenta enthält 72,3089 Liter, —48,206 neue schweizer Maaß. — Die Linie also 133,409pariser Kubikzoll oder 2,686 Liter, und der Laiile daher4062,273 pariser Kubikzoll oder 80,88 Liter.
Sewicht. Es ist ein schweres und ein leichtesPfund im Gebrauch, die aber an den einzelnen Orten inEintheilung und Schwere verschieden sind.
In Lugano hat das Pfund 30 Unzen, — 763,287Gramm, — 1,3265 neue schweizer Pfd.; — in Locarnodas schwere Pfd. 839,422 Gramm, — 1,6788 neue schwei-zer Pfd.; in Locarno das leichte 787,782 Gramm, —1,3755 neue schweizer Pfd.; in Bellinzona (Bellenz) 30Unzen, — 779,189 Gramm, — 1,5383 neue schweizer Pfd.In Mendrys hat das Pfund 30 Unzen und wiegt813,03 franz. Gramm oder 16963,1 holl. As; in der Ri-viera hat das Pfd. 32 Unzen und wiegt 839,39 franz.Gramm oder 17474,2 holl. As.
Das schwere tessiner Pfd. (I.iddra grassa) hält 32Onre, — 860,818 Gramm, — 1,7216 neue schweizer Pfd.;das leichte tessiner Pfd. (läreita) für Seide und Gewürzehat 12 Unzen, — 322,807 Gramm, — 0,648613 neueschweizer Pfd.; 3 schwere Pfd. sind — 8 leichten Pfd. —Der Lentinajo (Centner) hat 10 llubbs, 100 Pfd. —Das alte tessiner Zollpfund ist — dem Pfund vonLugano.
Medizinal- und llpolhekergemicht. Dazu wird das Mai-länder Pfund (Uibbra piccola) gebraucht.
Testone, Teflon; 1)s. Tostao; 2) Rechnungs-und Silbermünze in Rom; s. diesen Artikel.
Tcstono, früher toscanische Silbermünze; sieheFlorenz.
Teufels dreck, s. Asakooliäa.
Thu, s. Dha.
Thaler, werden häufig im allgemeinen alle größer»Silbermünzen genannt, welche mehr als ein Loth wiegen.Der Name soll von dem Ort Joachimsthal abstammen, woangeblich die ersten Thaler (Joachimsthaler) geprägtwurden. Man unterscheidet nach ihrem Baterlande, nachGepräge und Werth, sehr viele Münzsorten dieser Art, als:brabanter Thaler, spanische Thaler (Piaster), Albertsthaler,Kronenthaler, Laubthaler oder Neuthaler, Löwenthaler,Reichsthaler, Speciesthaler rc.; man s. diese Artikel. —Der Thaler ist gegenwärtig eine Rechnungs- und Silber-münze der meisten deutschen und einiger benachbartenStaaten.
Thee, französisch Ilie; englisch 7er; italienisch 7«,nennt man im allgemeinen vorzugsweise die auf eine eigen-thümliche Art zubereitete» Blätter des in China und Japanwachsenden Theestrauchs, Ikon sinensis. Derselbe wird jgewöhnlich nur 3 bis 10 Fuß hoch, erreicht aber bisweilenselbst eine Höhe von 30 Fuß. Durch seine immergrünen,glatten Blätter und schönen Blumen fällt er angenehm in'sAuge und verdient schon als Zierstrauch, seines anderweitigenNutzens gar nicht zu gedenken, eine vorzügliche Stelle unterandern ähnlichen Gewächsen. Auch findet man ihn jetzt sehrhäufig in den europäischen Gewächshäusern, wo er zwar zu-weilen blüht, aber nur höchst selten Früchte bekommt undüberhaupt nur langsam wächst. Letzteres scheint übrigensin seiner Natur begründet zu sein, da er sogar in seinemVaterlande, wenn man ihn aus Samen zieht, erst nach 6bis 8 Jahren 8 bis 6 Fuß hoch wird, so daß er jährlich nichteinmal einen Fuß Höhe gewinnt. Gleich vom Boden auSbis zur Spitze treibt der Stengel Acste, deren Farbe kasta-nienbraun, die des Hauptstengels (Stammes) aber graulich-braun ist, von einem harten, ganz eigenthümlich riechendenHolz. In abwechselnder Reihenfolge stehen die kurzgestiel-ten eirund-lanzettförmigen oder länglich-elliptischen, steifen,glatten und glänzend dunkelgrünen Blätter, mit sägeförmi-gem Rande von einigen (2 bis 3) Zoll Länge und einemZollBreite. Ihre Rippen sind stark entwickelt und, wie ge-wöhnlich, an der untern Seite vorragender, als an der Ober-seite. Aus den Blattwinkeln kommen die weißen, rosen-förmigen, kurzgestielten Blüthen hervor, welche gewöhnlicheinzeln, selten paarweise erscheinen und keinen hervorstechen-den Geruch haben. Ihr kurzer Kelch bleibt bis zur Frucht-reife und besteht aus 3 oder6Blättchcn von rundlicher Formund spitz zulaufend. Die Zahl der Blumenblätter ist oft aneinem und demselben Strauch verschieden, nämlich 3, 8, 6oder 9. Sind 6 oder 9 Blumenblätter vorhanden, so sinddie innern meist größer als die äußern. Die auf demBlumenboden stehen, fadenförmigen Staubgefäße, mitzweifächerigen gelben Anthcren (Staubbeuteln) sind in gro-ßer Anzahl vorhanden, aber weit kleiner als die Blumen-krone. Die Frucht besteht aus 3 rundlichen, zweisamigen,oder durch Verkümmerung einsamigen Kapseln, deren rund-liche, glatte, dürre, braunhäutige Samen höchstens die Größeeiner Haselnuß erreichen und einen öligen, bitterlich schme-ckenden Kern enthalten.
Obgleich alle die Theearten, welche zu uns durch denHandel, von einer und derselben Gattung der Species Ideekommen, so braucht man darum nicht zu glauben, daß manin ein und derselben Gegend alle die verschiedenen Theeartenvon ein und derselben Staude machen könne, wenn man auchnoch so sehr die Blättchen nach ihrem verschiedenen Altersortiren wollte. Es verhält sich mit der Kultur der ver-schiedenen Theearten ganz eben so, wie mit der Kultur desWeinstocks in unsern Ländern. Verschiedene Gegendenbringen nach der Natur ihres Bodens, nach der mehr oderweniger feuchten Luft und dem Grade der Wärme mehr oderweniger verschiedene Theearten zum Vorschein und die aus-gezeichnetsten Sorten, welche stets nur auf ganz kleine Di-strikte, oft nur auf einzelne Thee-Plantagen sich beschränken,werden in China noch höher geschätzt, als bei uns die be-kannten Rhein- und Frankenweine, die gleichfalls oft nur