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Boerhave sagt, daß durch den Mißbrauch dieses WafferS denHolländischen Weibern der Geruch verloren gehe, welches durchden Mißbrauch aller andern Gerüche ebenfalls geschehen kann.Mir geht es mit einigen Gerüchen fast wie dem PhilosophenAristippuS, der die Gerüche der Griechen gar sehr liebte, aberzugleich entsetzliche Flüche wider die Stutzer seiner Zeiten aus-stieß, die sie auch liebten und Schuld waren, daß sich der sehrernsthafte AristippuS derselben nicht bedienen durfte. Dennauch die schlechten Köpfe unter den Griechen schlössen vonWenigem auf Alles, von einem Gerüche oder einem Kleide aufden Mann.
Die äußerlichen Dinge, deren Einfluß aus den Körper inder Reihe der entfernten Ursachen der Krankheiten eine Stelleverdient, sind ungemein zahlreich. Ich begnüge mich, durcheinige Beyspiele gezeigt zu haben, von maS für einer Artsie sind.
Fünfzehntes Capitel.
Von den entfernten Ursachen der Krankheiten in der vorhergegange-nen Beschaffenheit des Körpers.
Ach hörte einst ein Frauenzimmer von dem Cardinal von Po-lignac rühmen, er habe eine schöne Jngreßnase; eine Art zuschließen, die oft bey diesen Ursachen Platz findet, weil manauf das, was man nicht sieht, durch das schließen muß, wasman sieht.
Durch entfernte Ursachen der Krankheiten, die in dem Kör-per selbst ihren Sitz haben, versteht man jede dem Körper ein-verleibte Beschaffenheit, vermittelst welcher er, bey einer ent-standenen Gelegenheit krank werden kann. Alle bis hieher ab-gehandelten entfernten Ursachen der Krankheiten gehören in dieReihe der gelegentlichen. Vermittelst dieser Beschaffenheit sindwir von Natur geneigt, unter dieser oder jener der angeführ-ten gelegentlichen Ursachen zu erliegen. Diese Beschaffenheit