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dersachsen zwey Bruder, beyde ausnehmende Philosophen undi große Theologen, gekannt, von welchen der eine zu seinem gros-sen Verdruss? immer einen harten und kugelförmigen, und derandere zu seinem noch größer» Verdrusse einen weichen und' unerschöpflichen Stuhlgang hatte; der Bruder mit dem harten^ Stuhl beneidete den Bruder mit dem weichen aus dieser einzigenUrsache so sehr, daß die Eintracht dieser Theologen oft durchi den bloßen Unterschied ihres Stuhlganges zu Grunde ging.i In Krankheiten, wo man die Gedärme in ihren Verrichtun-gen frey wünscht, und folglich in der Cholera, in Darment-zündungen, in der Darmgicht, ist eine Verstopfung von sehr, schlimmer Bedeutung. Bey Wahnsinnigen habe ich deutlich ge-sehen, daß eine hartnäckige Verstopfung die Langwierigkeitdieser Krankheit verkündigt. Ein Durchfall ist in Brustentzün-dungen, die durch den Auswurf enden müssen, und in dem Frie-se! überhaupt, höchst gefährlich. Herr Triller sagt, er habeden Durchfall in dem Anfange des Seitenstichs mehrentheilstödtlich gefunden, und in dem Fortgange dieser Krankheit nütz-lich; dieser würdige Arzt hat Recht, wenn man annimmt,daß diese Durchfälle Anfangs zur Zeit öeS Auswurfs, undspäter nach genugsam gereinigter Brust erscheinen. Baglivi, sagt, diejenigen sterben mehrentheils, welche nebst dem Seiten-stich einen Durchfall haben. Ich habe diesen Zufall haupt-sächlich gegen den siebenten und achten Tag eines Steitenstichsund einer Peripneumonie immer sehr gefährlich gefunden, ob-schon ich doch auch solche Leute gerettet. In der Schwind-sucht, die von einem Lungengeschwüre herrührt, sind häufigeDurchfälle ein gefährliches Zeichen.
Die Natur und die Farbe des Abgangs ist auch eine Quellevon vielen Zeichen. Ich habe schon gesagt, daß ein trockenerAbgang gut ist; denn er beweist, daß sehr vieles von denSpeisen in den Nahrungssaft und das Blut übergeht. Hip-pokrates hält hingegen in Krankheiten einen weichen und zu-sammenhängenden, zu der in gesunden Tagen gewohnten Stundeerfolgenden und dem Verhältniß der Speisen entsprechendenAbgang für gut; doch will er, daß er dichter werde, wenn