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ist sehr geschwind und klein, wenn die Entzündung in einemSeitenstich ungemein groß ist. In einfachen hitzigen Fiebernist er oft ein Zeichen, daß die Kräfte erschöpft sind. Er istin abzehrenden Fiebern zu fürchten, weil er sehr oft an ihremEnde beobachtet wird.
Der Athem ist sehr langsam und groß, sagt Hippokrates,wenn eine Coiwulsion oder eine Verwirrung vorhanden ist.Prosper AlpinuS fand ihn zwar nicht in allen Verwirrungen,und nur wenn der Kranke eine Schwere oder einen Schmerzauf der Brust, oder eine Entkräftung fühlte. Doch nimmtman überhaupt an, daß er etwas Fehlerhaftes indem Gehirnanzeigt, und auch dasjenige was daher entsteht: Schlafsucht,Verwirrung.
' Der Athem ist sehr langsam und klein, wenn die Kräfte soerschöpft sind, daß die Natur unter dieser Erschöpfung erliegt.Man bemerkt in diesem Falle nicht einmal, daß der Krankeden Athem zieht. Die größten Aerzte bezeugen einmüthig,dieser Atheni sey unter allen schlimmen der schlimmste. Er istin Fiebern ein tödtliches Zeichen, und wird auch der kalteAthem genannt, weil er, nach HippokrateS, dem Gale-nus und Prosper Alpinus, in solchen Kranken erscheint, diegleich darauf sterben werden. Prosper Alpinus sagt, er seyein Beweis, daß die Natur erlösche, und Boerhave glaubt,er sey tödtlich, weil er anzeige, daß die edlen Theile schonbrandig sind. So-war der Atheni unstreitig in den Personenbeschaffen, die Asclepiades, Boyer, Falconet, Fothergill undRaulin, aus dem Grabe gerettet und geheilt hatten. Auchich habe diesen Athem in einem dem Anschein nach todtenMenschen bemerkt, als er allmählig sich wieder zu erholen an-fing. Dieser Mensch war ein starker Dauer von ungefährsechs und dreyßig bis vierzig Jahren, der, aus Furcht vordem Galgen, in unserer Gefangenschaft alle seine Kräfte so sehrverloren, daß ich keinen Puls an ihm fühlen, keine Bewe-gung des HerzenS und keinen Athem an ihm entdecken konnte.Sein Angesicht und seine Lippen waren ganz erblaßt, seine Au-gen geschlossen; er ivar kalt und einem Todtcnkörpcr ähnlich,
ZimmermannS Erfahrungen. 12