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gesehen, daß Lust aus der Brust eines von außen nichtverwundete» Menschen gedrungen, der geathmet hat, und indessen Leichnam von den Theilen der Brust nur noch das ein-zige Brustfell war durchstochen worden. Die Lungen selbstschienen, von oben herunter betrachtet, so klein und zusammen-gefallen, als wenn sie mit der größten, von außen allenthalbenangewandten Gewalt, in den allerkleinsten Raum waren zu-sammengepreßt worden. Das Herz war völlig gesund. Schonbey der ersten Oeffnung der Brust drang aus derselben ein sobesonderer und in der Brust so ungewohnter Dunst, von demDoerhave sogleich sagte: er würde ihn von Entenfleisch herlei-ten , wenn er aus dem Magen käme. Einer von den Umste-henden erzählte hierauf dem Boerhave zum erstenmal, der Ad-miral habe bey seiner letzten Mahlzeit von einer Ente gespie-sen. Hieraus schloß auch Boerhave zum erstenmal, er werdenun bald eine ganz andere Ursache aller dieser Uebel finden, alsdie, an welche man bis hieher gedacht hatte.
Sobald Doerhave die Lungen der rechten Seite ei» wenigaufheben wollte, damit er sehe, ob sie ganz unverletzt seyen,fand er, daß sie auf einer wässrrichten Feuchtigkeit schwammen,von der die ganze rechte Brusthöhle von unten voll war. Mitder größten Verwunderung fand er eben dieses durchaus gleicheWasser in der gleichen Menge auch in der linken Brusthöhle.Erschöpfte diese Feuchtigkeit ganz auf, und fand sie der indemMagen gefundenen Feuchtigkeit vollkommen gleich, von derFarbe des Danziger Biers, das man mit Cardobenediktenwassergeläutert hätte. Der Geruch verhielt sich auf das deutlichste,wie der Gestank des Entenfleisches. Ueber derselben schwammso viel Oel, als der Admiral geschluckt hatte. Man fand inallem nicht die geringste Spur von Blut, Eiter oder irgendeinem andern verdorbenen Safte- Alles dieses in der Brustvorgefundene flüssige Wesen hielt am Gewichte hundert undvier Unzen.
Die Natur des Uebels kam demnach je länger je mehr anden Tag. Nun mußte man den Weg suchen, durch welchenalles, was der Admiral geschluckt hatte, in die Lungen gekom-