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Sie Antilliscke gelbe Krankheit, welche mit einem heftigen schwar-zen Brechen anfängt, und zuletzt in eine Gelbsucht übergeht,zu Martinique und Saint Domingo sehr grausam.
Durch die Trockenheit der Luft entwickelt sich ihre unter derFeuchtigkeit verloren gewesene Schnellkraft. Man hat zwar be-merkt, daß die elastische Luft unter allen Gattungen von Ex-perimenten immer elastisch bleibt, und daß sie weder durch einelange Ruhe, noch durch den heftigsten Druck diese Eigenschaftverliert. Aber eben diese Experimente zeigten den Naturfor-schern, wie die von einander gesonderten elastischen Lufttheilchendergestalt mit andern, zwischen dieselben eingedrungen«!!, Körpernsich vereinigen, oder wenigstens unter denselben so still sitzen daßJahrhunderte vergienge», ehe das geringste Merkmal einer Schnell-kraft in denselben erscheinen würde, da sie doch mit ihrer ganzenStärke sich äußert, sobald diese Lufttheilchen von fremden Körperngereinigt und unter sich von neuem verbunden sind.
Eine trockne Luft ist nun überhaupt sehr gesund, weil siesehr elastisch ist. Die trockne und nicht allzu kalte Luft er-weckt die Munterkeit des LeibeS und der Seele auf eine erstau-nende Weise, und daher ist sie hypochondrischen Personen soungemein zuträglich, weil sie den Leib und die Seele stärkt.Im Winter herrscht diese Lust in Montpellier, und bey unSin den schönen Tagen des Septembers. Eine trockne und sehrkalte Luft führt zu Krankheiten mit Entzündung, weil daSBlut in derselben dickt wird, und gleichwohl in einer nichtgeringen Bewegung ist: daher sehe ich, wie alle Aerzte diesie sehen wollen, bey dieser Witterung so viele Seitenstiche mitden übrigen angrenzenden Krankheiten. Die trockne und nichtallzumarme Lust ist freylich angenehm, und eben nicht unge-sund; denn die Luft zu Montpellier überhaupt heilt viele Eng-länder ganz allein von den lang dauernden auszehrenden Krank-heiten, und den sogenannten VapeurS oder hypochondrischenWallungen. Eine trockne und heiße Luft unterscheidet sich durchihre Einflüsse nicht von den schon berührten Einflüssen der Hitze;sie macht zuletzt die Menschen hager, dürr, und gleichsam aus-gebrannt. Dies« Lust herrscht in dem mittäglichen Spanien,