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töötlich sind. Man hat einen Knaben plötzlich sterben gesehen,dem der sonst so wenig geachtete Dampf eines TalglichteS vonseinen Mitgcsellen in die Nase geblasen worden. Kohlen vonEichenholz haben in leicht verschlossenen Kammern sehr oft denMenschen durch ihren Dampf plötzlich getödet. Man hat ausdem Dunste von frischem Kalk ein unaufhaltsames Niesten, undendlich den Tod erfolgen gesehen. Nichts ist bekannter, alsdie schädlichen Wirkungen des in einem nicht genug gelüftetenKeller gahrenden Weins. Ich bin zu verschiedenen Malen inmeinem eigenen eben nicht überfüllten Keller aus dieser Ursachein einem Augenblicke schuft,idlicht und fast sinnlos geworden;andere sind daher plötzlich gestorben. Alle diese Dünste tobenwie eine allzustarke Dosis Branntwein, oder der Dunst vondem feuchten und heißen Heu, durch eine Schlafsucht odereinen Schlagfluß.
Die Luft wird endlich auf vielerley Weise durch die Windeverändert. Es läßt sich nicht sagen, was dieser oder jenerWind überhaupt wirke, weil der gleiche Wind in verschiedenenOrten und Seiten sehr verschieden ist. Die Winde haben alsoüberhaupt nichts Gutes und nichts Böses an sich, weil mannur weiß, welche Winde in einem gegebenen Lande und in ei-ner gegebenen Seit, gut oder schädlich sind. Einer der größtenMänner unsers Jahrhunderts lächelte über die komische Verwir-rung der Aerzte, die in ihren Büchern ordentlich entscheiden,was der Oft- oder Nordwind wirke, weil jeder Wind allemaldasjenige in jedes Land bringt, was auf dem ganzen Stricheliegt, woher er bläst, und weil jeder Wind also nach der Ver-schiedenheit dieses Strichs verschieden ist. In diesem possierlichenWahne schweben auch diejenigen Dichter unter den Deutschen,die in Gegenden wohnen, wo der Sephyr über das AtlantischeMeer zu ihnen weht, und welcher von allen Winden für dieseDichter der häßlichste seyn sollte, weil er ihnen den Regen bringt,die Ausdünstung zurücktreibt, und die Kräfte des Leibes unddes Geistes bricht. Sogar nach der dichterischen Sürich säuseltder so oft besungene Sephyr über das Atlantische Meer und Frank-reich, und er ist auch daselbst unglücklicher Weise meistens feucht.