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Am Abende des 20. September wurde das k. k. Lagerabgebrochen und unter allen Vorsichtsmaaßrcgcln das Heer inzwei Colonnen — einige Stunden vor Mitternacht — gegenKaransebcs in Marsch gesetzt. Der Marsch, in herrlicherMondnacht, ging anfangs in der schönsten Ordnung fort,als mit einem Male ein an sich geringfügiger Umstandsich ereignete, der diese schone Mondnacht in eine Nacht desSchreckens und der Verwirrung, in eine neue „Nacht des Trüb-sals" verwandelte.' Trotz den strengsten Befehlen hatte dieGewinnsucht einen Wallachischen Bauern veranlaßt, mit einemzweispännigen Wagen Branntwein an die Brücke von Slatinazu sichren, über welche noch die Husaren zu marschiren hatten,welche zur Maskirung des Abzuges waren zurückgelassen wor-den. Einige dieser Husaren ließen sich einschenken und hattenvielleicht des Guten schon zuviel gethan, als mehrere Soldatendes Freicorps ebenfalls hinzutraten und ihren Theil verlangten.Die Husaren, denen dieß wahrscheinlich nicht gelegen war,fingen Handel mit ihnen an und verjagten sie von dort. Diese,angespornt von der, gemeinen Menschen natürlichen, jede andereRücksicht vergessenden Rachsucht, begaben sich eine Strecke zu-rück, feuerten ihre Gewehre auf die Husaren los und schrieenlaut und wiederholt: „Turki! Turki!" Auf dieses Geschreiund das Feuern brannten auch die Husaren ihre Feuergewehrelos und rannten mit verhängtem Zügel über die Brücke zwischendie dort stationirten vier Husaren-Escadrons, zu denen sie ge-hörten. Diese Eile und das Geschrei „Turki! Turki!" welchesauch sie erschallen ließen, brachte diese vier Schwadronen inUnordnung, so daß auch die Mannschaft derselben aufeinanderzu feuern anfing und vorwärts gegen die Colonnen davonritt.Das Geschrei: „Halt! Halt!" durch welches man diese Hu-saren zum Stillstehen bringen wollte, ward für daö Feldge-schrei der Türken „Allah! Allah!" genommen, und vermehrtenur die Verwirrung, weil es die Bestätigung zu geben schien,daß die Türken in der Nähe seyen. Diese Unordnung würdesich wohl bald gehoben haben, hätten sich nicht unglücklicherWeise gegen die gegebenen Befehle eine Menge Reitknechte mitHand- und Pack-Pferden, die schon weit voraus hätten seynsollen, zwischen den Colonnen der Infanterie aufgehalten, dienun, ergriffen von panischem Schrecken, in möglichster Eile undunter immerwährendem Geschrei die Flucht nahmen.
Die Jnfanterie-Colonnen ruhten eben etwas an der Straße;von der Mannschaft derselben hatten Viele es sich leicht ge-macht und schliefen. Diese glaubten, durch das Feuern geweckt,