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' zelnen Sache zuerst dasjenige vorstellen, wodurch sie erkannt! und von andern unterschieden wird. Nur muß man alle Be-ziehungen, die zu der Kenntniß dieser Uebereinstimmungennöthig sind, vergleichen können. Auch vergleicht der Geist,i indem er sieht.
Die Empfindungen der Sinne wären beynahe unnütz,wenn der Verstand dabey unwirksam bliebe. Der Geist wärereich an Bildern, und leer an Begriffen, unsere ganze Wis-senschaft bestühnde in der Kenntniß einzelner Dinge, die nichtsals sich selbst zum Grunde haben. Wir muffen bey dem Se-hen immer wirksam seyn, nicht nur sorgfältig das Einzelne un-terscheiden, und dabey bemerken , warum wir es als etwas Ein-zelnes betrachten; sondern auch jeden einzelnen Gegenstand mitjedem andern einzelnen Gegenstände, der ihm ähnlich ist, ver-gleichen , und alle ihre Aehnlichkeiten in der Geschwindigkeitbemerken können. Diese Aehnlichkeiten werden bemerkt, wennman sich nicht begnügt, alles wohl zu untersuchen, wasman empfindet, um also nur unbesonnener Weise jeder einzelnenEmpfindung nachzuhängen, sondern vielmehr sich gewöhnt, aufeinmal viele zu vergleichen, auf ihre Ordnung und Verknü-pfung sorgfältig zu merken, und also das Mannigfaltige zuübersehen, das verworfene zu sammeln, daS Unterschiedene zusondern, und das Abgesonderte so lange gegen einander zu hal-ten , bis sich über ihre Aehnlichkeit oder Unähnlichkeit ein deut-liches Urtheil fällen läßt. Auf diesen Wegen allein entstehendie verschiedenen Stufen der Klarheit, der Ausführlichkeit undder Vollständigkeit unserer Begriffe.
Hiermit fließt der Beobachtungsgeist ursprünglich aus demnatürlichen Gefühle, durch welches man von Allem, was sichdem Geiste darbietet, geschwind gerührt wird, und aus einer gleichgroßen Aufmerksamkeit auf alles, was uns rührt. Beydeerzeugen die Freyheit des Geistes überhaupt, welche dieSeele zu geschwindem Fühlen, Unterscheiden und Begreifenschärft, wie vortreffliche Augen das Gesicht zu geschwindem,
!, deutlichem und bestimmtem Sehen.
^ Der einzige Weg alles zu entdecken, was in einem Gegen-