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teinisch war. Man bat ihn, er möchte enden, weil er kranksey, und brachte ihn nach Hause. Sobald er sich zu Bettegelegt hatte ward alles schlimmer. Er klagte über einen ste-chenden Schmerz in dem Kopfe, der zwar nachließ; aber seltenwar der Geist genugsam in der Ordnung. Er redete wenig,nicht recht vernünftig, und mehrentheils, wider seine Gewohn-heit, lateinisch. Wechselsweise war er verwirrt, oder schlief;übrigens schwach, mager und gelb. In diesen Umständenfiel der Bruder des Kranken, ein Geistlicher und sein würdi-ger Nachfolger in dem gleichen Professorate, auf den Gedanken,die Materie der Krankheit sitze in dem Kopfe, und der Arzt ver-stehe die Krankheit nickt.
Man frug hierauf den Doctor Jth um seinen Rath, dessentiefe Einsichten in der Arzeneykunst so groß sind, als seineBescheidenheit, und der, als Feldarzt bey der preußischen Ar-mee in Sachsen, den Beyfall des Königs, der bekanntlich denPhilosoph nicht nach dem Barte mißt, erworben hat. Dieserfand mit unbetrogener Scharfsicht das Uebel in seinem Sitze;er gab starke Purgatzen, die nicht wirkten; scharfe Clystiere,die nichts wirkten; und endlich eine Purgatz, die sechs star-ken Männern zulänglich gewesen wäre, mit einem erstaunendenErfolge. Plötzlich nahm die Krankheit ab. Der schon VerlorneGeschmack ward geschärft; die Sinne und die Vernunft kamenwieder; doch äußerte der Geist noch eine beträchtliche Schwach-heit des Hirnmarks. Von dieser Zeit an nahm der Krankezur Nahrung nichts als des Tags eine Schale Chokolade, undtrank etwas Pfeffers- oder Weißenburgerwasser. Er hielt im-mer das Bett; man hatte die größte Hoffnung, aber der Krankewar bald wieder ganz dumm, und seine Sinne stumpf. Ichweiß nicht, was für ein Weib ihm etwas von der Hallischensüßen Essenz gab, die ihn völlig betäubte. Herr Jth riethhierauf von neuem zuerst scharfe, nachher gelinde Purgatzen.Nochmals stieg der Kranke aus der tiefsten Schwachheit em-por. Er hatte ein fast unmerklicheS Fieber; die Vernunft kamzu ihrer Vollkommenheit; er aß mit Lust, aber er gestattete nichtdaß man ihn aufrichte, und noch weniger, daß man ihn aus