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Feldmarschall Graf Radetzky : sein kriegerisches Leben und seine Feldzüge vom Jahre 1784-1850 / von Franz Jos.Adolph Schneidawind
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16
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kisch-Gradisca stehende kleine Lager am 2. September ausein-ander sprengen und den Platz selbst blockiren mußte, wendetesich Laudon gerade aus Novi, ließ in der Nacht vom 10. ausden 11. September die Laufgräben eröffnen und begann am13. den Platz zu beschießen. Zwar hatte sich der Pascha vonTravnick zurückgezogen, gleichwohl griff am 20. ein feindlicherHeerhaufen, über 7000 Mann stark, von Blagay her, die jen-seits der Rana stehenden und etwas erpvnirten k. k. Bataillonsmit ungemeiner Heftigkeit an, um den Platz zu retten. Laudonaber fiel ihn: persönlich in den Rücken und schlug ihn in un-ordentliche Flucht. Nun mißglückte zwar Laudons erster Sturmauf Novi am 21. September durch die unzcitige Hitze derLeitertrügcr, allein von desto glücklicherem Erfolge war einzweiter am 3. October. Schon hatten sich die Oesterreicher desWallbrucheö bemächtigt, als fünf Abgeordnete auö der Festungerschienen und Novi übergaben. Reich war die Beute imPlatze. Nach dieser glücklichen Waffcnthat beabsichtigte Laudonnun zwar die Belagerung von Berbir, dieselbe aber mußtewegen der vorgerückten Jahreszeit und der üblen Witterungaufgeschoben werden. KatharincnS von Rußland Günstling,Potemkin, stürmte am 17. December 1788 Oczakow und er-oberte es.

Während dieses auf den Flügeln vorging, stand JosephsHauptheer des Kampfes gewärtig bei LugoS, aber dennoch ohneKampf. Auf einmal verschwanden selbst des Großvezierö Pa-trouillen, und plötzlich erfuhr man, daß derselbe über Karan-sebes, Slatina, Mehadia rc. zurückgegangen sey, und das Banatzu räumen anfange. Joseph II. befürchtete, die türkische Haupt-macht bezwecke, einen Versuch auf Semlin zu machen. Ertäuschte sich nicht. Zur Deckung des Banats und zu den be-züglichen weiteren Operationen gegen die Türken bestimmte erdie Generale Wartensleben, d'Alton, Lilien rc. mit einemTruppen-Corps, mit dem Reste des Hauptheeres aber mar-schirte er am 12. October nach Syrmien, um Semlin zu decken.Er ging über Rakoschitz, Zsebel, Gad, Boka, Szakula, Jabuka.Hier erfuhr er, daß in Pancsova ein bedeutendes türkischesCorps stünde, und daß die feindliche Hauptmacht sich in derGegend von Belgrad befände. Joseph wollte am 23. die Tür-ken in Pancsova angreifen, allein letztere räumten den angezün-deten Ort ohne Gefecht; ihre Nachhut wurde noch von denOesterreichern eingeholt und einer ihrer Baschen erschlagen.Von Pancsova aus sah. man bei Belgrad ein großes türkischesLager; auch hatte man Nachricht, daß die Türken bei der