in seinem Regimente befördert. — Auch in den Jahren 1798,1794 u. 1795 verschwand noch Radetzky's Name— schon auch we-gen seiner noch subalternen Stellung — in der gewaltigen Masseund Fluth der Kämpfenden und Ringenden, die auf den Wogender Zeit sich hoben, oder sich auf dem weiten und großenSchlachtfelde tummelten. Uebrigens war Radetzky bei jederGelegenheit der brave Harnischreiter; allein es ging ihm, wiedem Wachtmeister in Wallensteins Lager: „doch seine Ver-dienste, die blieben im Stillen."
Es würde uns in der uns gestellten Aufgabe zu weitführen, wollten wir diese drei Feldzüge gegen die Franzosen inden Jahren 1793 — 1795, denen Radetzky als Oberlieutenantund Rittmeister anwohnte, im Detail abhandeln. Allein wenig-stens in allgemeinen Umrissen diese Feldzüge zu geben, haltenwir um so mehr für unsere Pflicht, als wir aus ihnen denMaßstab nehmen müssen für die Leistungen und die Anstren-gungen des Heeres, in dem Radetzky diente und somit für seineeigenen Leistungen und das Lob, was aus denselben erwach-sen ist.
Das KriegSglück, welches im Jahre 1792 die Repu-blik beständig begleitet hatte, nahm 1793 eine nachtheiligeWendung. Die Deutschen hatten sich während deö Wintersvon dem ersten Schrecken über den Verlust von Mainz undBelgien erholt; der König von Preußen hatte Frankfurt amMain den, von Main; dahin vorgedrungenen Franzosen wiederentrissen, und der Prinz Josias von Coburg drang an derSpitze seines Heeres gegen Jülich und Aachen vor, und über-fiel die französischen Quartiere. Die Oesterreicher besiegten dieFranzosen in der Schlacht bei Aldenhoven; der junge ErzherzogCarl rief seinen Reitern zu: „die Franzosen halten sich fürunüberwindlich; zeigt euch als Männer, als brave Wallonen,und jagt sie zum Teufel." Sagt's, und geschehen war es. Mastrichtwurde entsetzt; die französischen Generale Riault, Lamarcheund Louiö Philipp Egalite (nun Erkönig Louis Philipp) beiTongern, Saint Trond und Tirlemont zurückgeworfen, undimmer mehr drückten die Oesterreicher, den Erzherzog Karl vor-an, die Franzosen nach dem Inneren Belgiens zurück. Du-mouriez, Befehlshaber aller Streitkräste der französischen Repu-blik in Belgien, wollte die holländische Republik erobern; aberdas Herannahen der Oesterreicher zwang ihn, sich gegen siemit ganzer Macht zu wenden. Am 18. März 1793 war derTag der berühmten Schlacht bei Neerwindcn. Die Oesterreicherzählten 37,000 Mann, die Franzosen 62,000 Mann. Tu-