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Zweiter Band. H - Z.
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Trockne Wechsel

Handel wenig günstig und das Klima nicht sehr gesund,trotzdem werden hier ziemlich bedeutende Geschäfte gemacht,^s bestehen Baumwollen- und Seidenmanufakturen, undder Handel mit Seide, Baumwolle, Wolle, Rosinen, Gall-apfeln, Krapp, Wachs, Badeschwämmen rc. ist von Wich-tigkeit.

Rechnung rc. s. A ke p p o und D a m a s k.

Trockne Wechsel, s. den Art. Wechsel.

Troiske, altes Holland. Gold-, Silber- und Münz-geivicht; 1280 Troisken — 1 Troy-Mark.

Trondhjem, s. Dronthei m.

Troppau, Hauptstadt des gleichnam. lichtensteinischen8ürstenthums im österreich. Schlesien, an der Oppa, mitt2,<)00 Einw., Tuch-, Wollzeug- und Leinewcberei, Handelt>»d Handelsgericht.

Tros, Rechnungsmünze in Cochinchina.

1.'»'«, «8, Hauptstadt des Depart. Aube in Frankreich,>n der ehemaligen Champagne, an der Seine, in einer gro-ßen und fruchtbaren Ebene, mit 28,000 Einw., Präfektur,ein Civil- und ein Handels-Tribunal, General-Handelsrath,Handelskammer, tlonsoil-äo-prull'Iwmmes, Gesellschaft fürAckerbau, Wissenschaft und schöne Künste, Fabriken fürStrumpfwaaren, Mützen, Krämpeln, Wachs, Woll- undBaumwollgarn, Tuch, Baumwolldecken, Wachstuch, Ocl,Papier, Färbereien, Bleichen, Bijouteriewaaren, Messer-schmieden, Gerberei, Schifffahrt.

Troy-Gewicht. 1) Englisches Gold-, Silber-, Pla-tin-, Münz-, Probir-, Edelstein- und Apothekergewicht,auch bei'm Kleinverkauf einiger Droguen gebräuchlich; —2) altes holländisches Gold-, Silber- und Münz-Gewicht.Die holländ. Mark oder Troy-Mark hat 8120 holländ. As»der 246,08386 sranz. Gramm, und ist die Hälfte dcsLroy-Pfundes. Sie wurde in 8 Unzen, 160 Engel, 640 Vierling,t280 Troisken, 2860 Deusken, oder 3120 holl. As einge-theilt. 19 Troy-Mark — 20 köln. Mark. Bergl. den Art.Ptark, Troy-Mark. Das alte amsterdamer Handels-dfund war etwa 2 Gramm schwerer als das Troy-Pfund.—Plan bediente sich des holländischen Troy-Gewichts früher-en auch in Frankreich, und Jacob VI. führte im Jahrt6l8 das franz. Troy-Gewicht in Schottland ein, wots aber bei der Bereinigung dieses Landes mit England ver-boten wurde. — Ueber den Ursprung des Namens diesesGewichts weiß man nichts gewisses. Einige wollen ihn von^r franz. Stadt Lroyes, andere von dem alten Namen derStadt London herleiten.

Trübcich-Muaß, eine Gattung des würtemb. Flüs-Hgkeitsmaaßes.

Trübaiche, Tresteraiche heißen die in manchenlogenden gebräuchlichen besondern Maaße für den Most undben noch ungeklärten junge» Wein. Der Ursprung beson-drer Maaßgattungen für diese Flüssigkeiten ist in dem grö-krn Volumen, welches dieselben vor Beendigung ihrerWährung einnehmen, und in der Absicht zu suchen, ihreBtaaßmenge mit dem Volumen nach beendigter WährungMöglichst in Einklang zu bringen. Daß an und für sichEine solche Unterscheidung, die ohnehin in den verschiedenenLändern nach abweichenden Sätzen gemacht worden ist, gar

keinen Zweck hat, ist einleuchtend; sie bringt aber auf derandern Seite in das Maaßwesen nur Verwirrung, und istdaher in mehrern Ländern abgeschafft worden, wogegen mansich dafür des Hauptmaaßes der Flüssigkeiten bedient; vergl.den Art. Lauteres Maaß.

Trüffel, lateinisch lubera, I^coperäon tuber Iünn. ;franz. Vrullo; engl. VruMes; ital. Larlulo; holl, lortullel,ist ein stammloser, rundlicher, fleischiger, mit vielen Höckernoder Beulen besetzter Pilz oder Schwamm, in der Größe voneiner Ruß bis zu einem großen Apfel. Er wächst beson-ders im südlichen Europa (Süd-Frankreich, Italien, Kroa-tien), aber auch häufig in Böhmen, stets unter der Erde 1bis 12 Zoll tief, besonders in Eichen- und Kastanienwäl-dern, in mehr trockenem, sandig-thonigem oder blos sandi-gem Boden. Sie werden entweder durch dazu abgerichteteHunde oder durch Schweine aufgesucht, und sind wegen ihresausgezeichnet lieblichen Aromas und angenehmen Geschmacksschon seit uralter Zeit ein vorzüglicher Leckerbissen auf denTafeln der Reichen, theils als Salat mit Oel, theils in Saucen,Suppen, Pasteten rc. Die Unterscheidung von schwarze»und weißen Trüffeln, als verschiedene Arten, ist ein Irr-thum, der sich in vielen naturgeschichtlichen Werken findet.Die Farbe hängt einzig von den verschiedenen Zeiten desWachsthums dieses Schwammes ab. Er ist weiß, wenner zu wachsen beginnt, wird dann grau, und zuletztsch w a rz. In Frankreich findet man die besten in der Ge-gend um Pörigucux, Angoulöme, Cahors. Die Trüffelnvon Sarlat in Pörigord und von Romans in der Dauphin«sind, wenn sie reif sind, an ihrer tiefschwarzen Farbe, feinge-zahnten Oberhaut und ihrer viel runderen Form kenntlich.Uebrigcns sind die Trüffeln von Perigord wegen ihres äu-ßerst angenehmen Aromas vorzüglicher als die aus derDauphins, auch deswegen, weil die letzter» gewöhnlich einenmoschusartigen Geruch haben. Man findet außerdemTrüffeln bei Valence (Dep. Drüme), bei Chinon (Depart.Tours), und geringe in der Bourgogne. Lrüffelmärkte sindAngoulöme, Cahors, Terraffon, Thiviers, Touche, Valreas,Benterol, Villcfranche. Berühmt sind die Trüffel-Pastetenvon Angoulöme (llülos so trullos s'VnxouIöme) und die vonPörigucux (!'. so lrullos (le pörlzuoux). — Im Aroma aus-gezeichnet sind besonders auch die piemontischen Trüf-feln, denen die in Kroatien gleichkommen sollen, hier aberfast gar nicht beachtet werden. Vorzügliche Trüffeln findetman auch bei Spoleto. In Böhmen findet man sie beiEinbogen.

Tschech, s. Tsien.

Tscheki, s. Cheky.

Tschen, Mas, Rechnungsmünze, Handels-, Gold-und Silbergewicht in China.

' Tschetwcrik, russisches Getreidemaaß.

Tschetwerka, Maaß für schüttbare Körper (Ge-treide rc.); und ehemals auch Flüssigkeitsmaaß in Ruß-land.

Tschetwert, russisches Getreidemaaß.

Tschopä, Getreidcmaaß im Königr. Atschin auf derostind. Sunda-Jnsel Sumatra.

Tschun, Mas, chinesische Rechnungsmünze undGewicht.