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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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10
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Wartensleben, in der Nacht vom 28. auf den 29. August denRückzug anzutreten. Er führte ihn, wohlgeschirmt durch dieNachhut, nach Fenisch aus, wo er am 30. beim Fenischbacheauf einer Anhöhe das Lager bezog.

Der Kaiser Joseph hatte nicht sobald am 9. August denEinbruch des Großvezierö in das Banat erfahren, als er denEntschluß faßte, den General Gemmingen mit einer Heerab-theilung in Syrmien, zu Semlin, und zur Beobachtung vonBelgrad zurückzulassen und mit der andern selbst dem Banatezu Hilfe zu eilen. Am 12. August brach Joseph mit seinenTruppen auf, ging über Szurduk, Jabuka, Kubin, Weißkirchen,Prebul rc. und traf am 31. August bei Karansebeö ein. So-mit war der Kaiser mit dem Wartensleben'schen Corps ver-einigt. Am 3. September verlegte Joseph sein Hauptquartiervorwärts nach Slatina. Sein Heer nahm Stellung hinter demtiefem Grund von Sadova, auf der Anhöhe zwischen diesemDorfe und Jllova. Rückwärts von Armenisch aber ward War-tenslebens Corps aufgestellt.

Der Verlust der Veteranischen Höhle, welchen der Kaiserhier erfuhr, war für ihn von größerer Bedeutung, als manauf den ersten Anblick, des kleinen Postens wegen, hätte glau-ben sollen. Die Türken wurden dadurch Herren der ganzenDonau, auf der sie eine Menge Kricgöfahrzeuge hatten, bisBelgrad. Doch dieß war nicht allein, was den Oesterreichcrnschaden konnte; die k. k. Hauptarmee selbst war ihrer gegen-wärtigen Stellung nicht sicher, indem die Türken jetzt wahr-scheinlich aller Pässe durch die Almasch sich bemeisterten, ihnenauch, da der General Brechainville, der bei Szaszka stand, zuschwach war, sie auszuhalten, der Weg nach Weißkirchen, undmit ihm jener in die Ebene des Banats offen stand, wodurchJosephs Heer leicht in den Fall kommen konnte, ganz vonihren rückwärtigen Communicationen abgeschnitten zu werden.

Vom 3. biö 10. September blieb Alles ruhig zwischenbeiden Armeen. Am Morgen des letzteren Tages erhielt JosephNachricht, daß die Türken auf dem Wege über Kornia undTerregona auf dem Anmärsche wären. Sie rückten auch wirk-lich gegen Mittag an, besetzten den sogenannten FenischerSchlüssel, und am 11., 12. und 13. folgten ihnen bedeutendeArmeetheile nach. Am 13. fielen einige Neckereien zwischenden beiderseitigen Vorposten vor. In der Nacht vom 13. aufden 14. bauten die Türken auf einer Anhöhe vorwärts desBerges Ursu Timpi Batterien und beschossen aus denselben dieösterreichischen Lager. Auch versuchten von allen Seiten Spahis