rasch, daß 3000 Mann der Türken, die noch in der Ebenewaren, von ihrem Corps abgeschnitten und in die Gebirge zer-streut wurden; daß der türkische Feldherr viele Kanonen, Pul-verkarren und Gefangene zurückließ, und viele Verwundeteund Todte verlor. Feldzeugmeister Clerfayt lagerte in der Nachtvom 28. auf den 29. auf der Hohe vor Topletz. Am 29. Au-gust rückte er gegen den Engpaß von Korammick vor, fand aberhier, gegen seine Vermuthung, keinen Widerstand. Die Türkenhatten diesen Posten geräumt; sie räumten auch Schluppaneckund die dortige Gegend. Einige Spahis, die letzten, welchenoch in der Ebene verweilten, wurden durch die Husaren überdie Cserna gejagt, deren Brücke man unverzüglich abtrug.
Feldzeugmeister Clerfayt belobte in seinem Berichte überdiese Kämpfe seine Truppen; ihrer Ordnung und ihrem feuri-gen Angriffe verdankte er den Sieg.
Dieser Sieg bei Mehadia, durch welchen das Banat wie-der in die Hände der Oesterreichs kam; dann die Schlacht beiFoksan, am 1. August, in welcher der Prinz Coburg, mit einemwinzigen Verluste, ein türkisches Armee-Corps von 35,000Mann aus das Haupt schlug und das ganze Lager eroberte;ferner das Gefecht bei dem Bozacr Paß am 3. August, inwelchem Feldmarschall-Lieutenant Fürst Hohcnlohe-Kirchberg 8000Türken schlug, leiteten herrlich das große Unternehmen aufBel-grad ein.
Laudon hatte den bestimmten Willen seines Kaisers zurBelagerung von Belgrad in Händen; aber die Armee sollteden Platz durch einen Uebergang über die Save, nicht durcheinen über die Donau erreichen. — Laudon schritt zur neuenwichtigen Unternehmung mit seinem bekannten Eifer, mit seinerbekannten Entschlossenheit. Er ließ am 5. September die Artder Schlachtordnung bekannt machen, in welcher sich die beiBanovcze sammelnde Armee von da aus gegen Belgrad zu be-wegen habe, und ertheilte zweckmäßige Vorschriften über For-mirung, Marsch rc. der einzelnen Truppencolonnen. Auch derFeldzeugmeister Clerfayt bildete mit einem Theile seiner Truppeneine der Cvlonnen, welche sich gegen Belgrad in Bewegungsetzen mußten.
In forcirten Märschen zog Laudon gegen Belgrad, in sei-nem Gefolge befand sich auch der damalige Erzherzog, spätereKaiser Franz, Neffe Josephs II., der zur eigenen Belehrung einemUnternehmen beiwohnen sollte, das ein Laudon leitete. — Inder Nacht zum 11. September überschritt das k. k. Heer dieSave bei Ostruschnicza. Am 12. lagerte es aus dem Dedina-