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tig macht, und wodurch wir insbesondere gewarnt werden,keine sauern Sachen lange in zinnernen Besässen stehen zulassen. Obschon hier nur von Kochgeschirren die Rede ist, sokann ich in Absicht auf das mit dem Zinn zunächst verwandteMetall doch hier anfuhren, daß der Freyherr van Swieten vonder sogenannten Poitou-Colik ein ganzes Hausgesinde überfal-len gesehen, weil es sein Trinkwasser in einem großen bleyer-nen Besässe gehabt. Die schädlichen Wirkungen aller Kochge-schirre überhaupt durch Erfahrungen zu prüfen, ist setzt HerrSalomon Schinz, ein grundgelehrter Naturforscher, und inseiner Aufmerksamkeit unermüöeter Arzt in Zürich, sehr nützlichbeschäftigt.
Bis hieher habe ich von den Eigenschaften der Speisenüberhaupt dasjenige angezeigt, was bey der Untersuchung derentfernten Ursachen der Krankheiten in Betrachtung kommt.Noch bleibt mir übrig, die schädlichen Wirkungen einer allzu-großen Menge von Speisen, allzuweniger Sprisen, und endlichihrer ungeschickten Mischung zu berühren.
Eine allzugroße Menge von Speisen ist dem Leibe undbesonders dem Geiste nachtheilig, eine beständige Freßbegierdemacht die Leute dumm; die Gemüthskräfte sind in den mäßig-sten Menschen am stärksten. Die alten Egyptischen Aerzteleiteten alle Krankheiten von den Speisen her, und riethendarum inchrentheils Brechmittel, Purgazen und den Hunger.Die beste Regel zur Aufrechthaltung der Kräfte des Leibesund der Seele ist, nicht mehr zu essen, als man verdauen kann;je besser alles, was wir essen, verdaut wird, desto feinerwird der Nahrungssaft, desto freyer der Geblütsumlauf unddesto schärfer der Geist. Cheyne hat gesagt, und ich erfahrees alle Tage meines Lebens an mir selbst, daß man einenreinen Magen haben muß, wenn man einen aufgeheitertenGeist haben will. Ein Knabe, der in einem Walde gefangenworden, hatte wegen seiner dünnen Diät einen so sehr schar-fen Geruch, daß er alle gesunden Pflanzen von den schädlichenunterscheiden konnte; er verlor aber diesen Geruch, sobald er aßwie andere Menschen. Ein Blinder war im Stande durch