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Hose" wurde. Nichts Heiliges war mehr; es löseten sich alleBande frommer Scheu. Selbst des Königs gesalbtes Hauptfiel, und der „Schrecken" schritt über die Leichen des Vater-landes, den jungen Baum der Freiheit mit Blut beziehend zumschnellen Wachsthum. Und diese Freiheit, von einem Desmou-lins, Danton, Marat, Anacharsis Klotz, Hebert rc. ausgebrütet,von einem Robespierre, Carrier, Collot d'Herbois, Amar,Fouquier-Tainville rc. geübt, sollte der ganzen Welt gebrachtwerden! Denn die „Republik der Neusranken" hatte die großeRolle der „Weltbefreiung" übernommen. — Doch den Um-sturz der von Gott gesetzten Throne zu verhüten, uralte Rechtezu schirmen, dem Länder- und Volker-Raube zu begegnen, ver-banden sich anfangs einige Fürsten (1792), später die hohenMächte von beinahe ganz Europa (1793). Eine Verbindung,wie sie die Geschichte noch nicht gezeigt, als wieder in späternheiligen Tagen (1813). Frankreichs Demagogen schleudertenkeck den Krieg den Kabinetten, frech die Verdammungsbulle denKönigen entgegen, denen „ein ewiger Haß zugeschworen wurde".Und Biron griff Qucvrains an, und in Belgien war eö also,wo die erste Waffenthat des Krieges vorfiel, der nach 23 Jahrenin Belgien zu Mont-Saint-Jean (Waterloo) endigte.
Oesterreich mußte das Schwert gegen Frankreich ziehen;ehe es aber zum Streiche gehoben wurde, starb Kaiser Leo-pold II. am 17. Februar 1792, und sein Sohn, Kaiser Franz,mußte den Krieg führen. — Die Coalition rückte gegen diefranzösische Republik an. Das Manifest der ersteren, welchesunter der Firma des deutschen Obergenerals, des Herzogs vonBraunschweig, erschien, brachte eine entgegengesetzte Wirkung her-vor; eö verwandelte erst Frankreich in ein einziges großes Feldlager.Der Zug nach Paris, die angekündigte „Promenade durch dieChampagne" — mißglückte den Preußen; der Tag bei Jemappeswar für die Oesterrcicher unglücklich. Mons, Gent, Brüssel,Lüttich, Aachen, Namur, Worms, Mainz, Breda, Gertruiden-burg, Nizza w. fielen in die Hände der Franzosen, begeistertdurch den Marseiller-Marsch, wie einst die Spartaner durchTyrtäos' Gesänge.
Radetzky wohnte dein unglücklichen Anfange des Kriegesnicht bei. Sein Regiment rückte erst im Jahre 1793 bei derösterreichischen Armee ein, welche der Fcldmarschall Prinz Josiasvon Coburg, der Osmanen-Besieger, am Niederrheine befehligte.In den Jahren 1793 und 1794 focht Radetzky in derselben unterCoburg'ö, in dem Jahre 1795 aber unter Clerfayt's Oberbe-fehl. Am 9. August 1794 wurde er zum zweiten Rittmeister