macht., oder nach Herrn d'Meinbert, wenn man anstattalles geistlos zusammen zu raffen , die Grundsätze des Gewissensin unserer Erkenntniß festsetzt, die allgemeinen Grundwahrhei-ten in einem Gesichtspunkt vorträgt, die Theile jeder beson-dern Wissenschaft unter ihre wohl unterschiedene Hauptstückebringt, und in dieser Zerlegung sowohl das kleinfügige undeingeschränkte Wesen vermeidet, das die Aeste für den Stammnimmt, als den Geist, der, um das Allgemeine zu sehrbekümmert, alles verfehlt und alles verwirrt, weil er alles um-. .sangen und alles verkürzen will.
Die Erfahrung aller Jahrhunderte macht darum unsere ei-: gene Erfahrung vollkommener. Ohne die Uebung wäre die! Gelehrsamkeit, ohne die Gelehrsamkeit wäre die Uebung nicht! hinlänglich; wir müssen beyde vereinigen, die Bücher und dieDkenschen studiren, die Todten und die Lebenden um Rathfragen, alle unter sich vergleichen, ihre vereinten Räthe beyallen Gelegenheiten mit der möglichsten Scharfsicht anwenden,mit unsern Beobachtungen verbinden, und durch unser eignesGenie aus allem die Regeln unsers Betragens ziehen. Jemehr wir das Gesehene mit dem Gelesenen vergleichen, destorichtiger und lichtvoller werden unsere Schlüsse, desto glückli-cher alle unsere Bemühungen seyn. Durch Anderer Arbeit un-terstützt, durch Anderer Fehler unterrichtet, werden wir dieFrüchte einernten, für die sie der Nachwelt gesäet, und dieAbgründe vermeiden, in die sie gefallen sind. Wir werden durchihre Erfolge zu neuen Erfolgen gelangen, durch ihren Ruhmauch uns den Ruhm erwerben, und durch die Gerechtigkeit,die wir der Vorwelt erweisen, auch von unsern Enkeln Gerech-tigkeit verdienen.
Die Erfahrung aller Jahrhunderte kann oft unsere eigeneErfahrung übertreffen, und sie macht sie unter gewissen Um-ständen beynahe unnütz; sie kann sie immer erleichtern, undwird sie immer vermehren.
Zimmermanns Erfahrungen.
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