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^ Der sogenannte Levantische Kaffee ist der beste. Man hat! davon zwey Gattungen, die eine wird von Mocha, und dieandere von Groß-Calro eingebracht; beyde Gattungen sind inAbsicht auf die Kräfte gleich. Die Holländer bringen Kaffeevon Java ein, und die Franzosen sehr viel aus der InselBourbon, der un« für Levantischen zwar verkauft, aber vondem Arabischen weit übertreffen wird. Der Amerikanische ist; der schlechteste; er hat bisweilen einen sehr Übeln Geschmack,besonders wenn man denselben in Meerwasser eingeweicht hat,
, damit er schwerer werde.
! Bey den Türken ist der Kaffee ein eben so übliches Ge-i tränk, als der Thee bey den Chinesen. Sie wissen denselbenso zu bereiten, daß er unendlich besser wird, als der gleicheKaffee bey uns; diese Kunst besteht allein in der Art den Kaffeei zu brennen, welche so beschaffen ist, daß nichts dabey wegflat-tert; übrigens machen sie ihren Kaffee sehr stark, trinken ihnhäufig, ohne Milch und ohne Zucker. Man hat uns weit-läufig beweisen wollen, warum der Kasse den Türken wenigoder nichts schade; aber bey allem dem vergaß man zu bewei-sen, daß er ihnen wirklich nicht schadet. Die Türken leidenvon dem Mißbrauch des Kaffee eben so wie wir; er macht sieschwach, stupide, und sogar lahm, besonders wenn sie denMohnsaft mit demselben vermischen. Auch verachten dieTürken ihre Landsleute, die den Kaffee nach ihrer Art miß-brauchen, so wie wir unsere Saufbrüder und Branntwein-schlucker verachten.
Man hält den Kaffee für magenstärkend und eröffnend. Ersoll die Verdauung befördern, die Winde, die anhaltendenKopfschmerzen und besonders die Migrainc, den Schwindel,die Schlafsuchtuud daS Zurückbleiben der monatlichen Reinigungheilen; er soll das Gemüth ermuntern, daS Gedächtniß stär-ken, den Geblütsumlauf und den Schweiß befördern, die all-zudichten Säfte auflösen, immer den Harn treiben, und bis-weilen auf eine leichte Art purgiren. Ich finde nun freylich,daß etwas hieran wahr ist, und besonders bey Leuten, die sichselten des Kaffee bedienen, zudem keinen Wein trinken, und