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Uhren
Tyrol
welcher sjx sehr geringhaltig ausprägte; sie ging später auch^ch Ostpreußen über und ward hier geprägt, kommt aber"ur noch wenig vor, und gilt jetzt 6 Sgr. preuß.
Tyrol mit Vorarlberg, ist eine zum österreichischenKaiserstaat gehörige gefürstete Grafschaft, zwischen BaiernN., Oesterreich und Jllyrien im O., der Lombardei imS. und SW., Lichtenstein und der Schweiz im W.;40t QM. mit 830,««0 Ew. Das Land ist durch die rhäti-lchen Alpen gebirgig, und die Flüsse sind Jnn, Jsar, Lech,Drau, Etsch, Eisak, Brenta ic. Die Alpenthäler habenschöne Weiden, deshalb ist die Rindviehzucht im Lande vor-iüglich und auch die Schafzucht nicht unbedeutend. Nichtgenug für den Bedarf wird Roggen, Weizen, Gerste, Hafer,Otais gewonnen; Flachs und Hanf wird im Ober- undUnter-Jnnthal gebaut; Obst gedeiht vorzüglich um Botzen,Orient, Meran und im Etsch-Lhal; Tabak wird im trienterand rovercdocr Kreise gebaut; im trienter, rovercdoer undbotzener Kreise ist die Seidenzucht beträchtlich, die jährlichan 3oog Ctr. roher Seide zur Ausfuhr, aber auch viel fürche einheimische Seidenweberei zu Roveredo, Botzen, Trient,Kla liefert. Der Bergbau auf Silber war ehedem viel be-hütender als jetzt, und die Quelle des Reichthums der Fa-milie Fugger; er liefert auch jetzt noch Silber, Kupfer,Blei, Galmei, Eisen, Steinkohlen, und besonders viel Salzaus dem Salzlager bei Hall am Jnn. Damit in Verbin-dung stehen die Eisen - und Stahlwaarenfabrikation, vor-züglich im Ailler-Thal, sowie die Scnsenschmieden zu Achen-rain, ein großes ärarisches Messingwerk und ei» ärarischesSalmiakwerk zu Hall. Bedeutend ist die Weberei der durchHausirende Lyroler weit verbreiteten halbwollenen Teppiche,besonders im Pustcr-Thal, von Baumwollcnwaaren, Scidcn-ßeugen; ferner die Baumwollmaschincnspinnerei, die Fabri-kation von Lederhandschuhen, Gürteln, Hosenträgern, vonvielerlei Holzschnitzwaaren im grödencr Thal um St.-Ulrich,bie mittelst großer Niederlagen in den Städten Italiens,Spaniens, Nürnberg, Leipzig, Philadelphia ic. fast durchdie ganze Welt verbreitet werden. Auch hat Tyrol guteGerbereien, Glas- u. Papierfabriken, und Spitzenklöppelei.
Auch ist der Speditionsverkehr in Tyrol zwischen Deutsch-land und Italien beträchtlich. Der Eigenhandel durch dieAusfuhr tyroler Industrie-Erzeugnisse ist lebhaft durch dieThätigkeit der hausircnde» Tyroler. Die Hauptstadt istInsbruck; andere wichtige Städte sind Botzen, Rove-r e d o, T r i e n t, B r e g e n z, B l u d e n z rc.
Münzen und Rechnung.
Man rechnet, wie in ganz Oesterreich, nach Guldenzu 60 Kr. ä 4Pf., theils im Conv.-20-Guldenfuß, theils im24-Guldenf., besonders im Handel. In jener Währung wirdder Gulden —21 Sgr. preuß., — 1 Fl. 13"/., Kr. im24>/2-Guldenfuß; in der letzten Währung derGuldc n aber17^ Sgr., — 1 Fl. 1 Kr. 1 Pf. im 24'/2-Guldc»fuß ge-rechnet.
Maaße und Gewichte.
länge,unaaß. Der tyroler Fuß ist — 148,114 pariserLinien, — 1,0646 preuß. Fuß, — 1,0370 wiener Fuß. —Die tyroler Klafter hält 6 Fuß; — die tyroler Ruthe10 Fuß. — Die tyroler Elle ist — 336,483 pariser Lin.,--- 1,03208 wiener Ellen, — 1,20376 preuß. Ellen.
/eldmaaß. Der Stochiacah hat 2 Tagmat oder8 Starland oder 10 Grabe. 1 Stochiacah hält 800Quadrat-Ruthen, — 1,83173 wiener Joch, — 3,49780preuß. Morgen, ^ 8930,9 Quadrat-Meter. — Ein ande-res Feldmaaß ist der Jauch oder Jauchert zu 360 Q.-Ruthen; 1 Stochiacah ist — 2 ^/g Jauch.
Gelreidcwaaß. Der tyroler Korn - Star ist —0,4972 wiener Metzcn, — 30,3778 franz. Liter, --- 0,8863preuß. Scheffel.
/lüssigtcitsiiiaaß. Das tyroler Maaß hat 4 Vierlingoder 8 Fraggele, — 0,8108 Liter, — 0,373 wiener Maaß,— 0,7081 preuß. Quart.
handclogewicht. Das tyroler Pfund ist — 362,9017franz. Gramm, — 1,00816 wiener Pfund, — 1,20332 preuß.Pfund.
Medizinal- und llpothekergcwicht ist das wie in Wien.
rr.
I7ckti»e, Hauptstadt der gleichnam. Delegation (dasehemalige Friaul) im österreichisch-lombardisch-venetianischenKönigreich, am Roja, mit 22,000 Ew., Bischoffitz, Lyceum,Gymnasien, Lehranstalt für Ackerbau, Seidenspinnereien,Leinwand- und Baumwollzeugfabriken, Auckerrafsinerien u.beträchtlichem Handel mit Seide.
Ueber, Getrcidemaaß in Tripolis.
Ueberfaß, nennt man dasjenige Faß, worein dasje-nige, welches die eigentliche Waare umschließt, noch beson-ders verpackt wird. Man nimmt dasselbe: 1) für solchekostbare Artikel, welche leicht die kleinsten Fugen durchdrin-üen, bei weiten Versendungen, vorzüglich aber 2) für solcheFlüssigkeiten, welche am Licht leicht entzündlich sind, aus
Vorsicht, um leicht mögliche Berührungen mit brennendenMaterien zu verhüten, z. B. für Terpentinöl. Der ebenge-nannte Artikel wird wie gewöhnlich in ein gut umreiftesund wohlverspundetes Faß gefüllt, und dieses Faß alsdannin ein zweites größeres verpackt, der innere Awischenraumzwischen beiden aber mit Wasser ausgefüllt. Auf diese Weisewird eine Anzündung des leicht brennbaren Terpentinölsganz vermieden.
Uercn, s. Vüren.
Uhren, nennt man gewisse selbstthätige Maschinenzur Bestimmung gleichmäßiger, kürzerer oder längerer Zeit-abschnitte. Ihre Bewegung wird durch verschiedene Vor-richtungen in dem Räderwerk, entweder durch Gewichte, oder