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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / von Dr. Joh. Georg Ritter v. Zimmermann
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367
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schirr, nebst dem erforderlichen Salze gekochten Hecht, undmit Kaffee erfahren. Weder an dem reinen Wasser, wenn eSeine Nacht in einem kupfernen Besässe gestanden, noch an dem,was er vorher in einem Kupfergeschirre hatte kochen und darinwieder kalt werden lassen, und auch in der in einem kupfernenBesässe von etlichen Pfund Rindfleisch ausgekochten Bruhe,die er in demselben Gefäß wieder kalt werden ließ, hat HerrEller nicht die geringste Spur einer metallischen Auflösung be-merkt. Nur das pure Wasser hatte mit dem gemeinen Salzein dem kupfernen Kessel gekocht, einige Grane von dem Metallaufgelöst; da man hingegen keine Auflösung des Kupfers beyallen denen Versuchen wahrgenommen, wo das Salz auf eineandere Materie, als auf das Metall wirken kann. Die Ver-änderung an dem Geschmack der Bruhe in Kupfer gekochterSpeisen und ihr scharfes und ekelhaftes Wesen findet nach denErfahrungen dieses großen Naturforschers nur dann statt, wennman den Wein, den Weinessig oder Cirronensaft während demKochen an's Fleisch, oder an die Pflanzgewächse hinzuthut,oder wenn man die gekochten Sachen allzulange an einem Ortestehen läßt, wo die Feuchtigkeit der Luft dieses Metall ver-ändern und den Grünspan davon auflösen kann. Hierausschließt Herr Eller, daß also unstreitig solche zugerichtete oderaufgehobene Speisen der Gesundheit schädlich seyn müssen, undUebelkeit, Beängstigung oder Erbrechen verursachen, daß maninzwischen doch nicht dieses aufgelöste Grünspanartige mit demGifte in eine Reihe setzen könne, weil es nur eine Art voneinem Brechmittel ist, das nach der Menge des von Kupferaufgelösten Grünspans schwächer oder stärker wird. Diese Mei-nung des Herrn Eller scheint mir auch dadurch bekräftigt, weildie Chinesen den Grünspan in der Mölke auflösen, dieses ab-raucben, und den Satz mit Bisam zu einer Pille machen, wo-mit sie die Tollheit und fallende Sucht zu heilen hoffen.

Mit der gleichen preiswürdigen Genauigkeit hat HerrMarg-graf in Berlin verschiedene Arten von Ostindischem und Eu-ropäischem Jinn geprüft, und in allem einen beträchtlichenTheil Arsenik gefunden, der unS das zinnerne Geschirr verdäch-