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Von der Erfahrung in der Arzneykunst / von Dr. Joh. Georg Ritter v. Zimmermann
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gelegen, und bey einem plötzlich in seinem Hause entstandenenBrande, in einen solchen Schreck verfiel, daß er vermochte ausseinem Bette zu springen, und von dieser Jett an den Gebrauchseiner Glieder erlangte. Pechlin sagt, einer seiner Freundeseydurch die Gefahr, auf dem Meer Schiffbruch zu leiden, voneinem der hartnäckigsten Lertianfieber plötzlich befreyt worden.Man weiß das Beyspiel eines Franzosen, der nicht harnenwollte, aus Furcht, er überschwemme ganz Paris, und der vondieser Narrheit nicht eher befreyt ward, bis man ihn durch dieNachricht, ganz Paris brenne, in einen solchen Schreck ver-setzte, daß er seinen Strom losließ.

Aus allen diesen Beyspielen erhellet, wie stark die in demMenschen selbst liegenden Kräfte sind, durch die er den Pfeil^es Todes abzuwenden hofft; warum der gesunde und zähe,übrigens den Griechen äußerst gehässige, MarcuS Cato gemeint,man dürfe, eine schwache und leichte Speisen erfordernde Ge-sundheit zu erhalten, nur wilde Tauben, Enten und Hasenspeisen; warum der baumstarke TiberiuS gesagt, wer nach demdreyßigsten Jahre einen Arzt rufen lasse, sey ein Narr; undnach was für Grundsätzen der sehr ungesunde, außer einer täg-lichen Leibesübung, zum Harnen ohne die abscheulichsten Marterunfähige Rousseau die Arzeneykunst und die Aerzte verachtet.