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hat unlängst von dieser auch in Italien, vermuthlich wegen denhäufigen unreinen Samenflüffen und Liebcsseuchen der Väterund Mütter um so weniger seltenen Krankheit, meinen eigenenErfahrungen gemäß geschrieben. Er hält die Verknüpfung füreine besondere Gattung einer Cachexie oder Übeln Leibesbeschaf-fenheit, in welcher alle flüssige Theile mit einer außerordent-lichen Sctiärfe behaftet sind, die er von der Verderbniß derMilch herleitet, mit welcher man die Kinder nährt. Er glaubtmit Recht, diese Verderbniß erwecke in einem geringern Gradedie meisten übrigen Krankheiten. In ihrem äußersten, beständi-gen und anhaltenden Grade, glaubt er, werde sie die einzigeentfernte Ursache der Verknüpfung. Ich gebe in der Haupt-sache dem Herrn Armani das meiste zu; doch führt, nach mei-nen Erfahrungen, der Drey noch viel geschwinder zu der Ver-knüpfung, als die bloße Milch.
Der berühmte und in Paris sehr beliebte Arzt, Herr Van-dermonde, denkt mit mir, und ich mit ihm, daß der Dreydie schlimmste Nahrung für die Kinder ist. Dieses unverdau-liche Gemisch von Milch und Mehl, das nicht gegohren hat,sagt er, macht in dem Magen mehr nichts, als einen unge-stillten Quark, der keine Zubereitung überstanden hat, und derkeine andere Veränderung erfährt als die, welche ihn zu seinerursprünglichen Säure zurückführt. Der Drey ist ein nur allzugewöhnliches und durch eine lange, vernunftlose Uebung geheilig-tes Gift, das die Milchgefässe verkittet, die Wege des Nah-rungssaftes und des Blutes verstopft. Er ist ein dichter, zäher,leimichter, plumper Quark, der in schwächlichen Körpern aufkeine Weise in eine bequeme und gesunde Nahrung bereitet undverwandelt werden kann, und dessen schädlichen Eigenschaftennur der stärkste Magen, und zuweilen nur die fast unüberwind-liche gute Leibesbeschaffenheit des Kindes widersteht. Dieseplumpe Speise ist nicht so bald in dem Magen der armen Säug-linge, als sich schon die Milch von demselben absondert, ge-rinnt und sauer wird, indeß das klebrichte Wesen des Mehlesaufquillt, ebenfalls sauer wird, und halb gegohren in die Milch-gefässe übergeht, in den Gekrösdrüsen stockt, und alle Wege