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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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lich; Mitrowsky nahm mehrere auf der Save liegende türki-schen Schiffe und ließ Berbir beschießen. Wartensleben besetzteAlt-Orsowa und bemächtigte sich einiger auf der Donau befind-lichen Schiffe der OSmanen; Fabris drang in die Moldau undbesetzte die Salzwerke von Okna; Prinz Josias von Coburgbesetzte Jassy, ging gegen Chokzim und schloß es ein, undF.-M. Lacy ließ Schabacz recognoöciren.

Auf den Bericht über die Recognoscirung von Schabaczbefahl der Kaiser Joseph, der im Hauptquartiere zu Futak selbsteingetroffen war, daß die Unternehmung auf die Festung Schabacznoch im Laufe des Monats April 1788 statt haben solle, undverordnete in Folge dessen, daß die Hauptarmee ihre bisherigenCantonirungö - Quartiere zu verlassen und auf dem rechtenUfer der Donau, zwischen dieser und der Save, bei Semlinund Banovcze in drei Abtheilungen das Lager zu beziehenhabe. Dieser Befehl wurde ausgeführt. Das kaiserliche Haupt-quartier wurde, wegen der ungesunden Luft in Futak, nachCarlowicz verlegt. Bei Klcnak wurden die Anstalten zum An-griff auf Schabacz in jeder Art getroffen. In der Nacht vom19. auf den 20. April wurden, unter den Augen deö Kaisersund deö F.-M. Lacy, die Laufgräben gegen Schabacz eröffnet,Batterien errichtet und die Belagerungstruppen in drei Colonncngegen den Platz geführt. Die Belagerung begann, die Bat-terien mehrten sich und ihr Feuer wirkte kräftig. Die Türkenbrannten selbst zwei Vorstädte ab, wahrscheinlich um eine freiereAussicht zu haben; eine dritte Vorstadt aber nahmen die Oester-reicher und ließen sie in Rauch aufgehen. Am 24. April rich-teten die Oesterreichcr ein fürchterliches Feuer aus allen Bat-terien auf den beiden Ufern der Save aus das Schloß und diePalanca von Schabacz. Die Palanca gericth in Flammen undihre- Vertheidiger flohen in das Schloß. Da ließ Kaiser Josephdiese Palanca stürmen. Peterwardeiner Scharfschützen, dannserbische und andere Freiwillige, unterstützt von einem Bataillondes Linien-Regiments NiclaS Esterhazy, brachen das Belgrader-Thor ein oder erstiegen die Wälle rechts und links, und nahmendie Palanca unter den Augen ihres Monarchen, der sich selbst,wie ein tapferer Krieger, sehr aussetzte. Hierauf capitulirtedas Schloß und die ganze türkische Garnison ward am 28. Aprilkriegsgesangen.

So wurde in Zeit von fünf Tagen die Festung Schabacz,welcher die Türken große Wichtigkeit beilegten, und die auchfür die Oesterreichcr in diesem Augenblicke Werth hatte, weilsie dadurch einen festen Fuß in Serbien erhielten und Herren